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Karlsruher Gespräche 2012

„Alles in (Un-)Ordnung? Neue Unübersichtlichkeiten in einer globalisierten Welt“

Ilija Trojanow

Referent

 

Zygmunt Bauman

 

Ilija Trojanow wurde 1965 in Bulgarien geboren. 1971 flohen seine Eltern mit ihm über Jugoslawien und Italien nach Deutschland, wo sie in München politisches Asyl erhielten. Ein Jahr später zog die Familie nach Kenia. Von 1972 bis 1984 lebte Ilija Trojanow in Nairobi – unterbrochen von einem dreijährigen Aufenthalt in Deutschland. Von 1984 bis 1989 studierte er „Jura, Ethnologie und Havarie“ an der Maximilians-Universität in München und durchreiste Anfang der neunziger Jahre Afrika. Aus dieser Zeit stammt sein erstes Buch In Afrika. Mythos und Alltag Ostafrikas (Marino 1993). 1998 übersiedelte Trojanow nach Bombay. Aus Indien schrieb er Reportagen und Essays u.a. für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Süddeutsche Zeitung und die Neue Zürcher Zeitung. 1999 erschien sein Essay Hundezeiten. Heimkehr in ein fremdes Land (Carl Hanser) über seine Rückkehr nach Bulgarien. An den Inneren Ufern Indiens (Hanser 2003) schrieb Trojanow, nachdem er entlang des Ganges von der Mündung bis in die großen Städte gereist war. Zuletzt nahm er an der großen Hadsch teil; davon berichtet er in dem Buch Zu den heiligen Quellen des Islams. Als Pilger nach Mekka und Medina. (Piper 2004). Im März 2006 erschien sein umfangreicher Roman Der Weltensammler, der den Preis der Leipziger Buchmesse gewann, und monatelang auf den Bestsellerlisten in Deutschland, der Schweiz und Österreich stand. Trojanow wurde mit verschiedenen Literaturpreisen ausgezeichnet, darunter der Bertelsmann-Literaturpreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 1995, der Marburger Literaturpreis 1996, der Adalbert-von-Chamisso-Preis 2000, der Berliner Literaturpreis 2007 und der Mainzer Stadtschreiberpreis 2007. Seine Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.