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Karlsruher Gespräche 2015

Zivilgesellschaft und urbaner Wandel – Erkenntnisse aus London

Peter Murray

Referent

Peter Murray Hon FRIBA FRSA AoU (Royal Institute of British Architects, Royal Society of Arts, The Academy of Urbanism) ist Vorsitzender von New London Architecture, Vorsitzender der London Society, Gründer und Leiter des London Festival of Architecture, stellvertretender Vorsitzender der Bedford Park Society und Mitglied der Design Advisory Group des Bürgermeisters von London. Davor war er bei Building Design und beim RIBA Journal als Redakteur tätig und gab die Zeitschrift Blueprint heraus. Murray ist Gründungsvorsitzender von Wordsearch, einer weltweit tätigen Design- und Marketing-Beratung, die sich auf Architektur und Immobilien spezialisiert hat. Er ist Gastprofessor an der IE University in Madrid und hat zahlreiche Bücher verfasst, u.a. The Saga of Sydney Opera House (2004). Er ist ein begeisterter Radfahrer. 2014 würdigte The Sunday Times/Debrett’s Murray als einen von Großbritanniens 20 einflussreichsten Menschen in der Welt der Architektur.

 

Statements

1. Welchen Beitrag zur Lebensqualität und Lebendigkeit einer Stadt kann die Zivilgesellschaft durch aktive Partizipation der Bürgerinnen und Bürger leisten?

Eine aktive Partizipation der Bürger kann Städte im Hinblick auf gedankenlose Bürokratie, Genusssucht und Großindustrie verändern. Im Laufe des vergangenen Jahrhunderts haben wir es zugelassen, dass die Lebensqualität in den Städten durch die Zunahme an Kraftfahrzeugen immer weiter zerstört wurde. Langsam aber sicher verändert das Eingreifen der Bürger die Art und Weise, wie die Straßen in der Stadt wahrgenommen und genutzt werden. Diese Veränderungen bestimmen jetzt immer mehr die politische Agenda.
 

2. Welche Verantwortung trägt die Stadt für das Zusammenleben der Kulturen und die Herausbildung einer kollektiven Identität?

Großstädte, deren Grundlage seit jeher der internationale Handel ist, sind von Natur aus multikulturell und sehen die Vorteile der Vielfalt. Ganz anders ist dies in Ländern, in denen die Abgrenzung zwischen unterschiedlichen Gesellschaftsgruppen stärker ausgeprägt ist.

Die kollektive Identität einer Stadt spiegelt sich im Bürgersinn wider, der eine positive Kraft für das physische und soziale Erleben einer Stadt darstellt.