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Filmseminar des ZAK

Ergänzend zum Filmprogramm bietet das ZAK ab dem 17.04.2018 folgendes Seminar an:

Die Filme der 68er: soziale Revolte, ästhetische Innovation, kulturelle Nachhaltigkeit

Filmseminar der AWWK

Ergänzend zum Filmprogramm bietet die Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung Karlsruhe (AWWK) ab 29.06.2018 folgendes Weiterbildungs-Filmseminar an:

Filme 1968: Revolte und Experimente, Autorenfilme und Independents

Filmexploratorium am ZKM

Ergänzend zum Filmprogramm führt das ZAK am 14.06.2018 im Medientheater des ZKM ein Filmexploratorium durch:

Filmexperimente der 68er: Neue Wellen auf dem langen Marsch in die Postmoderne

Traumfabrik #15

Das Programm der Traumfabrik #15 (PDF, ca. 800KB)

Uni im Kino

Seit Juni 2014 stellt das Karlsruher Filmtheater Schauburg einen Raum für KIT-Seminare des ZAK und der AWWK bereit.
Weitere Informationen

Filmreihe: Traumfabrik

Traumfabrik #15: Lasst 1000 Blumen blühen! Filmträume der 68er, heute

 

„Die Phantasie an die Macht“ konnte man im Mai 1968 an Pariser Hauswänden lesen; „Keine Experimente“ war der Slogan, mit dem Konrad Adenauer im Bundestagswahlkampf 1957 die absolute Mehrheit gewann: in diesem Spannungsfeld entwickelten vor 50 Jahren die Bewegungen der 1968er ihre Dynamik, nicht nur in Europa, sondern weltweit. Gesellschaftskritik, Ablehnung autoritären Verhaltens, Friedensbewegung gegen Vietnam-Krieg und Atomrüstung, Gleichstellung der Frau, Demokratisierung der Gesellschaft, Alternativkultur, sexuelle Revolution – das stand in diesen Jahren auf der Tagesordnung. Die politische, soziale und kulturelle Aufbruchsstimmung, aber auch das Scheitern politischer Hoffnungen spiegeln sich in den Filmen jener Zeit.

Filmemacher, denen es an Phantasie nicht mangelte, waren von Anfang an dabei: Die Filmjahrgänge um das Jahr 1968 waren außerordentlich reichhaltig. Damit stehen sie neben den heute klassischen 1920er und den postmodernen 1980er Jahren. Die französische Nouvelle Vague hatte überall Strömungen ermutigt, die auf eine Erneuerung der Filmkunst abzielten. Interkulturell brachten die Neuen Wellen einen Generationenwechsel und filmische Experimente - manche erscheinen noch heute avantgardistisch, andere haben den Kanon der Filmsprache nachhaltig erweitert; Filmgenres wandelten sich. Einige der Autoren standen inhaltlich bereits damals an der Schwelle zur filmischen Postmoderne. 

Die Traumfabrik zeigt in ihrer 15. Auflage einen Querschnitt aus Filmen unterschiedlicher Themen und Genres, aus rund zehn Jahren seit 1964. Von frühen Filmen innovativer Regisseure wie Jean-Luc Godard, Alexander Kluge, Michelangelo Antonioni, Woody Allen oder Rainer Werner Fassbinder bis zum Spätwerk eines Altmeisters wie Luis Buñuel, von „Abschied von gestern“ bis zu „Easy Rider“ und „Woodstock“. Wie nachhaltig haben diese Filme unsere Seherfahrungen verändert?

Zu jedem Film gibt es eine Mikroeinführung sowie ein Kinogespräch; Filmseminare des ZAK und der AWWK sowie ein Filmexploratorium im ZKM Medientheater runden das Programm ab. Darüber hinaus feiern wir ein besonderes Karlsruher Jubiläum: am 25. September 1968 wurde mit Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum“ die Schauburg nach aufwendigem Ausbau zum Cinerama-Filmtheater wiedereröffnet!

Eine Zusammenarbeit von: Filmtheater Schauburg Karlsruhe, ZAK, AWWK – Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung Karlsruhe, ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe. Mit freundlicher Unterstützung der Georg-Fricker-Stiftung.

DAS PROGRAMM

So 29. April 15 UhrAbschiedVonGestern

Deutsche Gegenwarts- und Vergangenheitsbewältigung

Alexander Kluge: Abschied von gestern. BRD 1966, 88‘ - Goldener Löwe Venedig

Mit Alexandra Kluge, Günter Mack, Alfred Edel, Fritz Bauer.

Anita G. kommt „von drüben“ (aus der DDR) und versucht, in der Wirtschaftswunder-Republik Fuß zu fassen. Sie findet sich vor Gericht wieder, begegnet einem Universitätsassistenten (Alfred Edel), einem Ministerialbeamten und dem hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer. – Alexander Kluges innovatives Filmdebüt brachte die erste internationale Anerkennung für den Neuen Deutschen Film der 60er Jahre.

So 6. Mai 15 Uhr

Endzeitmetapher über Bourgeoisie und Autofetischismus

Jean-Luc Godard: Weekend. F 1967, 105‘

Mit Mireille Darc, Jean Yanne, Paul Gégauff, Jean-Pierre Léaud, Juliet Berto.

Ein radikales Roadmovie frei nach einer Short Story des argentinischen Schriftstellers Julio Cortázar: Ein bürgerliches Ehepaar, lange zerstritten, macht sich, getrieben von der Aussicht auf eine Erbschaft, auf den Weg ins Wochenende. „Von der französischen Revolution zum gaullistischen Weekend“ lautet ein Untertitel des Films, der sich durch die Kulturgeschichte zitiert: Alice in Wonderland und James Bond, Mao und der Marquis de Sade, Robinson Crusoe und Buñuel, Mozart und die Stones, Emily Bronte und Saint Just, Sigmund Freud, Frantz Fanon, Malcolm X.

So 13. Mai 15 Uhr

Italowestern-Märchen: Revision der Geschichte – Zum Schauburg-TECHNICOLOR-Festival

Sergio Leone: C’era una volta il West / Spiel mir das Lied vom Tod. I 1968, 165‘

Mit Charles Bronson, Henry Fonda, Claudia Cardinale, Jason Robards, Gabriele Ferzetti.

Musik: Ennio Morricone.

Es war einmal – der Eisenbahnbau durch den Wilden Westen wird hier nicht als Zivilisationsgeschichte erzählt, sondern als blutiges Märchen mit Antihelden in opernreifer Inszenierung, mit der genialen Filmmusik von Ennio Morricone. Tarantinos Lieblingsregisseur Sergio Leone revidiert in seinem transkulturellen Western die Legenden der Zivilisierung.

So 20. Mai 15 Uhr

Unheimliches Familienleben

Roman Polanski: Rosemary’s Baby. USA 1968, 136‘

Mit Mia Farrow, John Cassavetes, Ruth Gordon, Sidney Blackmer

Junges Paar findet schöne Altbauwohnung in New York mit hilfsbereiten Nachbarn. Als die junge Frau schwanger wird, mehren sich Anzeichen, daß sie unter den Einfluß einer satanistischen Sekte gerät. Roman Polanskis meisterhafter Horror-Mystery-Thriller über Schwangerschaft und übernatürliche Kräfte rührt an Tabus und geht unter die Haut – Vorbild vieler Filme über die Macht des Teufels im trügerisch normalen Alltag der USA.

So 27. Mai 15 Uhr

Spaßgerilja in Schwabing

May Spils: Zur Sache Schätzchen. BRD 1968, 80‘

Mit Mireille Darc, Jean Yanne, Paul Gégauff, Jean-Pierre Léaud, Juliet Berto.

"Leistungsgesellschaft“ nein danke: mit lockeren Sprüchen, selbstironischer „Pseudo-Philosophie“ und Alternativ-Vokabular traf Werner Enke, Wahl-Schwabinger „Dude“, den Geist der Zeit. Ein spontaner Striptease auf dem Polizeirevier bringt Ordnungshüter an den Rand des Nervenzusammenbruchs. Doch auch die Erschießung von Benno Ohnesorg durch einen Polizisten im Jahr zuvor findet ihren Nachhall. – Die unerreichte Alternativ-Komödie wurde zum besucherstärksten deutschen Film des Jahres.

So 3. Juni 15 Uhr

American Dream heute

Dennis Hopper: Easy Rider. USA 1969, 95‘

Mit Peter Fonda, Dennis Hopper, Jack Nicholson, Phil Spector, Luke Askew, Karen Black.

Ein Drogendeal am Flughafen von LA, eine abgelegene Farm, John Ford’s Monument Valley, eine Hippiekommune, ein Südstaatenknast, gewaltbereite Rednecks und Mardi Gras in New Orleans – Stationen auf der Suche nach dem alternativen American Dream der 60er Jahre. – Idealtypischer Kultfilm des New Hollywood und Vorbild vieler Road Movies seither.

So 10. Juni 15 Uhr

Culture Clash - Grieche in Bayern

Rainer Werner Fassbinder: Katzelmacher. BRD 1969, 88‘

Mit Rainer Werner Fassbinder, Hanna Schygulla, Lilith Ungerer, Irm Herrmann, Harry Baer.

Schonungslose Studie von Spießertum und Fremdenfeindlichkeit bayrischer Vorstadt-Jugend, in rigoros minimalistischer Film-Ästhetik – Fassbinders zweiter Spielfilm, nach seiner gleichnamigen antitheater-Produktion und im Geiste von Marieluise Fleißer, erhielt fünf Bundesfilmpreise (für Produktion, Gestaltung, Drehbuch, Kamera sowie Schauspielerinnen-Ensemble), heute ein Klassiker des Neuen Deutschen Films, und unvermindert aktuell.

Do 14. Juni 18:30 Uhr

 

Filmexperimente der 68er: Neue Wellen auf dem langen Marsch in die Postmoderne

Filmexploratorium im ZKM Medientheater, Lorenzstr.19, mit zahlreichen Filmausschnitten
Eintritt FREI
- siehe Begleitprogramm, S.6

So 17. Juni 15 Uhr

Make Love, not War: am Ende des Summer of Love

Michelangelo Antonioni: Zabriskie Point. USA 1970, 112‘

Mit Mark Frechette, Daria Halprin, Rod Taylor. Musik: Pink Floyd, Grateful Dead, Rolling Stones u.a.

Politische Versammlungen auf dem Campus, Polizeiwillkür und Gewalt: An kalifornischen Universitäten führte Gouverneur Ronald Reagan den Vietnam-Krieg an der Heimatfront – mit blutigen Folgen. Ein Student flieht in einem gestohlenen Flugzeug in die Wüste und begegnet dort einer jungen Frau. Poetische Hommage an die Hippie-Bewegung und Kritik der bürgerlichen Konsumgesellschaft; Antonioni wurde beschuldigt, in der Wüste eine Orgie veranstaltet zu haben - das FBI ermittelte. Von der Kritik einst mißverstandener Kultfilm.

So 24. Juni 15 Uhr

„3 Days of Peace and Music“

Michael Wadleigh: Woodstock. USA 1970, 185‘ - OSCAR Bester Dokumentarfilm

Mit Joan Baez, The Who, Joe Cocker, Arlo Guthrie, Crosby, Stills & Nash, Ten Years After, Santana, Janis Joplin, Jimi Hendrix.

Preisgekrönte Dokumentation über das legendäre Musikereignis des Jahrhunderts, Durchbruch der Alternativkultur und Vorbild von Open-Air-Events in aller Welt (bis hin zum Karlsruher „Fest“). „Ihr habt der Welt bewiesen, daß eine halbe Million junge Menschen zusammen kommen, drei Tage nur Spaß haben und Musik hören können“ (aus der Ansprache von Max Yasgur, Farmer und Eigentümer des Festival-Geländes).

Fr 29. Juni 17:30 Uhr

Filme um 1968: Revolte und Experimente, Autorenfilme und Independents

Beginn Filmseminar Traumfabrik in der Schauburg. Anmeldung: www.awwk-karlsruhe.de

- siehe Begleitprogramm, S.7

So 1. Juli 15 Uhr

Als Revolutionär in der Dritten Welt

Woody Allen: Bananas. USA 1971, 82‘

Mit Woody Allen, Louise Lasser, Carlos Montalban, Natividad Abascal.

Stadtneurotiker aus New York will seine politisch engagierte Freundin beeindrucken und reist in eine lateinamerikanische Bananenrepublik, wo er zum unfreiwilligen Revolutionshelden wird. Zurück in den USA, gerät er ins Visier von FBI und CIA und muß sich als angeblicher Kommunist vor Gericht verantworten. Woody Allens dritter Spielfilm in Eigenregie zeigt ihn auf der Höhe seines satirischen Humors, im Geiste der Marx Brothers.

So 8. Juli 15 Uhr

Frauen Power und naiver Soziologe

François Truffaut: Une belle fille comme moi / Ein schönes Mädchen wie ich. F 1972, 98‘

Mit Bernadette Lafont, Claude Brasseur, André Dussollier. Musik: Georges Delerue

Sozial engagierter, etwas naiver Soziologe begegnet einer ihn faszinierenden Mörderin, die er als Opfer ihrer Lebensumstände rehabilitieren will – doch am Ende gerät er selbst in die Mühlen der Justiz. François Truffaut, Mitbegründer der französischen Nouvelle Vague, schuf eine makabre Satire über den Sieg von Eigennutz und krimineller Energie gegenüber naivem Idealismus, zugleich die unmoralische Geschichte einer Frau, die sich in der Männerwelt durchzusetzen versteht.

So 15. Juli 15 Uhr

Grenzen des Wachstums

Richard Fleischer: Soylent Green / Jahr 2022… die überleben wollen. USA 1973, 97‘

Mit Charlton Heston, Leigh Taylor-Young, Edward G. Robinson, Joseph Cotten.

In der zweiten Hälfte des 20.Jhs. wandelt sich Science Fiction von Fortschrittseuphorie zum warnenden Zukunftsszenario: Treibhauseffekt, Meere ohne Leben, Überbevölkerung, Mangel an Nahrungsmitteln in den Großstädten, Hungeraufstände, staatliche Euthanasieprogramme sind die Visionen, mit denen „Soylent Green“ aufwartet, im Jahr, nachdem der Club of Rome seinen wegweisenden Bericht über „Die Grenzen des Wachstums“ veröffentlichte. Letzter Auftritt von Film-Noir-Star Edward G. Robinson.

So 22. Juli 15 Uhr

Alternativer Konsumterror - Zombies im Supermarkt

George A. Romero: Dawn of the Dead / Zombie. USA 1978, 118‘

Mit David Emge, Ken Foree, Scott Reiniger, Gaylen Ross. Musik: The Goblins, Dario Argento.

Der Mythos der Untoten, uraltes kulturgeschichtliches Tabuthema, auch aus dem Vampir-Genre bekannt, erscheint mit den Zombies des haitischen Voodoo-Kults in Abwandlung eines ursprünglich afrikanischen Begriffs. Regisseur George Romero belebte das Genre 1968 mit The Night of the Living Dead neu; in seinem zweiten Zombiefilm schuf er einen weiteren Kultfilm und zeigte: Mit Zombies im Supermarkt wird Konsum zum wahren Abenteuer.

So 29. Juli 15 Uhr

Es lebe der Surrealismus!

Luis Buñuel: Le Fantôme de la liberté / Das Gespenst der Freiheit. F 1974, 104‘

Mit Adriana Asti, Julien Bertheau, Jean-Claude Brialy, Michael Lonsdale, Michel Piccoli.

„Ein Gespenst geht um in Europa…“ – Regisseur Luis Buñuel, Mitbegründer des Surrealismus, wandelte den ersten Satz des Kommunistischen Manifests ab. Als Salvador Dalí längst Frieden mit Diktator Franco, Kirche und Bürgertum gemacht hatte, schuf Buñuel den ultimativen surrealistischen Film. Darin feiert er politische, soziale und künstlerische Freiheit, den Zufall, das Absurde, den Traum…

Termin wird noch bekanntgegeben

Traumfabrik Extra: 50 Jahre Kubricks Space Odyssey / 50 Jahre Cinerama in der Schauburg

Stanley Kubrick: .2001 - A Space Odyssey. USA 1968. Neu restaurierte 4K-Fassung

Von der vorgeschichtlichen Entdeckung des Werkzeugs bis zur Erkundung der New Frontier des Weltalls reicht die Perspektive von Kubricks philosophischem Trip - menschliche Intelligenz wird konfrontiert mit künstlicher und außerirdischer. Monopolisierung von Herrschaftswissen und bürokratische Geheimniskrämerei lassen die Mission beinahe scheitern. Das Ende der Technologiegeschichte bleibt offen. – Vor 50 Jahren hatte Kubricks Weltraumodyssee Premiere; in Karlsruhe wurde sie zur Wiedereröffnung der Schauburg am 25. September 1968 auf der neuen Cinerama-Bildwand aufgeführt.

Begleitprogramm
FILMEXPLORATORIUM

Filmexperimente der 68er: Neue Wellen auf dem langen Marsch in die Postmoderne

Filmexploratorium im ZKM Medientheater mit Wolfgang Petroll
Donnerstag 14. Juni 2018, 18:30 Uhr; Eintritt frei

Lust an gesellschaftlichen und ästhetischen Experimenten, verbunden mit Hoffnungen auf eine lebenswertere Zukunft, machten die Jahre um 1968 zu einer spannenden und kulturell vielseitigen Zeit. Innovation und Experimentierfreude zeigten sich auch in Spielfilmen: Die Neuen Wellen der europäischen Filmkulturen griffen auf ihrem Höhepunkt nach Hollywood über. Die Hoffnung auf eine bessere Moderne war verbunden mit einer Neubewertung der Geschichte, sowie tiefer Skepsis gegenüber real existierenden Modernisierungseffekten. Bereits „Easy Rider“ machte deutlich: der „Summer of Love“ war vorbei, Hoffnung auf Neues und Scheitern an den Kräften des Beharrens lagen nahe beieinander. In der Folge begann der lange Marsch in die Postmoderne… Welche stilistischen Innovationen und inhaltlichen Perspektiven zeigten sich in den Filme der 1968er? Worin liegen ihre kulturelle Nachhaltigkeit und unverminderte Aktualität? – Im Filmexploratorium wird das an Beispielen aus Filmen jener Jahre verdeutlicht: unter anderem von Godard und Kubrick, Kluge und Fassbinder, Antonioni und Leone, Polanski und Buñuel. Das führt uns letzten Endes zu den Fragen: Ist das Projekt „Aufklärung“ an der „Abgeklärtheit“ der Postmoderne gescheitert, oder wartet es auf neuen Schwung? Und: wieviel Utopie, wieviel Revolution braucht eine Kultur zum Überleben?

 

Vergangene Traumfabrik-Reihen

Traumfabrik #14: BIG BROTHER: Surveillance Cinema
Pluralistische Freiheit oder totale Kontrolle? (Wintersemester 2017/18

Der Überwachungsstaat ist Wirklichkeit geworden, nicht nur in totalitären Diktaturen: Massenüberwachung und „Vorratsdatenspeicherung“ durch Geheimdienste, Ausforschung von Online-Kundendaten durch Internetdienstleister - neue Informationstechnik hat „Otto Normalverbraucher“ zum „gläsernen Bürger“ werden lassen. Doch was, wenn die Kontrolleure unkontrollierbar werden? Was geschieht, wenn der „Big Brother Staat“ schrankenlose Eingriffe in die Privatsphäre und Abkehr von Werten wie Menschenrechten zugunsten vorgeblich „übergeordneter“ Ziele legitimiert? Was wird aus der Vision einer offenen, freien, pluralistischen Gesellschaft? Wie kann sich der Bürger vor Missbrauch durch Staat, Wirtschaftsgiganten, Bürokratie schützen?

Filme aus den 1930er Jahren bis in die Gegenwart, zeigen unterschiedliche Aspekte von Überwachung und Kontrolle. Eröffnet wurde die Reihe mit dem Film „Citizenfour“ und einer Diskussionsrunde. Den Abschluss der Reihe bildete der Film „The Circle“, ebenfalls mit einer Podiumsdiskussion.

„Zu den Bildern der Diskussion „Watching. You.““

„Zu den Bildern der Diskussion „Who Watches the Watchmen?“

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (PDF, ca. 2MB).

 

Traumfabrik #13, WESTERN: Der Wilde Westen und wir – Goodbye, American Dream (Sommersemester 2017)

Jeder kennt die Namen wie Buffallo Bill oder Jesse James, denn bis heute hat der Mythos um die Revolverhelden nichts von seinem Zauber verloren. Bereits im 19. Jahrhundert inszenierten Novellen den westlichen Cowboy als einfachen, aber freiheitsliebenden Mann, der durch seinen Mut und seine Rechtschaffenheit genügend Tugenden verkörperte, um zum Mythos der Vereinigten Staaten aufzusteigen. So lieferten die konstruierten Legenden berühmter Cowboys den perfekten Stoff für die US-amerikanische Filmindustrie. Dabei wird deutlich, dass die Hochphase des Western-Films mit dem Aufkommen des American Dreams zusammenfällt. Auch in den moderneren Filmen ist das Thema des Cowboys noch nicht ausgeschöpft. Allerdings lässt sich hierbei zunehmend eine Verlagerung des Schwerpunkts feststellen, indem eine Dekonstruktion der Stereotype stattfindet. Inwiefern dies geschieht, welche Typen uns im Western begegnen und wie der American Dream mit der Geschichte des Films zusammenfällt, bilden Anhaltspunkte, die in der 13. Auflage der Traumfabrik zur Debatte standen.

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (PDF, ca. 2MB)

 

Young Mr. Hitchcock – Kino pur // Understatement, britischer Humor, Love & Thrills (Wintersemester 2016/17)

Alfred Hitchcock (1899-1980) machte schon in seinen ersten Filmen deutlich, dass er in der Filmkunst keine Kompromisse eingehen wollte. Er wurde der erste Regisseur, dessen Silhouette zum Markenzeichen wurde und dessen Name bekannter war als der mancher Filmstars. Hitchcock brachte das klassische Hollywoodkino zur Vollendung, war Vorbild für Autorenfilmer folgender Generationen und Vorläufer des postmodernen Kinos: seine Filme markieren einen Höhepunkt der Kinofilmgeschichte. Understatement erhob er zum Erzählprinzip; jeder Film wurde ein Genre-Mix, suspensiv und vorzugsweise mit schwarzem Humor. Hitchcocks frühe Filme können jetzt im Kino ganz neu gesehen werden: Die aufwendige Neurestaurierung durch das British Film Institute bietet endlich Gelegenheit dazu.

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (PDF, ca. 2MB).

 

Auftragskiller - ein Dienstleistungsberuf im Kinofilm, zwischen Krimi und makabrer Komödie. (Sommersemester 2016)

Filme über Contract Killer, Auftragsmörder, gibt es in verschiedenen Filmgenres: natürlich Krimis, speziell Gangsterfilme (z.B. Wim Wenders „Der amerikanische Freund“), Samuraifilme (Kurosawas „Yojimbo“), Western (Sergio Leones Dollar-Trilogie mit Clint Eastwood) und Komödien („I Hired a Contract Killer“ von Aki Kaurismäki). Seit den 1980er-Jahren, seit soziales Verhalten global von wirtschaftlichem Denken dominiert wird, scheinen sich diese Filme wachsender Beliebtheit zu erfreuen: Man denke etwa an „Léon der Profi“ von Luc Besson oder an „Ghost Dog“ von Jim Jarmusch. Während soziologische Untersuchungen über den Auftragsmord eher die Banalität des „Bösen“ zeigen (viele reale Auftragskiller sind schlecht bezahlt oder handeln aus Gefälligkeit), werden Contract Killers im Film dagegen zu mythischen Figuren oder gar zu Sympathieträgern von tragischer Dimension, die versuchen, sich in einem sozialen Milieu durchzusetzen. Sind Auftragskiller die neuen „Helden der Arbeit“ im Zeitalter der Globalisierung? Sind sie ein Mittel, das Unbehagen am gesellschaftlichen Wandel im Phantasiespiel der Traumfabrik des Kinofilms auszugleichen?

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (PDF, ca. 2MB).

 

TARANTINO UNCHAINED
Retrospektive Quentin Tarantino 1992-2016
(Wintersemester 2015/2016)

Man konstruiere einen nicht allzu einfachen Handlungsverlauf, lasse die Personen darin sich frei entfalten und mische das Ganze mit dem Bestand einer gut sortierten Videothek – so könnte das Rezept zu einem typischen Tarantino-Film lauten. Jeder seiner Filme trägt Erinnerungen an Dutzende anderer in sich und hat dennoch seine eigene ganz typische Handschrift – ein Stil, der Fans begeistert, und manchen Kritikern zu blutig erscheint. Seit seinem ersten Film „Reservoir Dogs“, spätestens aber seit der Goldenen Palme 1994 für „Pulp Fiction“, hat Quentin Tarantino Kultstatus als Regisseur, Drehbuchautor (2 Oscars, 3 Nominierungen) und Schauspieler. Die bevorstehende Premiere seines neuen Films „The Hateful 8“ (am So 31. Januar 2016 in der Schauburg) bietet eine willkommene Gelegenheit, dem Ausnahmetalent unsere 10. Traumfabrik zu widmen. In einer umfassenden Retrospektive wird sein filmisches Gesamtwerk vorgestellt. Dazu gehören auch Filme, an denen er als Drehbuchautor mitwirkte – für Oliver Stone („Natural Born Killers“) oder Robert Rodriguez („From Dusk Till Dawn“).

Tarantinos Filme zeichnen sich aus durch intime Kenntnis filmgeschichtlicher Traditionen, nicht nur des Mainstream oder der Filmkunst, sondern auch des Exploitation-Kinos („Jackie Brown“, „Death Proof“). Seine Perspektive ist transkulturell; sie umfasst nicht nur Hollywood, sondern auch europäische und fernöstliche Kulturen („Kill Bill“), sie stellt Subkulturen neben Hochkultur und Pop. Sprachwitz steht gleichberechtigt neben Action, Szenen unbeschönigter Gewalt verbinden sich mit Sarkasmus und schwarzem Humor. Dabei hat er neue Erzählformen entwickelt, aber auch die Auseinandersetzung mit politischen Tabuthemen wie Holocaust oder Sklaverei nicht gescheut („Inglourious Basterds“, „Django Unchained“). In seinen Filmen, die verdrängte Gewalt explizit machen, dringt immer wieder das Alltägliche und Absurde ein.

Alle Filme mit Mikroeinführung von Wolfgang Petroll (Dozent für Film und Medienästhetik, Lehrbeauftragter am ZAK) sowie anschließendem Kinogespräch. 

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (PDF, ca. 1 MB).

Filmexploratorium: 'Tarantinos surreales Theater der Grausamkeit als postmoderne Popkultur' auf YouTube

 

100 Jahre BLOCKBUSTER – Kinomythen aus der Traumfabrik Hollywood, 1915 bis 2015
(Sommersemester 2015)

Vor genau 100 Jahren veränderte ein überaus erfolgreicher Film die Kinolandschaft: „The Birth of a Nation“ von D.W. Griffith. „Vom Winde verweht“ ist bis heute der Film mit den höchsten Zuschauerzahlen. Und seit Spielbergs „Der weiße Hai“ und „Star Wars“ von George Lucas sind Blockbuster zum Erfolgsmotor der Traumfabrik Hollywood geworden. Doch was genau fasziniert uns und andere an Filmen wie „Die zehn Gebote“, „Doktor Schiwago“ oder „Terminator“? Was macht Filme eigentlich zum massenhaften Erfolg beim Publikum – die Orientierung an uralten Mythologien oder Aktualität, besondere Erzählstrategien oder wirksame „Tiefenthemen“, Genreklischees des „Konfektionsfilms“, zeitgeschichtliche Befindlichkeiten oder einfach raffinierte Marketingstrategie? Jeder Film gibt darauf eine eigene Antwort. Fest steht: In jedem Kitsch, und in jedem Kommerz steckt immer ein Fünkchen Wahrheit. Aber worin liegt es? Die Filmreihe ließ 100 Jahre Filmgeschichte, von 1915 bis heute, Revue passieren und warf dabei einen Blick auf die unterschiedlichsten Genres und Themen, die sehr viele Menschen einst und jetzt fasziniert haben: Filmepos, Historienfilm, Melodram, Thriller, Bibelfilm, Musical, Comicverfilmung, Science Fiction ...

Zu jedem Film gab es eine Mikroeinführung und ein anschließendes Kinogespräch. Begleitend zur Filmreihe wurden ein KIT-Seminar am ZAK, sowie ein öffentliches Seminar der AWWK in der Schauburg angeboten.

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (pdf, ca. 1,4MB).

 

Kubrick Space. Retrospektive Stanley Kubrick
(Wintersemester 2014/2015)

Die Traumfabrik zeigte im Wintersemester 2014/2015 in einer umfassenden Retrospektive Werke des Ausnahmeregisseurs Stanley Kubrick.

Stanley Kubrick ist längst zum Klassiker für nachfolgende Generationen geworden. Seine Filme wie Dr. Strangelove (politische Satire), 2001: A Space Odyssey und Clockwork Orange (Science-Fiction), Shining (Horror), Full Metal Jacket (Anti-Kriegsfilm) oder Eyes Wide Shut (Literaturverfilmung) sind Referenzwerke ihrer jeweiligen Genres. Kubrick war bekannt für seine Vielschichtigkeit und die ästhetische Perfektion. In allen seinen Filmen zeigt sich sein Interesse an der Beobachtung menschlichen Verhaltens in genau abgegrenzten, extremen Situationen.

Am Sonntag, 9. November 2014 begann im Filmtheater Schauburg die Filmreihe Traumfabrik mit einem umfassenden Rückblick auf die Werke des Kult-Regisseurs. Dazu gehören auch seine weniger bekannten, nicht weniger sehenswerten frühen Filme. Zwischen klassischem Hollywood und Postmoderne, längst selbst zu Klassikern für nachfolgende Generationen geworden, bestehen die Filme von Stanley Kubrick auch heute noch jeden Frischetest. Als besonderen Gast erwartete die Traumfabrik Kubricks Schwager Jan Harlan, der am Sonntag, 14. Dezember 2014 in der Schauburg seinen Dokumentarfilm über den Regisseur vorstellte. Hören Sie hier die Berichterstattung des SWR.

"Jan Harlan im Gespräch" auf YouTube ansehen

"Flusser in Kubrick Space. Ein Filmexploratorium" auf YouTube ansehen

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (pdf, ca. 1MB).

 

Helden und Anti-Helden
(Sommersemester 2014)

Clint EastwoodWelche Rolle spielen moralische Wertvorstellungen und politische Ideologien im Film? Und was macht einen Anti-Helden aus? Der erste Teil der TRAUMFABRIK zeigt, 100 Jahre nach Ausbruch des 1. Weltkriegs, wie die Erfahrungen des Krieges in verschiedenen Ländern, zu verschiedenen Epochen der Filmgeschichte und aus verschiedenen Perspektiven dargestellt und verarbeitet wurden. Illusion, Trauma, Desillusionierung und Reflexion des Krieges werden am Beispiel von klassischen Kinofilmen über den 1. Weltkrieg deutlich.

Im zweiten Teil widmete sich die Traumfabrik dem Schauspieler und Regisseur Clint Eastwood, der den Typus des Anti-Helden seit Sergio Leones „Für eine Handvoll Dollar“ neu definiert hat. Seine viel beachteten Filmwerke wie „Erbarmungslos“ oder „Gran Torino“ zeigen, dass sein unverwechselbarer Schauspielstil auch seinen Regiestil geprägt hat. Auch mit 83 Jahren ist Eastwood noch aktiv: seinen neuesten Film "Jersey Boys" stellten wir in einer Vorpremiere am 27. Juli 2014 vor.

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (pdf, ca. 1MB).

 

Themenabend: Wissenschaftliche Forschung und chemische Kriegsführung

Am 9. Juli 2014 veranstaltete der Akademische Filmkreis Karlsruhe e.V. (AFK – Das Kino an der Uni) gemeinsam mit dem ZAK einen THEMENABEND: Wissenschaftliche Forschung und chemische Kriegsführung: Der Nobelpreisträger Fritz Haber im 1. Weltkrieg. Mit Kurzfilm „Haber. The Father of Chemical Warfare“ von Daniel Ragussis, USA 2008.

Einführung von Wolfgang Petroll, Kinogespräch mit Dr. Klaus Nippert, Leiter KIT Archiv und Prof. em. Dr. Ulrich Schindewolf, Institut für Physikalische Chemie, KIT. Moderiert wurde der Abend von Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha.

Weitere Informationen

 

Wir sind Lebowski.
Retrospektive Joel & Ethan Coen 1984 – 2014
(Wintersemester 2013/2014)

Bild der Coen BrüderMit 16 Spielfilmen seit 1984 gehören die Brüder Joel und Ethan Coen zu den herausragenden Filmemachern unserer Zeit. Die mehrfachen Oscar-Gewinner und Schöpfer des Kultfilms „The Big Lebowski“ gelten als außergewöhnliche Drehbuchautoren, Regisseure und Produzenten. Ihr Filmwerk umfasst Komödien („O Brother,Where Art Thou?“), Kriminalgrotesken („Fargo“), Neo-Noir-Filme („Blood Simple“), Spionagesatiren („Burn After Reading“), Western („True Grit“) oder existentialistische Alltagsdramen („The Man Who Wasn’t There“) – oft auch als Mischung der Genres. Die Traumfabrik lädt im Wintersemester 2013/2014 alle Filmfans ein, den Kosmos der Brüder zu erkunden und deren Bestandsaufnahme amerikanischer Subkulturen unter die Lupe zu nehmen. Höhepunkte der Reihe sind die Karlsruher Premiere des neuen Films der Coen-Brüder „Inside Llewyn Davis“, der 2013 beim Filmfestival in Cannes mit dem Grand Prix ausgezeichnet wurde, sowie das Filmexploratorium „Wittgenstein in Coen Country“ im ZKM.

 

 

117 Jahre deutsch-französische Filmbeziehungen
(Sommersemester 2013)

Dass die deutsch-französischen Kulturbeziehungen auf dem Gebiet des Films so alt sind wie das Medium selbst, thematisiert die „Traumfabrik“ im Sommersemester 2013. In der Filmreihe zeigt die Schauburg in Kooperation mit dem ZAK, dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, dem Akademischen Filmkreis Karlsruhe e.V. und der Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung e.V. vor allem solche Filme, deren Geschichten oder Entstehungszusammenhänge Aspekte deutsch-französischer Filmbeziehungen verdeutlichen. Zwischen Mai und Juli 2013 stehen dabei neben Filmklassikern aus verschiedenen Epochen wie Jean Renoirs „La Grande Illusion“ (F 1937) und Max Ophüls ́ „Lola Montez“ (D 1955) unter anderem auch das Filmexploratorium „DADA Paris – Berlin“ mit Peter Weibel, Vorstand des ZKM, und Wolfgang Petroll, Lehrbeauftragtem des ZAK, auf dem Programm.

Weitere Informationen sowie das ausführliche Programm finden Sie hier (pdf)

Zur Videoaufzeichnung Dada: Paris - Berlin

 

Klassische Kinofilme
(Wintersemester 2011/2012)

Die Traumfabrik gibt dieses Mal Einblicke in drei große Bereiche des klassischen Kinofilms. Die ersten sechs Filme, darunter Kubricks „Dr. Seltsam“ und „Matrix“ aus der Feder der Wachowski-Brüder, werfen die Frage nach Zukunftsbildern und Befürchtungen auf. Der nächste Block der Reihe beschäftigt sich mit Filmautoren, die ihre Theorien in Form von Filmen formulierten. Von Sergej Eisensteins einflussreicher Montagetheorie über Jean-Luc Godards Ansatz der Nouvelle Vague bis hin zur Dogma-95-Bewegung kann hier Filmtheorie erlebt werden. Abschließend wendet sich die Traumfabrik dem Phänomen der Kultfilme zu und gibt Beispiele aus verschiedenen Genres. Als würdiger Abschluss erweist sich hier Michael Curtiz` „Casablanca“.

Weitere Informationen sowie das ausführliche Programm finden Sie hier (pdf)

 

 

Kreative Filmästhetik und Nachhaltigkeit im Film
(Wintersemester 2010/2011)

Kinofilme sind keine Wegwerfprodukte, gerade durch sie wird kulturelle Nachhaltigkeit gefördert. Einen Beitrag dazu leistet auch die Schauburg in Zusammenarbeit mit dem ZAK. Der erste Teil der Reihe „In Bildern denken – kreative Filmästhetik“ geht der Frage nach, wie seit mehr als hundert Jahren unsere Kreativität durch Filme angeregt wird. Transkulturelle Einflüsse, etwa bei Quentin Tarantino („Four Rooms“), Jean-Luc Godard („Le mépris“) oder Akira Kurosawa („Träume“), spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Entwicklung eines technoimaginären Medienbewusstseins in Filmen von Fritz Lang („M“), Stanley Kubrick („Shining“) oder David Lynch („Inland Empire“). Im Mittelpunkt des zweiten Teils „Weitere nachhaltige Bewegungen“ stehen Filme, die sich in Debatten und Filmzitaten, bei Experten und Publikum als kulturell nachhaltig erwiesen haben.

Weitere Informationen sowie das ausführliche Programm finden Sie hier (pdf)

 

 

Bild "Watching you": Semmick Photo / bigstock.com