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Christine Mielke
Ansprechpartnerin
Dr. Christine Mielke
Öffentliche Wissenschaft, Koordination Begleitstudium Angewandte Kulturwissenschaft

christine mielkeNnr5∂kit edu
Tel.: 0721-608-46920

Anmeldung

Gasthörer und Weiterbildungs-Interessierte können sich über die AWWK zur Ringvorlesung anmelden!

Weitere Informationen

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Ringvorlesung: Angewandte Kulturwissenschaft

Angewandte Kulturwissenschaft am ZAK versteht sich als ein breites Spektrum kulturwissenschaftlicher, praxisorientierter Themen. In der Vorlesung werden Sitzung für Sitzung die verschiedenen kulturwissenschaftlichen Disziplinen und Schwerpunktthemen erläutert, wie sie in den Studienbausteinen des Begleitstudiums Angewandte Kulturwissenschaft verankert sind. Renommierte Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis stellen anschaulich ihre Arbeitsgebiete und Forschungsthemen vor und geben so detailliert Einblick in die einzelnen Aufgabenfelder der Angewandten Kulturwissenschaft. Die Vorlesung wird angeleitet und moderiert von Dr. Christine Mielke, jede Sitzung bietet zudem ausreichend Raum für Fragen an die Dozentinnen und Dozenten und für die Diskussion des jeweiligen Themas.

Die Ringvorlesung findet jeweils im Wintersemester, immer montags, statt.

In der Ringvorlesung ‚Einführung in die Angewandte Kulturwissenschaft‘ können Schlüsselqualifikationsscheine für 3 LP (ECTS) erworben werden.

 
Montags 15.45 Uhr – 17.15 Uhr, Geb. 10.81, Engesser-Hörsaal, Raum 93
KIT Campus Süd, Otto-Ammann-Platz 1
 
 
24. Oktober 2016 
Dr. Christine Mielke
Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, ZAK
Einführung in die Angewandte Kulturwissenschaft
Im Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm von 1846 wird der Begriff ‚Kultur‘ nicht aufgeführt – seine Erfolgsgeschichte setzt erst kurz darauf ein und erlebt seinen Höhepunkt im heute wirksamen ‚Cultural Turn‘. In der Auftaktvorlesung zur Einführung in die Angewandte Kulturwissenschaft soll basal diskutiert werden, was Kultur eigentlich ist, was Kulturwissenschaften sind und warum auch der Kulturbeutel in diesem Rahmen Erwähnung finden sollte.
 
7. November 2016 
Dr. Susanne Asche 
Leiterin des Kulturamts Karlsruhe
Kunst und Kultur in der Stadt. Kulturpolitische Strategien der Stadtentwicklung
Seit einigen Jahren werden auf Bundes- Landes-, und Kommunalebene kulturpolitische Leitlinien entwickelt, in denen mit Blick auf die gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen Strategien für die zukünftige Kunst-, Bildungs- und Kulturförderung formuliert werden. Kulturpolitik wird dabei als gesamtgesellschaftliche Politik definiert, die Schnittstellen zu fast allen anderen politischen  Feldern aufweist.
Die Stadt Karlsruhe erarbeitete in den letzten drei Jahren ein solches Konzept, das die derzeitigen kulturpolitischen Diskussionen aufgreift, auf die spezifische Karlsruher Situation abbildet und das im Mai diesen Jahres vom Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde.
In der Vorlesung werden das Konzept, das Vorgehen bei  dessen Erstellung und die Einbettung in die gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen vorgestellt und diskutiert.
Zu finden unter:
 
14. November 2016 
Dr. Oliver Langewitz
Kulturmanager, Pressesprecher Heimattage Baden-Württemberg 2017
Heimattage Baden-Württemberg 2017: Karlsruhe beschäftigt sich als erste Großstadt mit dem Heimatbegriff
Heimat – ein Ort, ein Gefühl, eine Stadt? So bunt wie das Leben in der Großstadt, so vielfältig ist auch unser Verständnis von „Heimat“. Die Heimattage Karlsruhe greifen diese Facetten auf und feiern ein lebendiges Fest zwischen Tradition und Moderne. Mit Karlsruhe werden die Heimattage Baden-Württemberg 2017 in der bisher größten Stadt des Landes ausgerichtet. Kein Wunder, dass die Heimattage Karlsruhe neue Wege gehen. Der Pressesprecher der Heimattage Baden-Württemberg und Soziologe Dr. Oliver Langewitz stellt das geplante Programm vor und erläutert die zentralen Zielsetzungen der Landesveranstaltung.
 
 
21. November 2016
Prof. Dr. Thomas Wägenbaur
Universität Stuttgart
Visuelle Kommunikation 
In der visuellen Kommunikation und Kultur gehen wir auf vielfältige Weise mit Täuschungen um. Der Vortrag, zu dem ein Seminar gehört, kann nur andeuten, inwiefern wir einerseits passiv Täuschungen unterworfen sind und anderseits selbst aktiv täuschen. Es muß von der visuellen Sinneswahrnehmung ausgegangen werden, z.B. auf die semiotische Arbeit am Bild eingegangen werden und schließlich eine Kritik des medialen Bildes geleistet werden.  Auf jeder Ebene ihrer Prozessualisierung sind Bilder ambivalent. Dem sind wir u.U. ausgeliefert, das setzen wir aber auch oft genug in Szene. Wir sind also unserem neurologischen Apparat verhaftet, aber genauso auch technisch implementierten Bildregimen und letztlich auch der digital verfügbar gemachten Zirkulation der Bilder. Dennoch sind wir uns unserer physiologischen Grenzen bewußt und können sichtbar machen, was der Wahrnehmung sonst unsichtbar bliebe, wir verfertigen Bilder unter ganz bestimmten Intentionen mit Techniken, deren Wirkung wir bewußt ausnutzen und schließlichwir arbeiten unentwegt an der Entlarvung vorgeblich eindeutiger Bilder und decken kritisch deren Künstlichkeit auf. So reicht die Bandbreite der Beispiele unter anderem von optischen Täuschungen zum Trompe-l’oeil der Kunst, zur Werbung, zur künstlichen Realität und zur „visually augmented reality“ im Alltag.

 
28. November 2016
Jan Linders 
Badisches Staatstheater Karlsruhe
Ein offenes Theater für eine offene Gesellschaft
Als im 18. und 19. Jahrhundert in Deutschland vom Adel oder der bürgerlichen Gesellschaft Stadttheater errichtet wurden, schmückte man die Giebel oft mit der Widmung „Dem Wahren Schönen Guten“. Theater, zumal im Bereich Schauspiel, waren Orte der Selbstverständigung der Kulturnation, bevor Deutschland Staatsnation wurde. In der letzten Spielzeit haben viele Theater ein „Refugees Welcome“-Transparent vor ihre Fassade gehängt. Lässt sich daraus ein Bedeutungswandel ableiten? Welche Rolle kann das Theater mit seinen Künsten und seinen Architekturen heute in einer sich interkulturell wandelnden und immer diverseren Gesellschaft spielen? Als Museum? Als Labor? Welcher Strategien, welcher Formate, welcher Narrative bedarf es, um das Theater transkulturell zu öffnen?
 
 
5. Dezember 2016
Dr. Andreas Wagenknecht
Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft, Mannheim
Filmgenres als Verständigungsbegriffe. Medienkommunikation zwischen Filmproduktion, Verleih und Zuschauer
Wenn wir lachen wollen, schauen wir uns eine Komödie an. Wollen wir uns gruseln, wählen wir einen Horrorfilm. Egal ob in Kinoankündigungen, auf DVD-Covern oder in Programmzeitschriften, Filme werden kategorisiert, um über Genrebezeichnungen auf ihren Inhalt zu verweisen und dem Rezipienten auf diese Weise eine Auswahlentscheidung an die Hand zu geben. Doch das Genre als ein Kommunikationsbegriff  spricht nicht nur zum potentiellen Zuschauer, es schafft auch eine Verständigung während der Produktion eines Films, da es von Anfang an klar macht, wie ein Regisseur seinen Film anlegen muss, will er beispielsweise einen erfolgreichen Horrorfilm produzieren. Der Filmverleih wiederum nutzt die Genrebezeichnung, um den Film im Anschluss gewinnbringend zu vermarkten. 
Wie diese Kommunikation genau erfolgt, weshalb alles miteinander zusammenhängt und warum und wie der Zuschauer letztlich auch mit dem Film kommuniziert und somit einen Einfluss darauf hat, was ein Filmgenre definiert, ist Gegenstand des Vortrags.
 
 
12. Dezember 2016
Dr. Volkmar Baumgärtner
Regionalverband Mittlerer Oberrhein
Die Kultur der Ökologie 
"Ökologisch" ist heute für die meisten ein gängiger und vor allem positiv besetzter Begriff. Warum eigentlich? Wie konnte die Ökologie als ursprünglich rein naturwissenschaftlicher Forschungszweig eine solch unvergleichliche inter- und transdiziplinäre Karriere machen - mit all ihren Höhen und Tiefen?
 
 
19. Dezember 2016
Prof. Dr. Armin Grunwald
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse, KIT
Technischer Fortschritt und Kultur
Der wissenschaftlich-technische Fortschritt ist Teil der Kultur und verändert sie gleichzeitig. Wenn man die zunehmende Prägung praktisch aller Bereiche in Kultur und Gesellschaft durch Technik als Technisierung bezeichnet, so zeigt sich eine dialektische Seite: Technisierungshoffnungen stehen neben oder gegen Technisierungsbefürchtungen, denn Technik ist Ermöglichung wie auch Eingrenzung zugleich. Technisierung als ein zentrales kulturelles Moment der Gegenwartsgesellschaft bedarf daher der kritischen Reflexion und der Gestaltung. Technikfolgenabschätzung ist ein Ansatz, um dies umzusetzen. 
 
 
9. Januar 2017
Prof. Dr. Georg Vrachliotis
Fakultät für Architektur, Fachgebiet Architekturtheorie, KIT
Architektur und Stadtplanung als Kulturpraxis
Der Vortrag behandelt Fragen zur Geschichte und Gegenwart der gebauten Umwelt und des menschlichen Zusammenlebens.
Welche Weltbilder werden in Architektur und Wissenschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts vermittelt?
Und was heißt es für Architekten, in einer Welt der immer knapper werdenden Ressourcen und einer zunehmend technologisierten Gesellschaft zu entwerfen?
 
 
16. Januar 2017
Prof. Dr. Hartwig Lüdtke
Technoseum Mannheim
Historische Dimensionen der Kulturpraxis / Kulturelles Erbe
Der Vortrag erläutert Struktur und Aufgabenspektrum der UNESCO hinsichtlich der Kulturarbeit und speziell der auf das historische Erbe gerichteten Programme. Am Beispiel der Institution MUSEUM wird die konkrete Praxis des Sammelns, Bewahrens, Erforschens, Ausstellens und Vermittelns im Spannungsfeld zwischen langfristig orientierter Archivfunktion und Hinwendung zu einer breiten Öffentlichkeit erörtert.

 
23. Januar 2017
Prof. Dr. Caroline Y. Robertson- von Trotha
Direktorin des ZAK, KIT
Interkulturalität, Integration und kulturelle Identität
Der Vortrag gibt einen ausführlichen Überblick über die kulturwissenschaftliche Perspektive auf Inter- bzw. Multikulturalität und behandelt grundsätzliche Fragestellungen wie: „Welche Kulturbegriffe gibt es? Was bedeutet kulturelle Identität und kulturelle Zugehörigkeit? Was ist kultureller Pluralismus? Ausführlich eingegangen wird auf die Entstehung von kulturellen Vorurteilen und Stereotypisierungen, auf Kulturdifferenzen wie Zeit, Raum, Kommunikation u.a. und auf das Thema Integration und Migration in Deutschland und in Europa und auf die Frage nach einer europäischen Identität.
 
 
30. Januar 2017
Prof. Dr. Michael Mönnich
Stellv. Leiter der KIT-Bibliothek, Honorarprofessur für Geschichte der Pharmazie in Tübingen
Kulturbrüche in den Naturwissenschaften
Der Vortrag ist eine Einführung in die Flüchtigkeit wissenschaftlicher Denksysteme und behandelt allgemein formuliert Paradigmenwechsel, dargestellt an drei Beispielen:
- Der auf der antiken 4-Elemente-Theorie basierenden Alchemie und Medizin
- der von Stahl im 18. Jh. entwickelten Phlogistontheorie der Verbrennungsvorgänge sowie
- der bis zur Harnstoffsynthese Wöhlers gültigen Vorstellung einer bei der Bildung organischer Stoffe notwendigen Lebenskraft (vis vitalis).
 
 
6. Februar 2017
Prof. Dr. Michael Hölscher
Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer
Kultursoziologie 
Die Kultursoziologie besitzt einen erweiterten Kulturbegriff. Er umfasst die Gesamtheit von Produkten, Wertorientierungen und Sinnzuschreibungen spezifischer menschlicher Gruppen. In der Sitzung werden zunächst die Begriffe „Soziologie“ und „Kultur“ grundlegend geklärt und wichtige Klassiker (Max Weber, Pierre Bourdieu, Ronald Inglehart) vorgestellt. Anhand eines Beispiels werden anschließend zentrale gesellschaftliche Großtrends (Globalisierung, Säkularisierung, Individualisierung) aus kultursoziologischer Perspektive genauer beleuchtet. Dabei werden verschiedene empirische Methoden und eine bestimmte Art des wissenschaftlichen Zugriffs erläutert.
 
 

Leitfaden für Lernprotokolle

Leitfaden (PDF, ca 180KB)

 

 

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