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Filmseminar der AWWK

Ergänzend zum Filmprogramm bietet die Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung Karlsruhe (AWWK) ab 24.06.2016 folgendes Weiterbildungs-Filmseminar an:  Auftragskiller-Filme – Ein neues Filmgenre im Zeichen ökonomischer Anomie

Traumfabrik #11

Programm (PDF ca. 1 MB)

Uni im Kino

Seit Juni 2014 stellt das Karlsruher Filmtheater Schauburg einen Raum für KIT-Seminare des ZAK und der AWWK bereit.
Weitere Informationen

Traumfabrik Schauburg

Filmreihe: Traumfabrik

Traumfabrik #11: Auftragskiller - ein Dienstleistungsberuf im Kinofilm, zwischen Krimi und makabrer Komödie.

Luc Besson: Léon. 1994

 

Filme über Contract Killer, Auftragsmörder, gibt es in verschiedenen Filmgenres: natürlich Krimis, speziell Gangsterfilme (z.B. Wim Wenders „Der amerikanische Freund“), Samuraifilme (Kurosawas „Yojimbo“), Western (Sergio Leones Dollar-Trilogie mit Clint Eastwood) und Komödien („I Hired a Contract Killer“ von Aki Kaurismäki). Seit den 1980er Jahren, seit soziales Verhalten global von wirtschaftlichem Denken dominiert wird, das zu Konflikten mit bisherigen Lebensmodellen und gesellschaftlichen Werten führt, scheinen sich diese Filme wachsender Beliebtheit zu erfreuen: Man denke etwa an „Léon der Profi“ von Luc Besson oder an „Ghost Dog“ von Jim Jarmusch. Während soziologische Untersuchungen über den Auftragsmord eher die Banalität des „Bösen“ zeigen (viele reale Auftragskiller sind schlecht bezahlt oder handeln aus Gefälligkeit), werden Contract Killers im Film dagegen zu mythischen Figuren, oft mit ausgeprägten Wertvorstellungen, oder gar zu Sympathieträgern von tragischer Dimension, die versuchen, sich in einem sozialen Milieu durchzusetzen. Liegt darin „nur“ postmoderne Ironie? Inwieweit handelt es sich um ein Spiegelbild unserer Gesellschaft, mit ihrem rasanten ökonomischen, politischen und sozialen Wandel? Sind Auftragskiller die neuen „Helden der Arbeit“ im Zeitalter der Globalisierung? Sind sie ein Mittel, das Unbehagen am gesellschaftlichen Wandel im Phantasiespiel der Traumfabrik des Kinofilms auszugleichen?

Die elfte Auflage der Filmreihe Traumfabrik präsentiert an ausgewählten Beispielen quer durch die Filmgeschichte eine filmische Typologie der Auftragsmorde und eine Entwicklungsgeschichte des Kinomythos vom Contract Killer. Besonders lädt sie ein zu interkulturellen Vergleichen - Filme aus verschiedenen Ländern (Großbritannien, Japan, Italien, USA, Deutschland, Hongkong, Frankreich, Finnland) zeigen nicht so sehr ihre nationale Differenzen, sondern einen transkulturellen Dialog zwischen den Filmemachern, von Hitchcock bis Tarantino.

Alle Filme mit Mikroeinführung von Wolfgang Petroll (Dozent für Film und Medienästhetik, Lehrbeauftragter am ZAK) sowie anschließendem Kinogespräch. Begleitend werden Filmseminare des ZAK und der AWWK, sowie ein Themenabend im AFK angeboten. Seminarteilnehmer erhalten einen ermäßigten Eintritt zu den Filmen.
 

Beginn: Sonntag, 1. Mai 2016 (Tag der Arbeit) um 15 Uhr
Ort:   SCHAUBURG Karlsruhe, Marienstr.16 

Eine Zusammenarbeit von ZAK und dem Filmtheater SCHAUBURG, AFK - Akademischer Filmkreis Karlsruhe e.V., AWWK - Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung Karlsruhe.

Mit freundlicher Unterstützung der Georg-Fricker-Stiftung.

 

DIE FILME

Änderungen des Programms sind nicht beabsichtigt, müssen wir uns jedoch vorbehalten.
Filmdauer = ungefähre Angabe, die genaue Dauer des Films hängt von der Fassung ab und kann abweichen.

Tag der Arbeit

So 1. Mai - 15 Uhr

Alfred Hitchcock: Dial M for Murder / Bei Anruf Mord – 3D. USA 1954, 105 Min.

Regie: Alfred Hitchcock; Drehbuch: Frederick Knott; Kamera: Robert Burks; Musik: Dimitri Tiomkin. Mit Grace Kelly, Ray Milland, Robert Cummings, Anthony Dawson, John Williams.
Englisches Original – digital rekonstruierte 3D-Fassung.

Auftragsmord in der Familie, nicht mit einem Profi, sondern einem Gelegenheitstäter – eigentlich eine Konstellation wie aus dem Lehrbuch der Kriminalsoziologie. Ungewöhnlich jedoch, daß der Auftraggeber und der Polizei-Inspektor überaus intelligent sind, woraus sich ein höchst spannungsvoller Hitchcock-Thriller ergibt – darüberhinaus der einzige 3D-Film des Master of Suspense, der hier zeigt, wie tödlich Telefonanrufe sein können.
   

So 8. Mai - 15 Uhr

Akira Kurosawa: Yojimbo – Der Leibwächter. Japan 1961, 110 Min.

Regie: Akira Kurosawa; Drehbuch: Ryuzo Kikushima; Kamera: Kazuo Miyagawa, Takao Saito; Musik: Masaru Sato. Mit Toshiro Mifune.

Originalfassung (japanisch) mit deutschen Untertiteln.

Ein stellungsloser Samurai kommt in ein Städtchen, in dem zwei Familien um die Vorherrschaft kämpfen. Mit Sympathie für die geplagten Einwohner und mit nüchternem Zynismus, indem er sich nacheinander von beiden Parteien anwerben läßt, nur um sie gegeneinander auszuspielen, versucht der Samurai, die Lage zu meistern. – Inspiriert von japanischer Geschichte, Western und Krimis der schwarzen Serie (Hammett) schuf Kurosawa einen Meilenstein der Filmgeschichte.
   

Pfingstsonntag

So 15. Mai - 15 Uh

Sergio Leone: Für eine Handvoll Dollar. Italien 1964, 99 Min.

Regie: Sergio Leone; Vorlage: Akira Kurosawa; Kamera: Massimo Dallamano; Musik: Ennio Morricone. Mit Clint Eastwood, Gian Maria Volonté, Marianne Koch, Wolfgang Lukschy, Mario Brega, Sieghardt Rupp, Joseph Egger.

Deutsche Fassung. 35mm-Filmkopie

Der wortkarge, zynische Anti-Held versucht, sich gegen rivalisierende Auftraggeber an der Grenze zwischen den USA und Mexico durchzusetzen - Ohne sich von Urheberrechten beeindrucken zu lassen, schuf Leone ein Remake von Kurosawas Yojimbo, begründete damit ein neues Genre, den Italo-Western, und gab dem Western insgesamt eine neue Richtung. Daneben der Beginn zweier folgenreicher Filmkarrieren: von Ennio Morricone und Clint Eastwood.
   

So 22. Mai - 15 Uhr

Guy Hamilton: James Bond 007 – The Man with the Golden Gun. UK 1974, 125 Min.

Regie: Guy Hamilton; Drehbuch: Richard Maibaum, Tom Mankiewicz; Vorlage: Ian Fleming; Kamera: Ted Moore, Oswald Morris, Musik: John Barry. Mit Roger Moore, Christopher Lee, Britt Ekland, Desmond Llewelyn, Lois Maxwell.

Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

James Bond, der Agent mit Lizenz zum Töten – legalisierter Mord im Auftrag der Regierung – trifft hier auf einen freischaffenden Kollegen mit reicher Schaustellererfahrung und einem ausgesprochenen Sinn für offenen Wettbewerb, verkörpert vom Kultstar der Hammer-Horrorserie, Christopher Lee.
   

So 29. Mai - 15 Uhr

Wim Wenders: Der amerikanische Freund. BRD 1977, 126 Min.

Regie, Drehbuch: Wim Wenders; Vorlage: Patricia Highsmith; Kamera: Robby Müller; Musik: Jürgen Knieper. Mit Dennis Hopper, Bruno Ganz, Lisa Kreuzer, Gérard Blain, Nicholas Ray, Samuel Fuller.

Deutsche Fassung. 4K DCP

Ein biederer Bilderrahmenmacher gerät als Amateur unter Profikiller - Highsmiths subtiler Krimi wird zu einem vielschichtigen Road Movie um Kunstmarktmanipulation, Intrigen, Mordaufträge, Freundschaft und Einsamkeit, Identität in einer entfremdenden Gesellschaft – daneben über europäisch-amerikanische Filmbeziehungen (die Rollen der Gangster werden von Regisseurskollegen gespielt). Wenders internationaler Durchbruch.
   

So 5. Juni - 15 Uhr

John Woo: The Killer. Hongkong 1989, 107 Min.

Regie, Drehbuch: John Woo; Kamera: Peter Pau, Horace Wong; Musik: Lowell Lo. Mit Chow Yun-Fat, Danny Lee, Sally Yeh.

Originalfassung mit englischen Untertiteln

Ein gutherziger Auftragskiller mit ausgeprägtem Berufsethos, der versucht, dem Opfer einer Schießerei zu helfen, ein Polizist nach dem Vorbild des hartgesottenen Detektivs, der sich doch mehr für die Moral des Killers interessiert: beide verkörpern Werte, die in einer Welt skrupelloser Macht- und Gewinnspiele fehl am Platz zu sein scheinen. - Ein Actionfilm aus dem Subgenre der Hongkong-Blutoper, der u.a. Quentin Tarantino tief beeindruckte.
   
Mi 8. Juni - 20 Uhr Themenabend im AFK Uni-Kino, Hertz-Hörsaal am Ehrenhof der Universität, Kaiserstr.
Auftragskiller in der Filmgeschichte - Spiegelbild der globalisierten Gesellschaft? Filmzitate aus einem boomenden Genre. - s. Begleitprogramm
   

So 12. Juni - 15 Uhr

Woody Allen: Crimes and Misdemeanors / Verbrechen und andere Kleinigkeiten USA 1989, 104 Min.

Regie, Drehbuch: Woody Allen; Kamera: Sven Nykvist. Mit Woody Allen, Martin Landau, Mia Farrow, Anjelica Huston, Alan Alda.

Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Ein angesehener Augenarzt läßt seine erpresserische Geliebte von einem Auftragsmörder aus dem Weg schaffen und wird von Gewissensbissen geplagt; und Woody Allen als erfolgloser Dokumentarfilmer gerät mit seinem Schwager, einem Produzenten von Seifenopern, aneinander. – Beide Handlungsstränge entwickeln sich zu einer philosophischen Komödie über den Wert des Lebens, über Schuld und Sühne.
   

So 19. Juni - 15 Uhr

Aki Kaurismäki: I Hired a Contract Killer. Finnland 1990, 79 Min.

Regie, Drehbuch: Aki Kaurismäki; Kamera: Timo Salminen. Mit Jean-Pierre Léaud, Margi Clarke, Kenneth Colley.

Deutsche Fassung. 35mm-Filmkopie

Ein Franzose in London, Opfer der Privatisierungspolitik, verliert seinen Job, versucht erfolglos, sich das Leben zu nehmen, und beauftragt schließlich einen Profi. Doch als er sich unverhofft verliebt, versucht er, den Auftrag rückgängig zu machen. – Lakonische, kafkaeske Tragikomödie, mit Truffauts Star Jean-Pierre Léaud und finnischem Tango, über Identität und Heimatverlust in der globalisierten Welt: „Die Arbeiterklasse hat kein Vaterland.“
   
Fr 24. Juni - 17:30 Uhr Beginn AWWK-Filmseminar Traumfabrik in der Schauburg
Auftragskiller-Filme – Dienstleister, Ich-AG, Held der Arbeit? Ein neues Filmgenre im Zeichen ökonomischer Anomie. - s. Begleitprogramm
6 Termine freitags 17:30 Uhr; Anmeldung: www.awwk-karlsruhe.de
   

So 26. Juni - 15 Uhr

Luc Besson: Léon – Der Profi (Director’s Cut). Frankreich 1994, 127 Min.

Regie: Luc Besson; Kamera: Thierry Arbogast; Musik: Éric Serra. Mit Jean Reno, Gary Oldman, Natalie Portman, Danny Aiello.

Engl. Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Ein junges Mädchen in New York, Opfer korrupter Drogenfahnder, findet Unterschlupf bei einem einsamen französischen Profikiller mit Berufsethos („keine Kinder, keine Frauen“). Das ungleiche Paar tut sich zusammen, kommt aber bald wieder in Konflikt mit dem Drogenkartell. - Romantischer Action-Kultfilm, mit dem Luc Besson und Jean Reno ihren internationalen Durchbruch hatten.
   

So 3. Juli - 15 Uhr

Jim Jarmusch: Ghost Dog – The Way of the Samurai. USA 1999, 116 Min.

Regie, Drehbuch: Jim Jarmusch; Kamera: Robby Müller; Musik: RZA. Mit Forest Whitaker, John Tormey, Henry Silva, Cliff Gorman, Isaach de Bankolé, Tricia Vessey.

Originalfassung mit deutschen Untertiteln – 35mm Filmkopie

Ein schwarzer Rapper, der den Regeln des Hagakure folgt, des Samurai-Kodex aus dem frühen 18. Jh., wird als Auftragskiller in die Konflikte einer Familie von Mafiosi im Rentenalter verwickelt. – Filmpoet Jim Jarmusch folgt den Spuren von Kurosawas Rashomon, um zu zeigen, wie in einer absurden Welt trotz allem menschliche Verständigung möglich ist.
   

So 10. Juli - 15 Uhr

Joel & Ethan Coen: No Country for Old Men. USA 2007, 122 Min.

Regie, Drehbuch: Joel & Ethan Coen; Vorlage: Cormac McCarthy; Kamera: Roger Deakins; Musik: Carter Burwell. Mit Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin, Kelly Macdonald, Woody Harrelson.

Englischsprachige Originalfassung

Ein Kopfgeldjäger mit ebenso eigenwilliger wie gnadenloser Ethik, der Leistungsprinzip und Zufallsentscheidungen höher stellt als den Geist des Kapitalismus, während ein alternder Sheriff resigniert angesichts der blutigen Jagd nach dem Geld – die Zeit der Westernpioniere ist zu Ende, die Zivilisation beginnt, sich unaufhaltsam selbst zu zerstören.
   

So 17. Juli - 15 Uhr

Gustave Kervern & Benoît Delépine: Louise Hires a Contract Killer. F 2008, 94 Min.

Regie, Drehbuch: Gustave Kervern & Benoît Delépine; Kamera: Hugues Poulain; Musik: Gaëtan Roussel. Mit Yolande Moreau, Bouli Lanners, Benoît Poelvoorde.

Originalfassung mit deutschen Untertiteln – 35mm Filmkopie

Als ihre Textilfabrik in Nordfrankreich Pleite gemacht hat, beschließen die Arbeiterinnen, ihre bescheidenen Abfindungen zusammenzulegen um einen Kopfgeldjäger anzuheuern, um den betrügerischen Unternehmer zur Strecke zu bringen. Die Jagd durch Europa führt in eine Steueroase. – Anarchische Komödie mit viel schwarzem Humor.
   

So 24. Juli - 15 Uhr

Quentin Tarantino: Django Unchained. USA 2012, 165 Min.

Regie, Drehbuch: Quentin Tarantino; Kamera: Robert Richardson. Mit Jamie Foxx, Christoph Waltz, Leonardo DiCaprio, Kerry Washington, Samuel L. Jackson.

Englischsprachige Originalfassung – 35mm Filmkopie

Sein neuer Job als Kopfgeldjäger erlaubt es dem befreiten Sklaven Django, ganz legal Weiße zu erschießen und dafür noch bezahlt zu werden – doch die sklavenhaltenden Herrenmenschen wehren sich. Eine (Film-)Geschichtslektion à la Tarantino – blutige Wirklichkeit und schwarzer Humor halten sich die Waage.

 

 


Joel & Ethan Coen: No Country for Old Men. 2007

Begleitprogramm: THEMENABEND

Auftragskiller in der Filmgeschichte - Spiegelbild der globalisierten Gesellschaft?
Filmzitate aus einem boomenden Genre
, präsentiert und kommentiert von Wolfgang Petroll (ZAK)

Der Kinomythos des Auftragskillers hat sich in verschiedenen Filmgenres als erstaunlich wandlungsfähig gezeigt: Arbeitslose Samurai (Ronin) im japanischen Historienfilm, Revolvermänner und Kopfgeldjäger im amerikanischen Western, Festangestellte von Syndikaten und Angehörige von Mafiafamilien in Film Noir und Gangsterfilm, Geheimagent mit staatlicher Lizenz zum Töten usw. Filme über Contract Killer spiegeln den Wandel der globalisierten Gesellschaft wieder: Vom Gelegenheitstäter in Familienkonflikten (Hitchcock), über den existentialistischen Selbstzweifler der „Neuen Wellen“ (Godard, Wenders) bis hin zur Ich-AG mit hohen Renditen im postmodernen Film – Wandlungen eines kriminellen Berufsbilds in anomischen Gesellschaften.

Der Themenabend gibt einen Überblick über ein boomendes, neu zu entdeckendes  Filmgenre, mit zahlreichen Filmausschnitten, von Hitchcock, Wenders, Jarmusch, den Coen Brothers, aber auch von Filmen, die in der Traumfabrik-Reihe nicht gezeigt werden konnten – wer hat schon den späteren US-Präsidenten Ronald Reagan als Gangsterboss gesehen, in Ernest Hemingway’s „The Killers“ von Don Siegel (1964)?

 

ORT: AFK Uni-Kino im Hertz-Hörsaal, Geb. 10.11, Ehrenhof der Universität, Kaiserstr. 12, 76131 Karlsruhe
ZEIT: Mi 8. Juni 2016, 20 Uhr

     
     
 


Wim Wenders: Der amerikanische Freund. 1977

Begleitprogramm: FILMSEMINAR

Auftragskiller-Filme: Dienstleister, Ich-AG, Held der Arbeit? Ein Filmgenre im Zeichen ökonomischer Anomie

Seit den 1980er Jahren, seit  Reagonomics und Thatcherismus, erfreuen sich Filme über Auftragskiller - wie z.B. „Leon der Profi“ von Luc Besson - wachsender Beliebtheit. Mittlerweile sind sie zu einem eigenen Subgenre des Gangsterfilms geworden, zwischen düsterem Krimi und makabrer Komödie, mit gelegentlichen Seitenblicken auf Samurai-Film und (Italo-)Western. Während soziologische Untersuchungen über Auftragsmorde eher die Banalität des „Bösen“ zeigen, werden Contract Killers im Film zu mythischen Figuren, oder gar Sympathieträgern mit tragischen oder tragikomischen Dimensionen. Kann man dieses Paradox als Reaktion auf Anomie (allgemeinen sozialen, ökonomischen, politischen Normwandel) verstehen? Oder als einen Versuch, die gesellschaftlichen Widersprüche im Phantasiespiel des Kinofilms kognitiv zu verarbeiten? Inwieweit kann man diese Filme als Widerspiegelung einer Sozial- und Wirtschaftsordnung sehen, die zunehmend als anomisch und damit als entfremdend empfunden wird? Im Seminar sollen diese und andere Fragen anhand sechs ausgewählter Filme aus der Filmreihe „Traumfabrik“ untersucht werden. Der Besuch der Filmreihe wird empfohlen (ermäßigter Eintritt für Seminarteilnehmer/innen). 

 

ORT: Filmtheater Schauburg, Marienstr. 16, 76137 Karlsruhe
ANMELDUNG zum Filmseminar: www.awwk-karlsruhe.de
ZEIT: Fr 17:30-19:00 Uhr; 6 Termine (Doppelstunden) 24.6. / 1.7. / 8.7. / 15.7. / 22.7. / 29.7. 2016

 

 

TERMINÜBERSICHT 2016

Tag der Arbeit

So 1. Mai -
15 Uhr

Alfred Hitchcock: Dial M for Murder / Bei Anruf Mord – 3D. USA 1954, 105 Min.

Mit Grace Kelly, Ray Milland. - Englisches Original, digital rekonstruierte 3D-Fassung

So 8. Mai -
15 Uhr

 

Akira Kurosawa: Yojimbo – Der Leibwächter. Japan 1961, 110 Min.

Mit Toshiro Mifune. - Originalfassung (japanisch) mit deutschen Untertiteln

Pfingstsonntag

So 15. Mai -
15 Uhr

Sergio Leone: Für eine Handvoll Dollar. Italien 1964, 99 Min.

Mit Clint Eastwood, Gian Maria Volonté. - Deutsche Fassung, 35mm-Filmkopie

So 22. Mai -
15 Uhr

 

Guy Hamilton: James Bond 007 – The Man with the Golden Gun. UK 1974, 125 Min.

Mit Roger Moore, Christopher Lee, Britt Ekland. - Original mit deutschen Untertiteln

So 29. Mai -
15 Uhr

 

Wim Wenders: Der amerikanische Freund. BRD 1977, 126 Min.

Mit Dennis Hopper, Bruno Ganz. - Deutsche Fassung, 4K DCP

So 5.Juni -
15 Uhr

 

John Woo: The Killer. Hongkong 1989, 107 Min.

Mit Chow Yun-Fat. - Originalfassung mit englischen Untertiteln

Mi 8. Juni -
20 Uhr

Themenabend im AFK Uni-Kino, Hertz-Hörsaal, Ehrenhof der Universität, Kaiserstr.
Auftragskiller in der Filmgeschichte - Spiegelbild der globalisierten Gesellschaft? Filmzitate aus einem boomenden Genre. - s. Begleitprogramm

So 12. Juni -
15 Uhr

 

Woody Allen: Crimes and Misdemeanors. USA 1989, 104 Min.

Mit Woody Allen, Martin Landau, Alan Alda. - Original mit deutschen Untertiteln

So 19. Juni -
15 Uhr

 

Aki Kaurismäki: I Hired a Contract Killer. Finnland 1990, 79 Min.

Mit Jean-Pierre Léaud. - Deutsche Fassung, 35mm-Filmkopie

Fr 24. Juni - 17:30 Uhr

Beginn AWWK-Filmseminar Traumfabrik in der Schauburg – s. Begleitprogramm
Auftragskiller-Filme – Dienstleister, Ich-AG, Held der Arbeit? Ein neues Filmgenre im Zeichen ökonomischer Anomie. - Anmeldung: www.awwk-karlsruhe.de

So 26. Juni -
15 Uhr

 

Luc Besson: Léon – Der Profi (Director’s Cut). Frankreich 1994, 127 Min.

Mit Jean Reno, Gary Oldman, Natalie Portman. –Engl. Original mit dt. Untertiteln

So 3. Juli -
15 Uhr

 

Jim Jarmusch: Ghost Dog – The Way of the Samurai. USA 1999, 116 Min.

Mit Forest Whitaker. Originalfassung mit deutschen Untertiteln, 35mm Filmkopie

So 10. Juli -
15 Uhr

 

Joel & Ethan Coen: No Country for Old Men. USA 2007, 122 Min.

Mit Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin. – Engl. Originalfassung

So 17. Juli -
15 Uhr

 

Gustave Kervern & Benoît Delépine: Louise Hires a Contract Killer. F 2008, 94 Min.

Mit Yolande Moreau. - Originalfassung mit deutschen Untertiteln, 35mm Filmkopie

So 24. Juli -
15 Uhr

 

Quentin Tarantino: Django Unchained. USA 2012, 165 Min.

Mit Jamie Foxx, Christoph Waltz, Leonardo DiCaprio. - Dt. Fassung, 35mm Filmkopie

Filmreihe kuratiert von Wolfgang Petroll und Herbert Born.
 

ZEIT (falls nicht anders angegeben):  Sonntags 15:00 Uhr
ORT (falls nicht anders angegeben):  Filmtheater Schauburg, Karlsruhe, Marienstr. 16
EINTRITT Schauburg:                                     € 8,- / Studierende ermäßigt € 7,- /Seminarteilnehmer € 5,-

 





  

 

Vergangene Traumfabrik-Reihen

 

TARANTINO UNCHAINED
Retrospektive Quentin Tarantino 1992-2016
(Wintersemester 2015/2016)

Man konstruiere einen nicht allzu einfachen Handlungsverlauf, lasse die Personen darin sich frei entfalten und mische das Ganze mit dem Bestand einer gut sortierten Videothek – so könnte das Rezept zu einem typischen Tarantino-Film lauten. Jeder seiner Filme trägt Erinnerungen an Dutzende anderer in sich und hat dennoch seine eigene ganz typische Handschrift – ein Stil, der Fans begeistert, und manchen Kritikern zu blutig erscheint. Seit seinem ersten Film „Reservoir Dogs“, spätestens aber seit der Goldenen Palme 1994 für „Pulp Fiction“, hat Quentin Tarantino Kultstatus als Regisseur, Drehbuchautor (2 Oscars, 3 Nominierungen) und Schauspieler. Die bevorstehende Premiere seines neuen Films „The Hateful 8“ (am So 31. Januar 2016 in der Schauburg) bietet eine willkommene Gelegenheit, dem Ausnahmetalent unsere 10. Traumfabrik zu widmen. In einer umfassenden Retrospektive wird sein filmisches Gesamtwerk vorgestellt. Dazu gehören auch Filme, an denen er als Drehbuchautor mitwirkte – für Oliver Stone („Natural Born Killers“) oder Robert Rodriguez („From Dusk Till Dawn“).

Tarantinos Filme zeichnen sich aus durch intime Kenntnis filmgeschichtlicher Traditionen, nicht nur des Mainstream oder der Filmkunst, sondern auch des Exploitation-Kinos („Jackie Brown“, „Death Proof“). Seine Perspektive ist transkulturell; sie umfasst nicht nur Hollywood, sondern auch europäische und fernöstliche Kulturen („Kill Bill“), sie stellt Subkulturen neben Hochkultur und Pop. Sprachwitz steht gleichberechtigt neben Action, Szenen unbeschönigter Gewalt verbinden sich mit Sarkasmus und schwarzem Humor. Dabei hat er neue Erzählformen entwickelt, aber auch die Auseinandersetzung mit politischen Tabuthemen wie Holocaust oder Sklaverei nicht gescheut („Inglourious Basterds“, „Django Unchained“). In seinen Filmen, die verdrängte Gewalt explizit machen, dringt immer wieder das Alltägliche und Absurde ein.

Alle Filme mit Mikroeinführung von Wolfgang Petroll (Dozent für Film und Medienästhetik, Lehrbeauftragter am ZAK) sowie anschließendem Kinogespräch. 

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (PDF, ca. 1 MB).

Filmexploratorium: 'Tarantinos surreales Theater der Grausamkeit als postmoderne Popkultur' auf YouTube

 

100 Jahre BLOCKBUSTER – Kinomythen aus der Traumfabrik Hollywood, 1915 bis 2015
(Sommersemester 2015)

Vor genau 100 Jahren veränderte ein überaus erfolgreicher Film die Kinolandschaft: „The Birth of a Nation“ von D.W. Griffith. „Vom Winde verweht“ ist bis heute der Film mit den höchsten Zuschauerzahlen. Und seit Spielbergs „Der weiße Hai“ und „Star Wars“ von George Lucas sind Blockbuster zum Erfolgsmotor der Traumfabrik Hollywood geworden. Doch was genau fasziniert uns und andere an Filmen wie „Die zehn Gebote“, „Doktor Schiwago“ oder „Terminator“? Was macht Filme eigentlich zum massenhaften Erfolg beim Publikum – die Orientierung an uralten Mythologien oder Aktualität, besondere Erzählstrategien oder wirksame „Tiefenthemen“, Genreklischees des „Konfektionsfilms“, zeitgeschichtliche Befindlichkeiten oder einfach raffinierte Marketingstrategie? Jeder Film gibt darauf eine eigene Antwort. Fest steht: In jedem Kitsch, und in jedem Kommerz steckt immer ein Fünkchen Wahrheit. Aber worin liegt es? Die Filmreihe ließ 100 Jahre Filmgeschichte, von 1915 bis heute, Revue passieren und warf dabei einen Blick auf die unterschiedlichsten Genres und Themen, die sehr viele Menschen einst und jetzt fasziniert haben: Filmepos, Historienfilm, Melodram, Thriller, Bibelfilm, Musical, Comicverfilmung, Science Fiction ...

Zu jedem Film gab es eine Mikroeinführung und ein anschließendes Kinogespräch. Begleitend zur Filmreihe wurden ein KIT-Seminar am ZAK, sowie ein öffentliches Seminar der AWWK in der Schauburg angeboten.

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (pdf, ca. 1,4MB).

 

Kubrick Space. Retrospektive Stanley Kubrick
(Wintersemester 2014/2015)

Die Traumfabrik zeigte im Wintersemester 2014/2015 in einer umfassenden Retrospektive Werke des Ausnahmeregisseurs Stanley Kubrick.

Stanley Kubrick ist längst zum Klassiker für nachfolgende Generationen geworden. Seine Filme wie Dr. Strangelove (politische Satire), 2001: A Space Odyssey und Clockwork Orange (Science-Fiction), Shining (Horror), Full Metal Jacket (Anti-Kriegsfilm) oder Eyes Wide Shut (Literaturverfilmung) sind Referenzwerke ihrer jeweiligen Genres. Kubrick war bekannt für seine Vielschichtigkeit und die ästhetische Perfektion. In allen seinen Filmen zeigt sich sein Interesse an der Beobachtung menschlichen Verhaltens in genau abgegrenzten, extremen Situationen.

Am Sonntag, 9. November 2014 begann im Filmtheater Schauburg die Filmreihe Traumfabrik mit einem umfassenden Rückblick auf die Werke des Kult-Regisseurs. Dazu gehören auch seine weniger bekannten, nicht weniger sehenswerten frühen Filme. Zwischen klassischem Hollywood und Postmoderne, längst selbst zu Klassikern für nachfolgende Generationen geworden, bestehen die Filme von Stanley Kubrick auch heute noch jeden Frischetest. Als besonderen Gast erwartete die Traumfabrik Kubricks Schwager Jan Harlan, der am Sonntag, 14. Dezember 2014 in der Schauburg seinen Dokumentarfilm über den Regisseur vorstellte. Hören Sie hier die Berichterstattung des SWR.

"Jan Harlan im Gespräch" auf YouTube ansehen

"Flusser in Kubrick Space. Ein Filmexploratorium" auf YouTube ansehen

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (pdf, ca. 1MB).

 

Helden und Anti-Helden
(Sommersemester 2014)

Clint EastwoodWelche Rolle spielen moralische Wertvorstellungen und politische Ideologien im Film? Und was macht einen Anti-Helden aus? Der erste Teil der TRAUMFABRIK zeigt, 100 Jahre nach Ausbruch des 1. Weltkriegs, wie die Erfahrungen des Krieges in verschiedenen Ländern, zu verschiedenen Epochen der Filmgeschichte und aus verschiedenen Perspektiven dargestellt und verarbeitet wurden. Illusion, Trauma, Desillusionierung und Reflexion des Krieges werden am Beispiel von klassischen Kinofilmen über den 1. Weltkrieg deutlich.

Im zweiten Teil widmete sich die Traumfabrik dem Schauspieler und Regisseur Clint Eastwood, der den Typus des Anti-Helden seit Sergio Leones „Für eine Handvoll Dollar“ neu definiert hat. Seine viel beachteten Filmwerke wie „Erbarmungslos“ oder „Gran Torino“ zeigen, dass sein unverwechselbarer Schauspielstil auch seinen Regiestil geprägt hat. Auch mit 83 Jahren ist Eastwood noch aktiv: seinen neuesten Film "Jersey Boys" stellten wir in einer Vorpremiere am 27. Juli 2014 vor.

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (pdf, ca. 1MB).

 

Themenabend: Wissenschaftliche Forschung und chemische Kriegsführung

Am 9. Juli 2014 veranstaltete der Akademische Filmkreis Karlsruhe e.V. (AFK – Das Kino an der Uni) gemeinsam mit dem ZAK einen THEMENABEND: Wissenschaftliche Forschung und chemische Kriegsführung: Der Nobelpreisträger Fritz Haber im 1. Weltkrieg. Mit Kurzfilm „Haber. The Father of Chemical Warfare“ von Daniel Ragussis, USA 2008.

Einführung von Wolfgang Petroll, Kinogespräch mit Dr. Klaus Nippert, Leiter KIT Archiv und Prof. em. Dr. Ulrich Schindewolf, Institut für Physikalische Chemie, KIT. Moderiert wurde der Abend von Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha.

Weitere Informationen

 

Wir sind Lebowski.
Retrospektive Joel & Ethan Coen 1984 – 2014
(Wintersemester 2013/2014)

Bild der Coen BrüderMit 16 Spielfilmen seit 1984 gehören die Brüder Joel und Ethan Coen zu den herausragenden Filmemachern unserer Zeit. Die mehrfachen Oscar-Gewinner und Schöpfer des Kultfilms „The Big Lebowski“ gelten als außergewöhnliche Drehbuchautoren, Regisseure und Produzenten. Ihr Filmwerk umfasst Komödien („O Brother,Where Art Thou?“), Kriminalgrotesken („Fargo“), Neo-Noir-Filme („Blood Simple“), Spionagesatiren („Burn After Reading“), Western („True Grit“) oder existentialistische Alltagsdramen („The Man Who Wasn’t There“) – oft auch als Mischung der Genres. Die Traumfabrik lädt im Wintersemester 2013/2014 alle Filmfans ein, den Kosmos der Brüder zu erkunden und deren Bestandsaufnahme amerikanischer Subkulturen unter die Lupe zu nehmen. Höhepunkte der Reihe sind die Karlsruher Premiere des neuen Films der Coen-Brüder „Inside Llewyn Davis“, der 2013 beim Filmfestival in Cannes mit dem Grand Prix ausgezeichnet wurde, sowie das Filmexploratorium „Wittgenstein in Coen Country“ im ZKM.

 

 

117 Jahre deutsch-französische Filmbeziehungen
(Sommersemester 2013)

Dass die deutsch-französischen Kulturbeziehungen auf dem Gebiet des Films so alt sind wie das Medium selbst, thematisiert die „Traumfabrik“ im Sommersemester 2013. In der Filmreihe zeigt die Schauburg in Kooperation mit dem ZAK, dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, dem Akademischen Filmkreis Karlsruhe e.V. und der Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung e.V. vor allem solche Filme, deren Geschichten oder Entstehungszusammenhänge Aspekte deutsch-französischer Filmbeziehungen verdeutlichen. Zwischen Mai und Juli 2013 stehen dabei neben Filmklassikern aus verschiedenen Epochen wie Jean Renoirs „La Grande Illusion“ (F 1937) und Max Ophüls ́ „Lola Montez“ (D 1955) unter anderem auch das Filmexploratorium „DADA Paris – Berlin“ mit Peter Weibel, Vorstand des ZKM, und Wolfgang Petroll, Lehrbeauftragtem des ZAK, auf dem Programm.

Weitere Informationen sowie das ausführliche Programm finden Sie hier (pdf)

Zur Videoaufzeichnung Dada: Paris - Berlin

 

Klassische Kinofilme
(Wintersemester 2011/2012)

Die Traumfabrik gibt dieses Mal Einblicke in drei große Bereiche des klassischen Kinofilms. Die ersten sechs Filme, darunter Kubricks „Dr. Seltsam“ und „Matrix“ aus der Feder der Wachowski-Brüder, werfen die Frage nach Zukunftsbildern und Befürchtungen auf. Der nächste Block der Reihe beschäftigt sich mit Filmautoren, die ihre Theorien in Form von Filmen formulierten. Von Sergej Eisensteins einflussreicher Montagetheorie über Jean-Luc Godards Ansatz der Nouvelle Vague bis hin zur Dogma-95-Bewegung kann hier Filmtheorie erlebt werden. Abschließend wendet sich die Traumfabrik dem Phänomen der Kultfilme zu und gibt Beispiele aus verschiedenen Genres. Als würdiger Abschluss erweist sich hier Michael Curtiz` „Casablanca“.

Weitere Informationen sowie das ausführliche Programm finden Sie hier (pdf)

 

 

Kreative Filmästhetik und Nachhaltigkeit im Film
(Wintersemester 2010/2011)

Kinofilme sind keine Wegwerfprodukte, gerade durch sie wird kulturelle Nachhaltigkeit gefördert. Einen Beitrag dazu leistet auch die Schauburg in Zusammenarbeit mit dem ZAK. Der erste Teil der Reihe „In Bildern denken – kreative Filmästhetik“ geht der Frage nach, wie seit mehr als hundert Jahren unsere Kreativität durch Filme angeregt wird. Transkulturelle Einflüsse, etwa bei Quentin Tarantino („Four Rooms“), Jean-Luc Godard („Le mépris“) oder Akira Kurosawa („Träume“), spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Entwicklung eines technoimaginären Medienbewusstseins in Filmen von Fritz Lang („M“), Stanley Kubrick („Shining“) oder David Lynch („Inland Empire“). Im Mittelpunkt des zweiten Teils „Weitere nachhaltige Bewegungen“ stehen Filme, die sich in Debatten und Filmzitaten, bei Experten und Publikum als kulturell nachhaltig erwiesen haben.

Weitere Informationen sowie das ausführliche Programm finden Sie hier (pdf)