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14. Karlsruher Gespräche

Organisierte Kriminalität – Schattenseiten der Globalisierung

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 5.–7. Februar 2010

Mit der Globalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft geht auch die grenzüberschreitende Verbreitung der Organisierten Kriminalität einher. Sie gefährdet die internationale Sicherheit und Stabilität. Der Skandal um das Unternehmen FlowTex, ein schweres Wirtschaftsverbrechen in Ettlingen/Baden vor einigen Jahren, ist nur ein Beispiel dafür, wie das organisierte Verbrechen seinen Anfang nehmen kann. Kriminelle Netzwerke operieren mittlerweile weltumspannend und kommen in allen politischen Systemen vor. Neue „Märkte“ werden erobert und im Rahmen einer Schattenwirtschaft steigt die globale Nachfrage. Schätzungen zufolge sind bis zu 20 % des weltweiten Bruttosozialprodukts dem Ergebnis krimineller Geschäftsprozesse zuzurechnen. Durch die Investition illegal erwirtschafteten Geldes in die legale Wirtschaft gewinnt das kriminelle Milieu zunehmend an politischem und wirtschaftlichem Einfluss. Zu den größten Geschäftszweigen des globalen Verbrechens gehören Menschenschleusung, Drogenhandel, Waffenschmuggel und Produktpiraterie.

Logo KG14Die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität stellt eine der großen Herausforderungen des Rechtsstaates, der Demokratie und der Wirtschaftsordnung dar. Die politische, soziale und wirtschaftliche Zukunft wird davon geprägt sein, wie die Staatengemeinschaft dieser Bedrohung begegnet und ob die Gesellschafts- und Wirtschaftssysteme weitgehend von dieser Form der Kriminalität freigehalten werden können.
Obwohl der internationale Terrorismus in den letzten Jahren die Organisierte Kriminalität aus dem Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt hat, erhöhen sich Aktualität und Brisanz. Denn durch sie werden Staaten in schleichenden Prozessen unterlaufen und Bürgerrechte zerstört, Korruption begünstigt, Kriege finanziert und letztendlich auch der Terrorismus gefördert.

Die Karlsruher Gespräche thematisieren die umfassenden politischen, strafrechtlichen, soziologischen, psychologischen und ökonomischen Komponenten der Organisierten Kriminalität und diskutieren die Maßnahmen im Kampf gegen das Verbrechen. Abgesehen von all diesen Aspekten stellt sich – gerade infolge der Wirtschaftskrise – auch die Frage nach der Moral sowie nach ethischen Werten und unserer Gesellschaftsform. In welchem Maße trägt die Globalisierung zur Ausweitung der Organisierten Kriminalität bei? Wie lassen sich unbestreitbare Sicherheitserfordernisse, demokratische Freiheit und sozialverantwortliches Handeln miteinander in Einklang bringen? Diese Fragen sollen ebenso diskutiert werden wie der Einfluss der Organisierten Kriminalität auf Wirtschaft und Finanzmärkte und das Verhalten der Politik sowie die Rolle der EU und der Staatengemeinschaft. Die Herausforderung der Mafia für die Demokratie sowie die zunehmend ambivalente Rolle von Frauen und Neuen Medien in der Organisierten Kriminalität sind weitere Themen des Symposiums.

Begleitet wird der analytische Diskurs – wie bei den Karlsruher Gesprächen üblich – von kulturellen Veranstaltungen, die durch die künstlerische Sicht weitere Zugänge zum Thema ermöglichen sollen. So wird in Kooperation mit ARTE und dem ZKM | Karlsruhe die Thematik in einer Filmnacht am 6.02.2010 aufgegriffen. Am 7.02.2010 wird sie in der INSEL des Badischen Staatstheaters Karlsruhe in einer theatralischen Inszenierung beleuchtet.

Der Eintritt zu den meisten Veranstaltungen ist frei. Sie sind herzlich willkommen! Für die Eröffnungsveranstaltung am Freitag, 5.02.2010, ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich!
Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch, es wird simultan gedolmetscht.

 

Das Programmheft zu den 14. Karlsruher Gesprächen können Sie ab sofort als Pdf einsehen:

Programmheft auf Deutsch

Programme in English




Leitung:
Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha, Direktorin des ZAK

Organisation:
Ina Scholl M.A.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Sigrid M. Heneka-Peters M.A.

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

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Das ZAK freut sich, in der Sparda-Bank Baden-Württemberg eG und ihrer Stiftung Kunst und Kultur einen „Partner der Kultur“ gefunden zu haben, der auch in diesem Jahr die Karlsruher Gespräche zusammen mit der Stadt Karlsruhe finanziell unterstützt. Zu den weiteren Kooperationspartnern, die das ZAK zum Teil bereits seit Jahren unterstützen, zählen die Industrie- und Handelskammer Karlsruhe, das Badische Staatstheater Karlsruhe, das ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe und ARTE.