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2. Karlsruher Gespräche: (Ohn)Macht der Politik

30. Januar – 1. Februar 1998

Thema

Demokratiekrise, Staats- und Parteiverdrossenheit, Zerfall des Sozialstaats, Reformstau und Stagnation, fortschreitende Erosion der Wähler- und Mitgliederbasis von Parteien, Unbeweglichkeit, Lobbyismus, Populismus, steigender Legitimationsdruck - diese und andere Stichworte kennzeichnen die gegenwärtige politische Lage in Deutschland. Kapitalflucht, Kompetenzstreitigkeiten zwischen Bund und Ländern und der allgemeine Verlust an Steuerungsmöglichkeiten des Nationalstaats kommen hinzu.

LogoWas macht die Politik, und was kann die Politik? Zelebriert die Politik ihre Rituale unverdrossen weiter, um ihr eigenes gestalterisches Unvermögen zu vertuschen? Können wir uns auf unsere politische Elite verlassen? Bedürfen unsere politischen Strukturen einer Reform? Während der zweiten Karlsruher Gespräche wurde die (Ohn)Macht der Politik postuliert bzw. zur Diskussion gestellt. Unter den Stichworten "Populismus contra Aufklärung", "Der Schlaf der Freiheit - (Ohn) Macht der Bürger", "Die Kälte der Macht - Krise der Parteien und des Parlaments" sowie "Sozialstaat - Ein Auslaufmodell?" gaben Vertreter aus verschiedensten wissenschaftlichen und öffentlichen Bereichen kurze Statements, die zu einer Facettierung des Themas beitrugen. Dem Symposium an die Seite gestellt wurde diesmal ein Kabarettabend "Scharf auf Harakiri" im Kulturzentrum Tollhaus e.V. und eine lange Filmnacht "Herbst der Politik" in der Schauburg. In Zusammenarbeit mit dem Badischen Staatstheater fand eine von Hermann Glaser zusammengestellte Soiree statt, bei der unter dem Titel "Ordnung muss sein" eine musikalische Lesung mit Satirischem, Lyrischem und Widersprüchlichem aus einem deutschen Jahrhundert präsentiert wurde. Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion zum Gesamtthema mit hochrangigen Vertretern aus der Politik.

Referenten

Dr. Gerd Albrecht, Deutsches Institut für Filmkunde, Köln
Prof. Dr. Gerhard Bäcker, Fachhochschule Niederrhein, Mönchengladbach
Dr. Gottfried Capell, Badische Neueste Nachrichten, Karlsruhe
Peter Conradi, MdB
Dr. Antonia Grunenberg, Politikwissenschaftlerin und Publizistin, Bremen
Dr. Anke Martiny, freie Journalistin und ehem. Kultursenatorin der Stadt Berlin
Dr. Jürgen Morlok, ehem. Fraktionsvorsitzender der FDP im Landtag von Baden-Württemberg
Prof. Dr. Reiner Pommerin, Lehrstuhl für neuere und neueste Geschichte der TU Dresden
Prof. Dr. Bernhard Schäfers, Institut für Soziologie/ IAK, Universität Karlsruhe (TH)
Dr. Herbert Schirmer, ehem. Kulturminister der DDR in der ersten freigewählten Regierung 1989
Dr. Olaf Schwencke, ehem. Präsident der Hochschule der Künste, Berlin
Prof. Dr. Kurt Sontheimer, Emeritus Universität München
Prof. Dr. Helmut Spinner, Studium Generale / IAK, Universität Karlsruhe (TH)
Dr. Manfred Zach, Sozialministerium des Landes Baden-Württemberg