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Karlsruher Gespräche 2009

Rechts außen: Rechtsextremismus in Europa heute

Britta Schellenberg M.A.

Referentin  

 

Britta Schellenberg M.A. wurde 1972 geboren. Sie studierte Germanistik, Anglistik und Judaistik in Heidelberg, London und Berlin und ist seit 2002 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Centrum für angewandte Politikforschung (C•A•P) an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München. Darüber hinaus promoviert sie derzeit am Zentrum für Antisemitismusstudien der Technischen Universität Berlin im Fach Neuere Geschichte. Zuvor war sie als Rechercheassistentin in New York und als Wahlbeobachterin in Bosnien tätig und hat Deutsch als Fremdsprache sowie Wirtschaftsdeutsch unterrichtet. Zu ihren Forschungs- und Arbeitsschwerpunkten zählen die Themen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Holocaust-Forschung, Migration, Integration und Bildung sowie Demokratie- und Menschen-rechtserziehung. Von 2002 bis 2005 war sie am Projekt „Strategien gegen Rechtsextremismus“ der Forschergruppe Politik an der LMU beteiligt, wo sie auch Lehrtätigkeiten übernahm. 2006 wirkte sie im Projekt „Aktiv eintreten gegen Fremdenfeindlichkeit“ der Forschungsgruppe Jugend und Europa mit. Heute gehört sie am C•A•P diversen Arbeitsgruppen an. Unter anderem ist sie an der Konzeption von Bildungsprogrammen über Rechtsextremismus und Demokratie beteiligt und begleitet bundesweit Journalistenfortbildungen zum Thema Rechtsextremismus, wobei sie mehr Kontinuität in der journalistischen Berichterstattung fordert. 2008 veröffentlichte sie dazu den Artikel „Zum Umgang mit Rechtsextremismus in den Medien. Analyse und Empfehlungen“ (in: Stock, L./Tausch, C./Vor, R. (Hrsg): „Die Welt zu Gast bei wem? Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Migration in Sachsen, Deutschland und Europa“). Seit 2007 verantwortet und koordiniert sie am C•A•P das Projekt „Strategien gegen Rechtsextremismus in Europa“. Erste Ergebnisse beschreibt sie in einer C•A•P-Analyse des Jahres 2008. „Eine Gesetzgebung, die sich nicht nur gegen rechtsextreme Akteure und Aktivitäten, sondern gegen die Ideologie des Rechtsextremismus wendet, fehlt in Deutschland weitgehend“, so die Referentin. Neben einer „systematischen Umsetzung präventiver Maßnahmen“ müsse auch gegen die rechtsradikale „Grauzone“ vorgegangen werden.



Das ZAK hat Frau Britta Schellenberg M.A. gebeten, folgende Frage zu beantworten:

Was können Bürgerinnen und Bürger gegen Rechtsextremismus beitragen?
"Jeder kann Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen: Menschenfeindlichkeit (etwa Antisemitismus oder Islamfeindlichkeit) aufdecken und ihr widersprechen: In der Familie, im Freundeskreis, im öffentlichen Raum. Kreativen Protest organisieren oder an ihm teilnehmen. Für das Super-Wahljahr 2009 gilt: Zur Wahl zu gehen, damit rechtsradikale Parteien in Deutschland und Europa nicht Fuß fassen."