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Christine Karl
Sekretariat
Christine Karl, M.A.
Studium Generale AWWK

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Ines Bott
Ansprechpartnerin
Ines Bott, M.A.
Koordination Lehre

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Bausteine Begleitstudium

Begleitstudium Angewandte Kulturwissenschaft: Die Bausteine im Überblick

BS 1 Technik & Verantwortung

Wertewandel/Verantwortungsethik, Technikentwicklung/Technikgeschichte, Allgemeine Ökologie, Nachhaltigkeit

Als besondere Aufgabe an einer Technischen Hochschule gelten die Vermittlung eines gesellschaftlich verantwortungsvollen Umgangs mit technischen Entwicklungen und die Reflexion über Technikfolgen. Veranstaltungen dieses Bereichs bieten grundlegende Einführungen in Positionen der Ethik, Auseinandersetzungen mit Wert- und Normenkonflikten sowie die Analyse des Wertewandels in den gesellschaftlichen Systemen der Technik, der Wirtschaft und der Wissenschaft. Aspekte von Nachhaltigkeit und Technikfolgen können in Veranstaltungen zu Technikgeschichte, zu Steuerung des technischen Wandels oder zu nachhaltiger Technologiepolitik ebenso vertieft werden wie in Seminaren zur Kulturökonomik, in denen die Zusammenhänge zwischen Ökonomie und Ökologie sowie deren kulturelle und soziale Bedingtheit untersucht werden. Die Veranstaltungen greifen aktuelle umweltpolitische Fragen und Technikdiskurse auf und ermöglichen Studierenden, einen reflektierten und gesellschaftlich verantwortungsvollen Wissenshorizont zu erwerben.

 

BS 2 Doing Culture

Kulturwissenschaft, Kulturmanagement, Kreativwirtschaft, Kulturinstitutionen, Kulturpolitik

Kulturwissenschaft basiert als relativ junge Disziplin einerseits auf traditionell geistes- und sozialwissenschaftlichen Theorien, bildete andererseits aber auch eigene Theorien, Methoden und Begrifflichkeiten aus, deren Kenntnis besonders bei einer Arbeit mit dem erweiterten Kulturbegriff, wie er am ZAK vertreten wird, notwendig ist. Zur Anwendung kommen soll das kulturwissenschaftliche Handwerkszeug in allen Bausteinen. Doing Culture verbindet die theoretischen Grundlagen mit der praktischen Umsetzung. In Veranstaltungen, in denen die Praxis von Kulturangeboten im Vordergrund steht und in denen Expertinnen und Experten aus dem Kulturmanagement und verschiedenen Kulturinstitutionen, wie z.B. Theater, Museen, Bibliotheken sowie aus dem breiten Bereich der Kreativwirtschaft die praktische Seite der Umsetzung und Vermittlung von Kunst und Kultur vorstellen. Kultur wird so im Sinne der angewandten Kulturwissenschaft auch als Berufsfeld und wirtschaftlicher Standortfaktor erfahrbar. Praxisbezogene Projektseminare ermöglichen das anwendungsorientierte Erlernen von methodischen und operativen Grundlagen kulturspezifischer Prozesse wie Konzeption, Projektmanagement, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Zudem bieten Seminare zur Kulturpolitik Deutschlands, der Europäischen Union und anderer Länder Einblicke in die gesetzlichen, politischen und verwaltungsmäßigen Zusammenhänge und geben Auskunft über die Akteure und die Rahmenbedingungen ihres Handelns z.B. im föderalen oder zentralistischen Kontext eines Nationalstaates.

 

BS 3 Medien & Ästhetik

Kulturästhetik, Medienkommunikation

Kenntnisse über Wirkungs- und Funktionsweisen von Medien zählen im heutigen Medienzeitalter und im Zuge der globalen Digitalisierung zu einer der wichtigsten Kompetenzen, um zu kommunizieren und Medienprodukte sinnvoll nutzen und verstehen zu können. Das Erlernen eines verantwortungsvollen und kompetenten Umgangs mit Wissen und Informationen spielt dabei eine Rolle, wie auch Kenntnisse über die Funktionsweisen der heutigen Wissensgesellschaft. Themen der Veranstaltungen sind zudem die historische Entwicklung der Medienkommunikation ebenso wie die Analyse medialer Produkte auf technischer wie auch auf ästhetischer Ebene. Dabei werden gesellschaftlich relevante Zusammenhänge wie der Wandel der technischen Grundlagen von Medienkommunikation, Globalisierung, Deregulierung, Ökonomisierung und die Bedeutung von Medien im politischen Handeln untersucht und die kulturellen Bedingungen von sozialen Netzwerken und Identitäten im Zeitalter der Digitalisierung. Wie kann unter diesen Bedingungen verantwortungsvoll mit Wissen umgegangen werden? Zum anderen werden in Veranstaltungen kulturästhetische Fragestellungen behandelt, da sich die Analyse von Medieninhalten oft über mediale Kontexte hinaus in Kunstgeschichte und Kunstwissenschaft erstrecken. Ausgewählte historische und aktuelle Texte und Fragestellungen dienen als Einstieg in die theoretischen Grundlagen kulturpolitischer Praxis und kultureller Institutionen.

 

BS 4 Lebenswelten

Kultursoziologie, Kulturerbe, Architektur und Stadtplanung, Arbeitswissenschaft

Kultur ist geprägt durch die Kontexte, in denen sie entsteht, sich formt und verändert. Die Erforschung von Kultur ist auch die Untersuchung von gesellschaftlichem Wandel, von Traditionen, Monumenten, Bauwerken, von Plänen und Institutionen. Die Kontexte, in denen Menschen Kultur entwerfen, erzeugen, zerstören, bewahren und verwalten sind der Gegenstand von so unterschiedlichen Disziplinen wie der Soziologie, der Architektur und Baugeschichte und der Arbeitswissenschaft. Die Seminare des Bausteins vermitteln Einsichten in Schlüsselthemen menschlicher Lebenswelten, wie z.B. die Veränderung der Arbeitswelt durch die Technisierung und Digitalisierung in Zeiten globalisierter Arbeitsmärkte, aber auch neue Managementformen und die Personalpolitik im gesellschaftlichen und unternehmenspolitischen Prozess. Es werden klassisch kultursoziologische Themen rund um gender, race, class, age ebenso behandelt wie die Grundlagen der Stadtplanung, Ökonomie und Leitbilder der heutigen Stadt und die bauliche Umwelt und ihre kulturellen, sozialen und ökologischen Bedingungen des Gelingens.

 

BS 5 Global Cultures

Multikulturalität/Interkulturalität/Transkulturalität, Wissenschaft und Kultur

Im Zeitalter von Globalisierung und weltweiter Migration gewinnen Fragen und Probleme interkultureller Kommunikation und interkulturellen Zusammenlebens immer mehr an Bedeutung. Besonders Stadtgesellschaften stehen vor der Aufgabe, das Miteinander von Kulturen und kulturelle Konflikte zu meistern, aber auch das Potenzial der Multikulturalität zu fördern und auszuschöpfen. Wesentlich kommt dabei die Veränderung von Werten und Normen von Minderheiten und Aufnahmegesellschaft in den Blick. An der Praxis des interkulturellen Austauschs orientierte Veranstaltungen vermitteln Basiskompetenzen der Interkulturellen Kommunikation. Vertiefend können Veranstaltungen zu Landeskunde verschiedener Nationen und Regionen belegt werden sowie zu aktuellen Problemstellungen der Globalisierung. Wie kann sich eine Zivilgesellschaft multikulturell friedlich konstituieren und gesellschaftlich verantwortungsvolle, nachhaltige Entwicklungen fördern, in denen kulturelle Werte berücksichtigt werden? In diesem Baustein wird auch reflektierend in einem erweiterten Verständnis von Interkulturalität über das Verhältnis von Wissenschaft und Kultur gearbeitet, d.h. über die wissenschaftsinternen Funktionsweisen, über Fremd- und Eigenwahrnehmung der Disziplinen, über Möglichkeiten der Trans- und Interdisziplinarität sowie über Wissenschaftsgeschichte und ihre Paradigmenwechsel.