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Filmseminar des ZAK

Ergänzend zum Filmprogramm bietet das ZAK ab dem 22. Oktober 2019 folgendes Seminar an:

Filme über FILM: Filmemachen und Filmemacher in Spielfilmen

 

Filmseminar der AWWK

Ergänzend zum Filmprogramm bietet die Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung Karlsruhe (AWWK) ab 24. Januar 2020 folgendes Weiterbildungs-Filmseminar an:

Innenansichten der Traumfabrik: Filme über FILM

Uni im Kino

Seit Juni 2014 stellt das Karlsruher Filmtheater Schauburg einen Raum für KIT-Seminare des ZAK und der AWWK bereit.
Weitere Informationen

Filmreihe: Traumfabrik

Traumfabrik #18/2019-20


FILM über FILM: Filmemachen und Filmemacher in Kinofilmen

Filmemacherinnen und -macher haben schon immer über ihr Medium, den Film, nachgedacht – am liebsten in ihren eigenen Filmen. Besonders häufig scheint das in der filmischen Postmoderne seit 1980 zu geschehen – jüngstes Beispiel ist Quentin Tarantinos „Once Upon a Time in Hollywood“. Solche Filme erkunden die eigenen Voraussetzungen und legen diese offen – deshalb sind sie besonders geeignet, das Medium und seine Codes kennen zu lernen: die Zeichensysteme der Bilder, der Sprache, der Töne. Manchmal in komödiantischer, manchmal in dramatischer Form geht es dabei auch um alle denkbaren Arten von Rahmenbedingungen des kreativen und produktiven Prozesses.

Die 18. Auflage der Traumfabrik wirft Blicke hinter die Kulissen des Films und stellt Filme über Filme vor: Genres wie Musical, Dokumentarfilm, Film Noir, Thriller, Biopic, Nouvelle Vague, Drama oder Komödie. Filmautoren von Dziga Vertov und Billy Wilder, über Jean-Luc Godard und David Lynch bis zu Quentin Tarantino und den Coen Brothers stehen auf dem Programm.

Wie stets gibt es zu jedem Film eine Mikroeinführung und ein anschließendes Kinogespräch, in dem spontan eigene Seherfahrungen verglichen und Fragen gestellt werden können.

Ergänzend zur Reihe bieten das ZAK und die AWWK Filmseminare an. Am Mittwoch, 15. Januar 2020 findet im ZKM Medientheater das Filmexploratorium „Der autoreflexive Film – Spiegelbilder eines Mediums“ statt.

Zugleich feiern wir 10 Jahre Karlsruher „Traumfabrik“ 2010-2020 und hoffen, Sie in alter Frische wieder begrüßen zu dürfen: feiern Sie mit uns, und entdecken Sie mit uns die Bandbreite filmästhetischer Perspektiven!

 

Programm

So 27.Okt. - 15 Uhr 

H.C. Potter: Hellzapoppin‘ - In der Hölle ist der Teufel los. USA 1941, 84‘ – 35mm dt. 
Mit Ole Olsen, Chic Johnson, Martha Raye, Elisha Cook Jr., The Congaroo Dancers. 
Ein  Film  über  einen  Film  über  ein  erfolgreiches  Broadwaymusical  von  1938  –  slapstickhaft, chaotisch,  surreal,  burlesk,  mit  rasanten  Lindy-Hop-Einlagen  aus  der  Swing-Jazz-Ära.  Dabei blicken wir immer wieder hinter die Kulissen der Traumfabrik. Das Komikerduo Olson & Johnson bricht  –  wie  die  Marx  Brothers  –  mit  allen  Konventionen  des  Film-  und  Showbusiness,  läßt Handlungslogik und Langeweile keine Chance: Humor ist subversiv, er stellt die Wirklichkeit auf den Kopf. 
MUSICAL COMEDY 

So 3.Nov. - 15 Uhr 

Billy Wilder: Sunset Boulevard. USA 1950, 110‘ – OmU  
Drehbuch:  Billy  Wilder,  Charles  Brackett;  Musik:  Franz  Waxman;  mit  Gloria Swanson,  William Holden, Erich von Stroheim, Cecil B. DeMille. - 3 OSCARS  
Wie  kam  die  Leiche  eines  unbekannten  Drehbuchautors  in  den Swimmingpool  eines  ehemals berühmten  Hollywood-Stummfilmstars  (Gloria Swanson)?  Billy  Wilders  Film  noir  erkundet  die Obsessionen  des  Glamours. Mit  Gastauftritten von Buster  Keaton  und  Cecil  B.  DeMille; Gloria Swanson und Erich von Stroheim, einst selbst einer der stilprägenden Stummfilmregisseure, in  Glanzrollen.  
FILM NOIR  

So 10.Nov. - 15 Uhr 

Dziga Vertov: Der Mann mit der Kamera. UdSSR 1929, 80‘  
Stummfilm mit LIVE-Vertonung: NO INPUT Ensemble  
Kamera: Mikhail Kaufman, Schnitt: Elizaveta Svilova. BFI Top Ten 2012 #8 
Ein  Tag  im  Leben  der  Sowjetmenschen,  in  Stalins  Anfangsjahren: Stadtleben, Technik, Maschinen, Menschen, im Alltag, bei der Arbeit, bei Freizeitvergnügen (incl. Hakenkreuzler als Schießbudenfigur).  Dziga  Vertov,  Wochenschau-Praktiker  und  experimentierfreudiger Avantgardist, erprobte hier, mit viel Special Effects, eine reine, internationale Filmsprache - noch immer anregend, gilt er heute als bester Dokumentarfilm aller Zeiten.  
EXPERIMENTELLER DOKUMENTARFILM 

So 17.Nov. - 15 Uhr

Jean-Luc Godard: Le Mépris / Die Verachtung. F 1963, 102‘ – 35mm dt. 
Mit Brigitte Bardot, Michel Piccoli, Jack Palance, Fritz Lang
In den Cinecitta-Studios bei Rom wird ein Hollywood-Film über die Odyssee produziert; Fritz Lang („Metropolis“) soll Regie führen. Eine Dreiecksgeschichte zwischen Drehbuchautor, seiner Frau und dem Filmproduzenten nimmt ihren Lauf, in der Godard sein zentrales Thema untersucht: die Dynamik zwischen Liebe, Arbeit und Kino. Jean-Luc Godard (1968 Mitgründer der „Gruppe Dziga Vertov“) trifft  Fritz  Lang  –  ein  Gipfeltreffen  der  Regisseure,  der  Generationen  und der Filmkulturen.  
NOUVELLE VAGUE DRAMA  

So 24.Nov. - 15 Uhr 

François Truffaut: Die amerikanische Nacht. F 1973, 115‘ – 35mm dt. 
Mit Jacqueline Bisset, Jean-Pierre Léaud, François Truffaut. OSCAR 
Bei  den  Dreharbeiten  zu  einem  Melodrama  in  Nizza  verquickt  sich  die Filmhandlung  mit  den Geschichten und Beziehungen der Akteure sowie den Dramen, die sich um die Filmproduktion abspielen. François Truffaut, Vorkämpfer des Autorenfilms der Nouvelle vague, übernahm selbst die Rolle des Regisseurs in einem sehr persönlichen Film: Filmemachen als Existenzform - sind Filme wichtiger als das Leben?  
FILMDREH-DRAMA  

So 1.Dez. - 15 Uhr

Wim Wenders: Der Stand der Dinge. Portugal / D / USA 1982, 124‘ – OmU 
Mit Patrick Bauchau, Allen Garfield, Samuel Fuller, Roger Corman. Goldener Löwe Venedig
Bei Dreharbeiten zu einem Science-Fiction-Film sitzt das Filmteam in einem verlassenen Hotel in Portugal fest. Als der letzte Meter Film verbraucht ist, entschließt sich der Regisseur, in Hollywood auf die Suche nach seinem Produzenten zu gehen. Regisseur Wim Wenders verarbeitete eigene Erfahrungen in seinem Film um Mafiageld und Schwarzweiß-Ästhetik; mit Regielegende Samuel Fuller in der Rolle des Kameramanns, sowie einem Gastauftritt des legendären B-Filmproduzenten Roger Corman.
FILMPRODUKTIONSDRAMA

So 8.Dez. - 15 Uhr

Giuseppe Tornatore: Cinema Paradiso. I 1988, 118‘ – 35mm dt. 
Mit Philippe Noiret, Jacques Perrin, Salvatore Cascio. Musik: Ennio & Andrea Morricone OSCAR
Ein Filmregisseur erinnert sich an seine Kindheit in einem sizilianischen Dorf, an seine erste große Liebe, vor allem auch an das Dorfkino und seinen Freund, den Filmvorführer. Regisseur Giuseppe Tornatore verarbeitet Teile seiner eigenen Lebensgeschichte, und zeigt in seinem Film zahlreiche Ausschnitte aus alten Filmklassikern. 
KINO- & LEBENSGESCHICHTE 

So 15. Dez. - 15 Uhr

David Lynch: Mulholland Drive. USA 2001, 146‘ – 35mm dt.
Mit Naomi Watts, Laura Elena Harring, Justin Theroux, Robert Forster
Eine junge hoffnungsvolle Schauspielerin kommt nach Hollywood, um ein Filmstar zu werden. Sie begegnet einer geheimnisvollen Fremden, die nach einem Unfall offenbar ihr Gedächtnis verloren hat; beide werden sie in Intrigen um eine Filmproduktion verwickelt. Mit Anklängen an Vorbilder wie Billy Wilders „Sunset Boulevard“ oder Hitchcocks „Vertigo“ hat David Lynch ein rätselhaftes, anfangs sinnverwirrend erscheinendes Gedankenspiel zwischen Traum und Wirklichkeit inszeniert.
NEONOIR MYSTERY THRILLER 

 

Wir wünschen Ihnen Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr 2020!

So 12.Jan. - 15 Uhr

Richard Attenborough: Chaplin. GB 1992, 143‘ –dt. 
Mit Robert Downey Jr., Marisa Tomei, Dan Aykroyd, Penelope Ann Miller, Kevin Kline.
In den 1920ern populärster Filmstar der Welt, Mitgründer eines Filmstudios, unabhängiger Regisseur und Produzent, trug Charlie Chaplin dazu bei, Hollywood zu einem Markenzeichen für Entertainment zu machen – in den 50ern wurde er im Zuge der Kommunistenjagd des McCarthyismus als unerwünschter Ausländer des Landes verwiesen (obwohl er selbst sich nie als Kommunist verstand): kritisches Denken war unerwünscht und sein Lebenswandel galt als unmoralisch. In seiner Autobiographie, von Richard Attenborough ins Bild gesetzt, reflektiert Charlie über Höhen und Tiefen des (Kino-)Lebens.
FILMSTARBIOGRAPHIE 

Mi 15.Jan. - 18 Uhr

Filmexploratorium im ZKM Medientheater, Lorenzstr. 19
Der autoreflexive Film – Spiegelbilder eines Mediums. Mit Filmbeispielen.  
siehe Begleitprogramm. Eintritt FREI

So 19.Jan. - 15 Uhr

Tim Burton: Ed Wood. USA 1994, 126‘ – OmU 
Mit Johnny Depp, Martin Landau, Sarah Jessica Parker, Patricia Arquette, Bill Murray. 2 OSCARS
Mit Bela Lugosi, Star der Dracula-Filme der 1930er, startet Ed Wood eine neue chaotische Produktion; die unverhoffte Begegnung mit Meisterregisseur Orson Welles macht ihm wieder Mut. Die Filmbiographie über die wunderbare Karriere des Mannes, der als schlechtester Filmemacher der Welt in die Geschichte einging – Tim Burton („Edward Scissorhands“, „Batman“) machte sie zu einer Liebeserklärung an das Kino. 
BIOPIC COMEDY 

Fr 24.Jan. - 17:30 Uhr

Beginn FILMSEMINAR in der Schauburg 
Innenansichten der Traumfabrik: Filme über FILM. 6 Filmanalysen an 6 Terminen
Siehe Begleitprogramm. Anmeldung: www.awwk-karlsruhe.de

So 26.Jan. - 15 Uhr

Michel Hazanavicius: The Artist. F 2011, 100‘ – 35mm dt.
Mit Jean Dujardin, Bérénice Bejo, John Goodman, Malcolm McDowell. 5 OSCARS
Stummfilmstar George Valentin, vom Wert seiner Kunst überzeugt, verweigert den Übergang zum Tonfilm; doch der Wandel ist unaufhaltsam, sein Karriereabsturz scheint unausweichlich – wären da nicht eine hartnäckige Verehrerin, sein treuer Chauffeur und sein kleiner Hund. Mit internationalen Filmpreisen und dem Kassenerfolg bewies Regisseur Michel Hazanavicius: die Ästhetik des Stummfilms und der Schwarzweiß-Filme kann nicht so schnell veralten.
STUMMFILM COMEDY-DRAMA 

So 2.Feb. - 15 Uhr

10 Jahre Karlsruher Tusculum - Grußwort: Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha, ZAK Joel & Ethan Coen: Hail Caesar! USA 2016, 106‘ – OmU 
Mit George Clooney, Josh Brolin, Alden Ehrenreich, Tilda Swinton, Ralph Fiennes.
Bei den Dreharbeiten zu einem Bibelfilm wird der Star (George Clooney) entführt: Studioboss Eddie Mannix versucht, die Lage zu retten. Die Brüder Joel & Ethan Coen erweisen sich einmal mehr als Chronisten des American Way of Life und Liebhaber exquisiter Sprachspiele: Ein amüsantes, ironisches, interkulturelles Spielfilm-Traktat über den wahren Glauben: Christentum oder Judentum, Kommunismus oder Kapitalismus, oder doch lieber … die Traumfabrik Hollywoods? 
COLD WAR BIBLICAL EPIC PRODUCTION COMEDY

So 9.Feb. - 15 Uhr

Terry Gilliam: The Man Who Killed Don Quixote. GB 2018, 132‘ – OmU 
Mit Adam Driver, Jonathan Pryce, Stellan Skarsgard, Olga Kurylenko.
Toby, Werbefilmer im Dienst der russischen Mafia, früher ambitionierter Jungregisseur, trifft in Spanien einen alten Dorfbewohner, der einst in seinem Film auftrat und sich mittlerweile für Don Quixote hält. Gemeinsam werden sie in Abenteuer verwickelt, zwischen surrealem Traum und absurder Wirklichkeit. Nach einer Produktionszeit von rund 30 Jahren, mit mehreren Darstellerwechseln und Drehbuchänderungen, gelang es Terry Gilliam doch noch, sein Traumprojekt schließlich in Cannes zur Premiere zu bringen. 
SURREALES FILM ABENTEUER 

So 16.Feb. - 15 Uhr

Quentin Tarantino: Once Upon a Time … in Hollywood. USA 2019, 161‘ – OmU 
Mit Leonardo Di Caprio, Brad Pitt, Margot Robbie, Kurt Russell, Al Pacino, Bruce Dern
Ein abgehalfterter TV-Western-Star - Leonardo DiCaprio („DjangoUnchained“) - und sein Stunt-Double - Brad Pitt („Inglourious Basterds“) werden 1969 mit der neuen Welle der Italowestern konfrontiert. In der Nachbarschaft wohnen Roman Polanski und Sharon Tate, und in den Westernkulissen der Spahn Ranch hat sich Charles Manson mit seiner Hippie-Family einquartiert – der Rest ist Hollywood-Geschichte, sollte man meinen. Aber Tarantino ist immer für eine Überraschung gut. In einer Art Erweiterung von Sergio Leones Amerika-Trilogie zieht er alle Register seiner filmischen Innovationen, von „Reservoir Dogs“ und „Pulp Fiction“, über „Kill Bill“ und „Jackie Brown“ bis zu „The Hateful 8“.
HOLLYWOOD EXPLOITATION BLACK COMEDY THRILLER

 

Änderungen sind nicht beabsichtigt, müssen wir uns jedoch ausdrücklich vorbehalten! Laufzeiten der Filme können abweichen; OmU = Originalfassung mit dt. Untertiteln

ZEIT: Sonntags, 15 Uhr (wenn nicht anders angegeben)
ORT: Filmtheater Schauburg, Karlsruhe, Marienstr. 16
EINTRITT: 9 Euro- / ermäßigt 7,50 Euro / SeminarteilnehmerInnen 6 Euro

Filmreihe kuratiert von Wolfgang Petroll und Herbert Born. Alle Filme mit Mikro-Einführung von Wolfgang Petroll (ZAK) und Kinogespräch. Mit freundlicher Unterstützung der Georg-Fricker-Stiftung

 

Vergangene Traumfabrik-Reihen

Traumfabrik #17: FILM x MUSIK: Ein vielschichtiges Wechselspiel
(Sommersemester 2019)

Filmmusik lässt sich längst in Konzertsälen hören: Viele Filmkompositionen können auch in den Musiktempeln der Kultur für sich allein bestehen. Doch unwillkürlich erscheinen dabei vor dem geistigen Auge der Zuhörer Bilder und Situationen aus Filmen. Tatsächlich findet in Filmen ein vielschichtiges Zusammenspiel von Musik und Bild statt, das Bedeutung und Stimmung erzeugt, die Aufmerksamkeit steuert und Zusammenhänge herstellt. Dabei ist das Ganze mehr als die Summe seiner Teile. Neben der Musik stehen Sprache und Geräusche, O-Töne und Soundeffekte im Fokus. Aber auch das Schweigen kann beredt sein, und Stille ist manchmal unheimlich spannend. Schon in der Stummfilmzeit zeigte sich eine eigene Filmmusikkultur. Mit dem Tonfilm eröffneten sich weitere Möglichkeiten, bis hin zur Durchmischung von komponierter Musik und Soundeffekten zu filmischen Soundscapes. Heute stehen Musikstile aller Art, Klassik, Neue Musik und Elektronik, Rock, Pop und Weltmusik, gleichberechtigt nebeneinander. Aus dem reichen Repertoire des medialen Zusammenspiels von Film und Musik widmete sich die 17. Auflage der Traumfabrik 2019 solchen Beispielen, die mediengeschichtlich besonders bedeutend sind und sich als nachhaltig erwiesen haben – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Berücksichtigt werden verschiedene Filmgenres, z.B. Musical, Agententhriller, Melodrama, Western, Komödie, Science-Fiction, Avantgarde, Konzert- und Dokumentarfilm. Zu jedem Film gibt es eine Mikroeinführung von Wolfgang Petroll sowie ein Kinogespräch, in dem erste Eindrücke und Fragen zur Sprache kommen können.

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (PDF ca. 1,2 MB).

 

Traumfabrik #16: CHINA im Kino. Interkulturelle Annäherungen, zwischen Tradition und Globalisierung
(Wintersemester 2018/19)

Die chinesische Filmkultur verbindet Bildhaftigkeit mit Abstraktion und spiegelt die Entwicklungen und den raschen Wandel der Gesellschaft wider. Unter wechselnden Rahmenbedingungen, zwischen Zensur, Konformitätsdruck und Kritik, suchen Filmkünstler ihre Freiräume. Die 16. Traumfabrik stellte den „Neuen Chinesischen Film“ und die „Neuen Wellen“ seit den 1970er-Jahren in den Mittelpunkt. Auf dem Programm der Filmreihe standen Filme verschiedener Genres der letzten fünf Jahrzehnte aus der Volksrepublik China, Hongkong, Taiwan; unter anderen von international renommierten Regisseuren wie Zhang Yimou, Ang Lee oder Wong Kar-Wai. Einige US-amerikanische und europäische Filme sollten zudem die westlichen Blicke auf die chinesische Kultur und Geschichte veranschaulichen. Darüber fand im Dezember 2019 das Filmexploratorium „Ai Weiwei – Bildkünstler und Filmemacher. Medien, Kunst, Politik und Transkulturalität“ mit zahlreichen Film- und Videoausschnitten statt.

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (PDF ca. 1,8MB).

 

Traumfabrik #15: Lasst 1000 Blumen blühen! Filmträume der 68er, heute
(Sommersemester 2018)

Gesellschaftskritik, Ablehnung autoritären Verhaltens, Friedensbewegung, Demokratisierung der Gesellschaft, Alternativkultur, sexuelle Revolution – das stand in den 1968er Jahren auf der Tagesordnung. Die politische, soziale und kulturelle Aufbruchsstimmung, aber auch das Scheitern politischer Hoffnungen spiegelt sich in den Filmen jener Zeit. Die Filmjahrgänge um das Jahr 1968 waren außerordentlich reichhaltig. Interkulturell brachten die Neuen Wellen einen Generationenwechsel und filmische Experimente - manche erscheinen noch heute avantgardistisch, andere haben den Kanon der Filmsprache nachhaltig erweitert; Filmgenres wandelten sich. Einige der Autoren standen inhaltlich bereits damals an der Schwelle zur filmischen Postmoderne. Die Traumfabrik zeigte in ihrer 15. Auflage einen Querschnitt aus Filmen unterschiedlicher Themen und Genres, aus rund zehn Jahren seit 1964. Von frühen Filmen innovativer Regisseure wie Jean-Luc Godard, Alexander Kluge, Michelangelo Antonioni, Woody Allen oder Rainer Werner Fassbinder bis zum Spätwerk eines Altmeisters wie Luis Buñuel, von „Abschied von gestern“ bis zu „Easy Rider“ und „Woodstock“. Wie nachhaltig haben diese Filme unsere Seherfahrungen verändert?

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (PDF ca. 850KB).

 

Traumfabrik #14: BIG BROTHER: Surveillance Cinema
Pluralistische Freiheit oder totale Kontrolle? (Wintersemester 2017/18)

Der Überwachungsstaat ist Wirklichkeit geworden, nicht nur in totalitären Diktaturen: Massenüberwachung und „Vorratsdatenspeicherung“ durch Geheimdienste, Ausforschung von Online-Kundendaten durch Internetdienstleister - neue Informationstechnik hat „Otto Normalverbraucher“ zum „gläsernen Bürger“ werden lassen. Doch was, wenn die Kontrolleure unkontrollierbar werden? Was geschieht, wenn der „Big Brother Staat“ schrankenlose Eingriffe in die Privatsphäre und Abkehr von Werten wie Menschenrechten zugunsten vorgeblich „übergeordneter“ Ziele legitimiert? Was wird aus der Vision einer offenen, freien, pluralistischen Gesellschaft? Wie kann sich der Bürger vor Missbrauch durch Staat, Wirtschaftsgiganten, Bürokratie schützen?

Filme aus den 1930er Jahren bis in die Gegenwart, zeigen unterschiedliche Aspekte von Überwachung und Kontrolle. Eröffnet wurde die Reihe mit dem Film „Citizenfour“ und einer Diskussionsrunde. Den Abschluss der Reihe bildete der Film „The Circle“, ebenfalls mit einer Podiumsdiskussion.

„Zu den Bildern der Diskussion „Watching. You.““

„Zu den Bildern der Diskussion „Who Watches the Watchmen?“

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (PDF, ca. 5MB).

 

Traumfabrik #13, WESTERN: Der Wilde Westen und wir – Goodbye, American Dream (Sommersemester 2017)

Jeder kennt die Namen wie Buffallo Bill oder Jesse James, denn bis heute hat der Mythos um die Revolverhelden nichts von seinem Zauber verloren. Bereits im 19. Jahrhundert inszenierten Novellen den westlichen Cowboy als einfachen, aber freiheitsliebenden Mann, der durch seinen Mut und seine Rechtschaffenheit genügend Tugenden verkörperte, um zum Mythos der Vereinigten Staaten aufzusteigen. So lieferten die konstruierten Legenden berühmter Cowboys den perfekten Stoff für die US-amerikanische Filmindustrie. Dabei wird deutlich, dass die Hochphase des Western-Films mit dem Aufkommen des American Dreams zusammenfällt. Auch in den moderneren Filmen ist das Thema des Cowboys noch nicht ausgeschöpft. Allerdings lässt sich hierbei zunehmend eine Verlagerung des Schwerpunkts feststellen, indem eine Dekonstruktion der Stereotype stattfindet. Inwiefern dies geschieht, welche Typen uns im Western begegnen und wie der American Dream mit der Geschichte des Films zusammenfällt, bilden Anhaltspunkte, die in der 13. Auflage der Traumfabrik zur Debatte standen.

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (PDF, ca. 1,3MB)

 

Young Mr. Hitchcock – Kino pur // Understatement, britischer Humor, Love & Thrills (Wintersemester 2016/17)

Alfred Hitchcock (1899-1980) machte schon in seinen ersten Filmen deutlich, dass er in der Filmkunst keine Kompromisse eingehen wollte. Er wurde der erste Regisseur, dessen Silhouette zum Markenzeichen wurde und dessen Name bekannter war als der mancher Filmstars. Hitchcock brachte das klassische Hollywoodkino zur Vollendung, war Vorbild für Autorenfilmer folgender Generationen und Vorläufer des postmodernen Kinos: seine Filme markieren einen Höhepunkt der Kinofilmgeschichte. Understatement erhob er zum Erzählprinzip; jeder Film wurde ein Genre-Mix, suspensiv und vorzugsweise mit schwarzem Humor. Hitchcocks frühe Filme können jetzt im Kino ganz neu gesehen werden: Die aufwendige Neurestaurierung durch das British Film Institute bietet endlich Gelegenheit dazu.

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (PDF, ca. 2MB).

 

Auftragskiller - ein Dienstleistungsberuf im Kinofilm, zwischen Krimi und makabrer Komödie. (Sommersemester 2016)

Filme über Contract Killer, Auftragsmörder, gibt es in verschiedenen Filmgenres: natürlich Krimis, speziell Gangsterfilme (z.B. Wim Wenders „Der amerikanische Freund“), Samuraifilme (Kurosawas „Yojimbo“), Western (Sergio Leones Dollar-Trilogie mit Clint Eastwood) und Komödien („I Hired a Contract Killer“ von Aki Kaurismäki). Seit den 1980er-Jahren, seit soziales Verhalten global von wirtschaftlichem Denken dominiert wird, scheinen sich diese Filme wachsender Beliebtheit zu erfreuen: Man denke etwa an „Léon der Profi“ von Luc Besson oder an „Ghost Dog“ von Jim Jarmusch. Während soziologische Untersuchungen über den Auftragsmord eher die Banalität des „Bösen“ zeigen (viele reale Auftragskiller sind schlecht bezahlt oder handeln aus Gefälligkeit), werden Contract Killers im Film dagegen zu mythischen Figuren oder gar zu Sympathieträgern von tragischer Dimension, die versuchen, sich in einem sozialen Milieu durchzusetzen. Sind Auftragskiller die neuen „Helden der Arbeit“ im Zeitalter der Globalisierung? Sind sie ein Mittel, das Unbehagen am gesellschaftlichen Wandel im Phantasiespiel der Traumfabrik des Kinofilms auszugleichen?

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (PDF, ca. 2MB).

 

TARANTINO UNCHAINED
Retrospektive Quentin Tarantino 1992-2016
(Wintersemester 2015/2016)

Man konstruiere einen nicht allzu einfachen Handlungsverlauf, lasse die Personen darin sich frei entfalten und mische das Ganze mit dem Bestand einer gut sortierten Videothek – so könnte das Rezept zu einem typischen Tarantino-Film lauten. Jeder seiner Filme trägt Erinnerungen an Dutzende anderer in sich und hat dennoch seine eigene ganz typische Handschrift – ein Stil, der Fans begeistert, und manchen Kritikern zu blutig erscheint. Seit seinem ersten Film „Reservoir Dogs“, spätestens aber seit der Goldenen Palme 1994 für „Pulp Fiction“, hat Quentin Tarantino Kultstatus als Regisseur, Drehbuchautor (2 Oscars, 3 Nominierungen) und Schauspieler. Die bevorstehende Premiere seines neuen Films „The Hateful 8“ (am So 31. Januar 2016 in der Schauburg) bietet eine willkommene Gelegenheit, dem Ausnahmetalent unsere 10. Traumfabrik zu widmen. In einer umfassenden Retrospektive wird sein filmisches Gesamtwerk vorgestellt. Dazu gehören auch Filme, an denen er als Drehbuchautor mitwirkte – für Oliver Stone („Natural Born Killers“) oder Robert Rodriguez („From Dusk Till Dawn“).

Tarantinos Filme zeichnen sich aus durch intime Kenntnis filmgeschichtlicher Traditionen, nicht nur des Mainstream oder der Filmkunst, sondern auch des Exploitation-Kinos („Jackie Brown“, „Death Proof“). Seine Perspektive ist transkulturell; sie umfasst nicht nur Hollywood, sondern auch europäische und fernöstliche Kulturen („Kill Bill“), sie stellt Subkulturen neben Hochkultur und Pop. Sprachwitz steht gleichberechtigt neben Action, Szenen unbeschönigter Gewalt verbinden sich mit Sarkasmus und schwarzem Humor. Dabei hat er neue Erzählformen entwickelt, aber auch die Auseinandersetzung mit politischen Tabuthemen wie Holocaust oder Sklaverei nicht gescheut („Inglourious Basterds“, „Django Unchained“). In seinen Filmen, die verdrängte Gewalt explizit machen, dringt immer wieder das Alltägliche und Absurde ein.

Alle Filme mit Mikroeinführung von Wolfgang Petroll (Dozent für Film und Medienästhetik, Lehrbeauftragter am ZAK) sowie anschließendem Kinogespräch. 

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (PDF, ca. 1 MB).

Filmexploratorium: 'Tarantinos surreales Theater der Grausamkeit als postmoderne Popkultur' auf YouTube

 

100 Jahre BLOCKBUSTER – Kinomythen aus der Traumfabrik Hollywood, 1915 bis 2015
(Sommersemester 2015)

Vor genau 100 Jahren veränderte ein überaus erfolgreicher Film die Kinolandschaft: „The Birth of a Nation“ von D.W. Griffith. „Vom Winde verweht“ ist bis heute der Film mit den höchsten Zuschauerzahlen. Und seit Spielbergs „Der weiße Hai“ und „Star Wars“ von George Lucas sind Blockbuster zum Erfolgsmotor der Traumfabrik Hollywood geworden. Doch was genau fasziniert uns und andere an Filmen wie „Die zehn Gebote“, „Doktor Schiwago“ oder „Terminator“? Was macht Filme eigentlich zum massenhaften Erfolg beim Publikum – die Orientierung an uralten Mythologien oder Aktualität, besondere Erzählstrategien oder wirksame „Tiefenthemen“, Genreklischees des „Konfektionsfilms“, zeitgeschichtliche Befindlichkeiten oder einfach raffinierte Marketingstrategie? Jeder Film gibt darauf eine eigene Antwort. Fest steht: In jedem Kitsch, und in jedem Kommerz steckt immer ein Fünkchen Wahrheit. Aber worin liegt es? Die Filmreihe ließ 100 Jahre Filmgeschichte, von 1915 bis heute, Revue passieren und warf dabei einen Blick auf die unterschiedlichsten Genres und Themen, die sehr viele Menschen einst und jetzt fasziniert haben: Filmepos, Historienfilm, Melodram, Thriller, Bibelfilm, Musical, Comicverfilmung, Science Fiction ...

Zu jedem Film gab es eine Mikroeinführung und ein anschließendes Kinogespräch. Begleitend zur Filmreihe wurden ein KIT-Seminar am ZAK, sowie ein öffentliches Seminar der AWWK in der Schauburg angeboten.

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (pdf, ca. 1,4MB).

 

Kubrick Space. Retrospektive Stanley Kubrick
(Wintersemester 2014/2015)

Die Traumfabrik zeigte im Wintersemester 2014/2015 in einer umfassenden Retrospektive Werke des Ausnahmeregisseurs Stanley Kubrick.

Stanley Kubrick ist längst zum Klassiker für nachfolgende Generationen geworden. Seine Filme wie Dr. Strangelove (politische Satire), 2001: A Space Odyssey und Clockwork Orange (Science-Fiction), Shining (Horror), Full Metal Jacket (Anti-Kriegsfilm) oder Eyes Wide Shut (Literaturverfilmung) sind Referenzwerke ihrer jeweiligen Genres. Kubrick war bekannt für seine Vielschichtigkeit und die ästhetische Perfektion. In allen seinen Filmen zeigt sich sein Interesse an der Beobachtung menschlichen Verhaltens in genau abgegrenzten, extremen Situationen.

Am Sonntag, 9. November 2014 begann im Filmtheater Schauburg die Filmreihe Traumfabrik mit einem umfassenden Rückblick auf die Werke des Kult-Regisseurs. Dazu gehören auch seine weniger bekannten, nicht weniger sehenswerten frühen Filme. Zwischen klassischem Hollywood und Postmoderne, längst selbst zu Klassikern für nachfolgende Generationen geworden, bestehen die Filme von Stanley Kubrick auch heute noch jeden Frischetest. Als besonderen Gast erwartete die Traumfabrik Kubricks Schwager Jan Harlan, der am Sonntag, 14. Dezember 2014 in der Schauburg seinen Dokumentarfilm über den Regisseur vorstellte. Hören Sie hier die Berichterstattung des SWR.

"Jan Harlan im Gespräch" auf YouTube ansehen

"Flusser in Kubrick Space. Ein Filmexploratorium" auf YouTube ansehen

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (pdf, ca. 1MB).

 

Helden und Anti-Helden
(Sommersemester 2014)

Clint EastwoodWelche Rolle spielen moralische Wertvorstellungen und politische Ideologien im Film? Und was macht einen Anti-Helden aus? Der erste Teil der TRAUMFABRIK zeigt, 100 Jahre nach Ausbruch des 1. Weltkriegs, wie die Erfahrungen des Krieges in verschiedenen Ländern, zu verschiedenen Epochen der Filmgeschichte und aus verschiedenen Perspektiven dargestellt und verarbeitet wurden. Illusion, Trauma, Desillusionierung und Reflexion des Krieges werden am Beispiel von klassischen Kinofilmen über den 1. Weltkrieg deutlich.

Im zweiten Teil widmete sich die Traumfabrik dem Schauspieler und Regisseur Clint Eastwood, der den Typus des Anti-Helden seit Sergio Leones „Für eine Handvoll Dollar“ neu definiert hat. Seine viel beachteten Filmwerke wie „Erbarmungslos“ oder „Gran Torino“ zeigen, dass sein unverwechselbarer Schauspielstil auch seinen Regiestil geprägt hat. Auch mit 83 Jahren ist Eastwood noch aktiv: seinen neuesten Film "Jersey Boys" stellten wir in einer Vorpremiere am 27. Juli 2014 vor.

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (pdf, ca. 1MB).

 

Themenabend: Wissenschaftliche Forschung und chemische Kriegsführung

Am 9. Juli 2014 veranstaltete der Akademische Filmkreis Karlsruhe e.V. (AFK – Das Kino an der Uni) gemeinsam mit dem ZAK einen THEMENABEND: Wissenschaftliche Forschung und chemische Kriegsführung: Der Nobelpreisträger Fritz Haber im 1. Weltkrieg. Mit Kurzfilm „Haber. The Father of Chemical Warfare“ von Daniel Ragussis, USA 2008.

Einführung von Wolfgang Petroll, Kinogespräch mit Dr. Klaus Nippert, Leiter KIT Archiv und Prof. em. Dr. Ulrich Schindewolf, Institut für Physikalische Chemie, KIT. Moderiert wurde der Abend von Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha.

Weitere Informationen

 

Wir sind Lebowski.
Retrospektive Joel & Ethan Coen 1984 – 2014
(Wintersemester 2013/2014)

Bild der Coen BrüderMit 16 Spielfilmen seit 1984 gehören die Brüder Joel und Ethan Coen zu den herausragenden Filmemachern unserer Zeit. Die mehrfachen Oscar-Gewinner und Schöpfer des Kultfilms „The Big Lebowski“ gelten als außergewöhnliche Drehbuchautoren, Regisseure und Produzenten. Ihr Filmwerk umfasst Komödien („O Brother,Where Art Thou?“), Kriminalgrotesken („Fargo“), Neo-Noir-Filme („Blood Simple“), Spionagesatiren („Burn After Reading“), Western („True Grit“) oder existentialistische Alltagsdramen („The Man Who Wasn’t There“) – oft auch als Mischung der Genres. Die Traumfabrik lädt im Wintersemester 2013/2014 alle Filmfans ein, den Kosmos der Brüder zu erkunden und deren Bestandsaufnahme amerikanischer Subkulturen unter die Lupe zu nehmen. Höhepunkte der Reihe sind die Karlsruher Premiere des neuen Films der Coen-Brüder „Inside Llewyn Davis“, der 2013 beim Filmfestival in Cannes mit dem Grand Prix ausgezeichnet wurde, sowie das Filmexploratorium „Wittgenstein in Coen Country“ im ZKM.

 

 

117 Jahre deutsch-französische Filmbeziehungen
(Sommersemester 2013)

Dass die deutsch-französischen Kulturbeziehungen auf dem Gebiet des Films so alt sind wie das Medium selbst, thematisiert die „Traumfabrik“ im Sommersemester 2013. In der Filmreihe zeigt die Schauburg in Kooperation mit dem ZAK, dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, dem Akademischen Filmkreis Karlsruhe e.V. und der Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung e.V. vor allem solche Filme, deren Geschichten oder Entstehungszusammenhänge Aspekte deutsch-französischer Filmbeziehungen verdeutlichen. Zwischen Mai und Juli 2013 stehen dabei neben Filmklassikern aus verschiedenen Epochen wie Jean Renoirs „La Grande Illusion“ (F 1937) und Max Ophüls ́ „Lola Montez“ (D 1955) unter anderem auch das Filmexploratorium „DADA Paris – Berlin“ mit Peter Weibel, Vorstand des ZKM, und Wolfgang Petroll, Lehrbeauftragtem des ZAK, auf dem Programm.

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Zur Videoaufzeichnung Dada: Paris - Berlin

 

Klassische Kinofilme
(Wintersemester 2011/2012)

Die Traumfabrik gibt dieses Mal Einblicke in drei große Bereiche des klassischen Kinofilms. Die ersten sechs Filme, darunter Kubricks „Dr. Seltsam“ und „Matrix“ aus der Feder der Wachowski-Brüder, werfen die Frage nach Zukunftsbildern und Befürchtungen auf. Der nächste Block der Reihe beschäftigt sich mit Filmautoren, die ihre Theorien in Form von Filmen formulierten. Von Sergej Eisensteins einflussreicher Montagetheorie über Jean-Luc Godards Ansatz der Nouvelle Vague bis hin zur Dogma-95-Bewegung kann hier Filmtheorie erlebt werden. Abschließend wendet sich die Traumfabrik dem Phänomen der Kultfilme zu und gibt Beispiele aus verschiedenen Genres. Als würdiger Abschluss erweist sich hier Michael Curtiz` „Casablanca“.

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Kreative Filmästhetik und Nachhaltigkeit im Film
(Wintersemester 2010/2011)

Kinofilme sind keine Wegwerfprodukte, gerade durch sie wird kulturelle Nachhaltigkeit gefördert. Einen Beitrag dazu leistet auch die Schauburg in Zusammenarbeit mit dem ZAK. Der erste Teil der Reihe „In Bildern denken – kreative Filmästhetik“ geht der Frage nach, wie seit mehr als hundert Jahren unsere Kreativität durch Filme angeregt wird. Transkulturelle Einflüsse, etwa bei Quentin Tarantino („Four Rooms“), Jean-Luc Godard („Le mépris“) oder Akira Kurosawa („Träume“), spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Entwicklung eines technoimaginären Medienbewusstseins in Filmen von Fritz Lang („M“), Stanley Kubrick („Shining“) oder David Lynch („Inland Empire“). Im Mittelpunkt des zweiten Teils „Weitere nachhaltige Bewegungen“ stehen Filme, die sich in Debatten und Filmzitaten, bei Experten und Publikum als kulturell nachhaltig erwiesen haben.

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