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5. Karlsruher Gespräche: Deutschland? Aber wo liegt es?

Während der vergangenen zehn Jahre seit der Wiedervereinigung war Deutschland sehr stark mit sich selbst beschäftigt - aber wie wird Deutschland von außen gesehen? Welche Erwartungen, Befürchtungen und Hoffnungen werden an Deutschland inzwischen geknüpft? Zu diesen Fragen fanden vom 16. - 18. Februar 2001 die 5. Karlsruher Gespräche statt.

LogoHochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur - wie z.B. Dr. Helmut Haussmann, Prof. Dr. Dagmar Schipanski und Siegmar Mosdorf - diskutierten im Rahmen des Symposiums über die Rolle Deutschlands in einer immer vernetzteren Welt. Wichtig war insbesondere der spezifische Blickwinkel von Ausländern auf Deutschland. Insofern erstreckte sich die Bandbreite der Diskussionsthemen von der Einführung der Green Card bis zu den Fragen rund um ein vereinigtes Europa, vom Rechtsradikalismus bis zu der zunehmenden Globalisierung.

"Deutschland von außen": Am Sonntag erörterte Dr. Klaus Wenger, Geschäftsführer von Arte-Deutschland TV, am "Runden Tisch" im Vortragssaal des ZKM | Zentrum für Kunst- und Medientechnologie mit Botschaftern verschiedener Länder deren spezifisch politisch-kulturelle Wahrnehmung Deutschlands. Daran schloss sich eine Podiumsdiskussion an, bei der unter dem Motto "Spieglein, Spieglein an der Wand... Deutschland aus Sicht der Medien" in- und ausländische Korrespondenten sowie der Publizist Ralph Giordano über diese Thematik diskutierten. Die Runde wurde von Sylvia Storz (SWR) moderiert.

Das Symposium war eingebettet in ein kulturelles Rahmenprogramm: Während der Filmnacht im Vortragssaal des ZKM wurde neben "Namibia" (Deutschland, 1997) der erfolgreiche Film "Sonnenallee" (Deutschland, 1999) von Leander Haußmann gezeigt. Den kulturellen Abschluss der Karlsruher Gespräche 2001 bildete die Theaterpremiere von "Helden wie wir" (Thomas Brussig) im Kleinen Haus des Staatstheaters Karlsruhe.

Zudem feiert das Institut das 10jährige Bestehen des Begleitstudiums Angewandte Kulturwissenschaft. Der Festakt, bei dem der Intendant des SWR, Prof. Peter Voß, die Laudatio mit dem Titel "Bildung wohin? Risiken und Chancen für eine Multimediageneration" hielt, stellte zugleich Eröffnungsveranstaltung der 5. Karlsruher Gespräche dar.

Referenten

Klaus Bachmann, Freier Journalist, Warschau
Min. Plen. Gianfranco Facco Bonetti, Generaldirektor für die Förderung der Kultur und die kulturelle Zusammenarbeit im italienischen Außenministerium
Dr. Andrew B. Denison, Foreign and Defense Policy Analyst
Francis Etienne, Consul Général de France à Stuttgart
Ross Feltus, Fotograf, Düsseldorf
Ralph Giordano, Publizist, Köln
Dr. Helmut Haussmann, MdB, Bundeswirtschaftsminister a.D.
Dr. Michael Heck, Kulturreferent der Stadt Karlsruhe und
Dr. Hannspeter Hellbeck, Botschafter a.D.
Dr. Rolf Hoffmann, Geschäftsführer Marketing Initiative des DAAD
Barbara John, Ausländerbeauftragte des Senats von Berlin
Jean-Baptiste Joly, Direktor der Akademie Schloss Solitude
Prof. Dr. Fuad Kandil, Universität Karlsruhe (TH)
JCR Matthew Kidd, Botschaftsrat für Politik, Presse und PR der Britischen Botschaft in Berlin
Jens König, taz
Przemyslaw Konopka, Stellv. Direktor des Polnischen Instituts, Leipzig
Lucien Leitess, Verlagsleiter des Unionsverlags Zürich
Julia Macioti, FAZ
Jeffrey Mason, Agentur Reuters
Inge Mißmahl, Tanzwerkstatt Konstanz
Siegmar Mosdorf, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Technologie
Heleno Saña, freier Schriftsteller
Christiane Schifferdecker, Fachbereichsleiterin FHS Meißen
Prof. Dr. Dagmar Schipanski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Freistaates Thüringen
Prof. Dr. Faruk Sen, Leiter des Zentrums für Türkeistudien, Essen
Jasmin Staiblin, ABB Zürich
Toralf Staud, Die Zeit
Sylvia Storz, Abteilungsleiterin der journalistischen Unterhaltung des SWR-Fernsehens
Klaus v. Trotha, Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Baden-Württemberg
Prof. Peter Voß, Intendant des SWR
Dr. Klaus Wenger, Geschäftsführer Arte-Deutschland TV
Dr. Hiroko Zerdick-Nojiri, Japan Press Service
Dr. Helmut Stermann, L-Bank
Prof. Peter Weibel, ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie