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Die Welt zu Gast bei Freunden?

Interreligiöser Dialog am Campus im Sommersemester 2014

1. Juli 2014, 19.00 Uhr, NTI-Hörsaal, KIT Campus Süd, Geb. 30.10, Engesserstr. 5

Die meisten von uns sind schon bei anderen zu Gast gewesen oder haben selbst Gäste beherbergt. Gastfreundlich aufgenommen zu werden ist ein bereicherndes Erlebnis. Das Recht, Gastfreundschaft zu erfahren, und die Pflicht, Gastfreundschaft zu üben, lässt sich auch in den Religionen entdecken – so etwa im Christentum, wo es im Neuen Testament heißt: „Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt“ (Hebr. 13,2).

Die Projektgruppe „Haus der Begegnung: Kulturen und Religionen am KIT“ begibt sich auf die Spurensuche, wie das Prinzip der Gastfreundschaft im Islam und Christentum verwurzelt ist. Gemeinsam mit theologischen Experten aus Wissenschaft und Praxis soll diskutiert werden, welche Relevanz die Gastfreundschaft heute hat. Wen empfinden wir als „Gast“? Wo liegen Grenzen der Gastfreundschaft? Und was bedeutet der Auftrag zur Gastfreundschaft für unser Handeln im Hinblick auf unsere gesellschaftliche Realität?

Die Veranstaltung findet im islamischen Fastenmonat Ramadan statt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, gemeinsam mit dem muslimischen Studentenverein Karlsruhe am abendlichen Fastenbrechen teilzunehmen. Auch nicht-muslimische Besucher sind herzlich dazu eingeladen.

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Podiumsgäste:

Ilka Sobottke wurde 1966 in Bad Segeberg geboren. Sie studierte evangelische Theologie in Heidelberg und Rom. Sie ist seit 1999 in Mannheim als Studierendenpfarrerin tätig sowie in der CityGemeinde Hafen-Konkordien aktiv. Sie war maßgeblich am Aufbau der CityKirchenarbeit beteiligt. Ihre Arbeit umfasst die Schwerpunkte „Sozialdiakonie“ (u.a. Arbeit mit Obdachlosen, Flüchtlingen, Ausbau der Vesperkirche Mannheim) und „Kunst“ (Ausstellungen und Installationen, um Kirche in Berührung mit gegenwärtigen gesellschaftlichen Fragen zu bringen). Die Pfarrerin engagiert sich im interreligiösen Gespräch und ist Vorsitzende der Christlich-Islamischen Gesellschaft Mannheim, Mitinitiatorin der „Meile der Religionen“ und Mitbegründerin des „Forums der Religionen“ Mannheim.

 

Nadir Moubarrid wurde 1977 in Hanau geboren. Im Alter zwischen 5 und 11 Jahren lebte er in Marokko, wo er die Schule besuchte. Dort lernte er die Sprache und Kultur des Landes bevor er 1988 nach Deutschland zurückkehrte. Ab 1998 studierte er an der Universität Bonn Übersetzen in den Sprachen Arabisch und Chinesisch und engagierte sich für die Belange der muslimischen Studierenden im Rahmen der Islamischen Hochschulvereinigung Bonn. Von 1995 bis 2009 war er bei der Muslimischen Jugend Deutschland aktiv und war dort in verschiedenen Funktionen in der Jugendarbeit tätig. Er wirkt bei der Internetplattform „sogesehen.tv“ mit, einem Onlineprojekt von „Islam.de“. Nadir Moubarrid ist der Leiter der Initiative „Haus des Islam“ in Lützelbach, Odenwald.

Moderation:

Dankwart von Loeper wurde 1958 geboren. Mit 19 Jahren gründete er seinen eigenen Verlag, um Exilautoren und junge Literaten zu veröffentlichen. Er ist Herausgeber und Autor verschiedener Standardwerke der Flüchtlings- und Menschenrechtsarbeit. Zusätzlich zur verlegerischen Arbeit ist er seit über fünfzehn Jahren Leiter der Ariadne Medienagentur. Seit über 25 Jahren ist er ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit in verschiedenen lokalen und überregionalen Organisationen aktiv. Er ist Mitbegründer und Vorstand des Menschenrechtszentrums Karlsruhe e.V. und der Mir Mohammedi Menschenrechtsstiftung. Des Weiteren ist er Gründungsmitglied von „Miteinander leben“ Karlsruhe und Verantwortlicher für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der „Wochen gegen Rassismus“ Karlsruhe.