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Internationales Jahr des Lichts 2015

Colloquium Fundamentale 2015 Banner

Spektrum des Lichts

Colloquium Fundamentale im Sommersemester 2015

Licht ist ein elementarer Bestandteil des Lebens und zentrale Lebensvoraussetzung für Menschen, Tiere und Pflanzen. Die Beschäftigung mit dem Wesen und der Natur des Lichts reicht zurück bis in die Antike und stellt in der Physik ein mittlerweile weit verzweigtes Forschungsfeld dar. Doch auch über die physikalischen Wissenschaftsdisziplinen hinaus ist die Faszination rund um das Phänomen „Licht“ ungebrochen. Neue Querschnittsdisziplinen wie „Optik und Photonik“ ermöglichen rasante Fortschritte auf dem Gebiet der lichtbasierten Technologien und beeinflussen die Entwicklung in den Bereichen der Energieeffizienz, Kommunikation und sogar der Medizin. Auch in den Geistes- und Kulturwissenschaften hat das Konzept des Lichts seit jeher einen großen Stellenwert. Angefangen von dessen Bedeutung in der Philosophie bis hin zu Literatur, Kunst und Architektur – natürliches wie künstliches Licht birgt Inspiration für Kulturschaffende und Künstler, für Wissenschaftler und Ingenieure gleichermaßen.

Um die zentrale Bedeutung des Lichts und der lichtbasierten Technologien (nicht nur) für unsere moderne Zivilisation sichtbar zu machen, hat die UN-Generalversammlung das Jahr 2015 als „Internationales Jahr des Lichts“ ausgerufen. Die weltumspannende Initiative hat zum Ziel, das technologische und kulturelle Potential von Licht für nachhaltige Entwicklung zu vermitteln und internationalen Austausch und Kooperationen zu fördern. Das Colloquium Fundamentale möchte im Sommersemester 2015 einen wissenschaftlichen Beitrag zum „Jahr des Lichts“ leisten und mit den angebotenen Veranstaltungen einen interdisziplinären Zugang zum Thema ermöglichen.

 

Konzept und wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha, Direktorin des ZAK

Organisatorinnen:
Dipl.-Angl. Christine Melcher, Mirjam Stricker, M.A.

Veranstaltungsübersicht

 

Eröffnungsvortrag: Die Bedeutung des Lichts in Physik, Technik und Kultur

30.04.2015 – 18.30 Uhr, NTI-Hörsaal, KIT Campus Süd, Geb. 30.10, Engesserstr. 5, EG

Dr. Ulrich Kilian

Dr. Ulrich Kilian

Theoretischer Physiker und Wissenschaftsjournalist, Leiter des Redaktionsbüros „science & more“

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Zu allen Zeiten fürchteten Menschen die Finsternis. Die Geschichte der Menschheit ist deshalb auch die Geschichte des Kampfes gegen die Dunkelheit – vom ersten Lagerfeuer bis zur LED. Heutzutage hat sich die Sehnsucht nach Licht erfüllt, der Sieg über die Dunkelheit ist gelungen. Licht steht inzwischen in einem solchen Maße zur Verfügung, dass bei vielen Menschen – nicht nur Astronomen – wieder der Wunsch nach mehr Dunkelheit wächst. Wie man Licht erzeugt, bändigt und nutzt, ist heutzutage Alltags- und Industrietechnologie. Was Licht eigentlich ist, gehört zu den spannendsten Fragen der Wissenschaft. Sie führt uns zu den großen physikalischen Revolutionen des 20. Jahrhunderts. Die Geschichte des Lichts ist also eine spannende Reise durch Kulturgeschichte, Technik und Physik. Diese Reise möchte der Vortrag an einigen Stationen nachvollziehen.

 

Optik & Photonik: Lichtbasierte Schlüsseltechnologie für das 21. Jahrhundert

21.05.2015 – 18.30 Uhr, NTI-Hörsaal, KIT Campus Süd, Geb. 30.10, Engesserstr. 5, EG

Prof. Dr. rer. nat. Ulrich Lemmer Prof. Dr. rer. nat. Ulrich Lemmer

Leiter des Lichttechnischen Instituts (LTI) am KIT, wissenschaftlicher Leiter der Karlsruhe School of Optics & Photonics

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Die letztjährigen Nobelpreise in Chemie und Physik für neuartige Mikroskopiemethoden und für anorganische Leuchtdioden haben die große Bedeutung von Licht für die Natur- und Ingenieurwissenschaften und für den Fortschritt generell klar aufgezeigt. Licht und seine faszinierenden Phänomene sind spannende Themen der Grundlagenforschung; andererseits werden immer mehr Alltagstechnologien durch Optik und Photonik verbessert oder erst möglich gemacht. Informationstechnik, Energieeffizienz und -versorgung, Produktions- und Automatisierungstechnik sowie die moderne Medizintechnik sind ohne optische Systeme und Bauelemente nicht denkbar. Der Vortrag zeigt anhand von ausgewählten Beispielen das enge Wechselspiel von Grundlagenforschung und industrieller Anwendung und gibt eine Übersicht über die Aktivitäten der Karlsruhe School of Optics & Photonics (KSOP), die die Lehre und Forschung am KIT rund ums Licht bündelt.

 

Podiumsdiskussion: Lichtverschmutzung – Was tun gegen den Verlust der Nacht?

28.05.2015 – 18.30 Uhr, NTI-Hörsaal, KIT Campus Süd, Geb. 30.10, Engesserstr. 5, EG

 

Lichtverschmutzung, die Aufhellung des Nachthimmels durch den Einsatz oftmals unbedacht eingesetzter künstlicher Lichtquellen, hat im vergangenen Jahrhundert drastisch zugenommen. Zwar erlauben künstliche Lichtquellen die Ausdehnung menschlicher Aktivitäten in die Nacht hinein, was durchaus einen nicht mehr wegzudenkenden Nutzen hat. Doch die künstliche Erhellung der Nacht hat auch unerwünschte Nebenwirkungen auf uns Menschen, unseren Lebensraum, auf Tier- und Pflanzenwelt. Unter anderem führt Lichtverschmutzung zum Verlust der natürlichen Nachtlandschaften mit einem sternenreichen Nachthimmel. Die Folgen der Lichtverschmutzung und mögliche Lösungen des Problems werden aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutiert.

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Interview Radio KIT (mp3-Format ca. 8 MB)

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Podiumsgäste:

 

Sylvia Kotting-Uhl Sylvia Kotting-Uhl
Mitglied des Bundestages und atompolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/Die Grünen

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Univ.-Prof. em. Dr. med. Barbara Griefahn
© IfADo/TU Dortmund
Univ.-Prof. em. Dr. med. Barbara Griefahn

Leiterin der Projektgruppen „Chronobiologie“ und „Physikalische Einwirkungen“ am Leibnitz-Institut für Arbeitsforschung, TU Dortmund

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Harald Bardenhagen Harald Bardenhagen

Aktivist für die Qualifizierung des Nationalpark Eifel als Sternenreservat, Gründer der Astronomie-Werkstatt „Sterne ohne Grenzen“

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Licht ins Dunkel bringen – Sichtweisen aus Architektur und Kunst

11.06.2015 – 18.30 Uhr, NTI-Hörsaal, KIT Campus Süd, Geb. 30.10, Engesserstr. 5, EG

Licht und sein Konterpart, der Schatten, sind seit jeher integrale Bestandteile von Architektur und Kunst. Auch in der Gebäudegestaltung und –inszenierung ist natürliches und künstliches Licht ein wichtiges Gestaltungsmittel, das über die funktionale Beleuchtungsfunktion hinaus effektvoll eingesetzt werden kann, um Stimmungen zu erzeugen und Emotionen zu wecken. Wie hat sich die Rolle des Lichts in der Architektur im Laufe der Zeit gewandelt und welche Trends zeichnen sich gegenwärtig ab?
Durch die revolutionäre Entwicklung und Ausbreitung künstlichen Lichts entstand in der Kunst neben Malerei, Plastik oder der Fotografie eine ganz neue Kunstgattung. Der Gebrauch elektrischen Lichts in Kunstwerken nahm seit Beginn des 20. Jahrhunderts zu und verwirklichte in der Lichtkunst den Einsatz von Lichtquellen zu ästhetischen Zwecken. Welche unterschiedlichen Perspektiven nehmen Künstler auf Licht als Medium der Kunst ein? Wie entwickelte sich die leuchtende Form der Kunst im 20. Jahrhundert und welche enge Verbindung besteht zwischen Lichtkunst und Werbung?

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Prof. Michael F. Rohde
Professor für Licht, Raum und Kommunikation an der Hochschule Wismar, Geschäftsführer des Lichtplanungsbüros L - PLAN LICHTPLANUNG, Berlin

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Beitin, AndreasFoto: Uli Deck 

 

Dr. Andreas Beitin
Leitung ZKM | Museum für Neue Kunst, Karlsruhe

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Aktuelle und zukünftige Anwendungen von Licht in der Medizin

18.06.2015 – 18.30 Uhr, NTI-Hörsaal, KIT Campus Süd, Geb. 30.10, Engesserstr. 5, EG

Seitdem kleine, leistungsstarke LEDs (light emitting diodes) und PDs (Photodioden), wie auch flexible Leiterbahnen zur Verfügung stehen, gibt es zunehmend neue und interessante flächige, aber auch punktuelle Anwendungsmöglichkeiten von Licht in der klinischen Medizin. Die diagnostischen Möglichkeiten beziehen sich beispielsweise auf Herzfrequenz, Laktatmessung, Sauerstoffsättigung im Muskel, Bewässerungszustand (zentrales Thema in der Geriatrie) und Organfunktionsmessung. Therapeutisch bietet sich die Behandlung der chronischen Wunde, flächiger Infektionen, oder anderer entzündlicher Erkrankungen (z.B. Arthritis), aber auch von Rücken- und Muskelschmerzen an. Ein kritischer Umgang mit diesen Entwicklungen ist jedoch zwingend erforderlich.

Interview Radio KIT (mp3-Format ca. 6 MB)

 

Prof. Dr. med. Norbert Gretz

Prof. Dr. med. Norbert Gretz
Direktor des Zentrums für Medizinische Forschung und des Instituts für Medizintechnologie, Medizinische Fakultät Mannheim, Universität Heidelberg

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