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Vortrag

Geschichte schreiben: Das Kernforschungszentrum Karlsruhe Von der Atomeuphorie über die Nuklearkontroverse bis zur Energiewende

Freitag, 24. Januar 2020, 09:30-13:00
Neuer Senatssaal, Geb. 11.30, Engelbert-Arnold-Str. 2, KIT Campus Süd

Für die Geschichte der Atomenergie in der Bundesrepublik ist das Kernforschungszentrum Karlsruhe von zentraler Bedeutung. Nach der Abschaltung der Forschungsreaktoren erfolgte in den 1990er Jahren die Transformation in eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung für Natur-, Technik- und Umweltwissenschaften der Helmholtz-Gemeinschaft. Heute ist das Gelände als Campus Nord Teil des KIT. Die Geschichte des Kernforschungszentrums ist nicht systematisch erforscht und in der Erinnerung der Stadtgesellschaft nur noch am Rande präsent. Wie lässt sich heute die Geschichte dieser Institution schreiben?

An zwei Tagen stellen Expertinnen und Experten in Kurzvorträgen ihre Sicht auf das Kernforschungszentrum vor und diskutieren miteinander Perspektiven seiner Einordnung und künftigen Erforschung. Historische Filmausschnitte geben einen Einblick in die damalige Zeit.

 

Programm

 

Kurzvorträge

"Die Überlieferung zur Geschichte des Kernforschungszentrums im KIT-Archiv"

Dr. Klaus Nippert, Leiter des KIT-Archivs

 

"Personelle Konituitäten. Ehemalige nationalsozialistische Funktionsträger in der Frühgeschichte des Kernforschungszentrums"

Prof. Dr. Bernd-A. Rusinek, Professor für neuere Geschichte, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Leiter des Vorstandsarchivs am Forschungszentrum Jülich

 

"Historische Lücken bei der Betrachtung der Endlager-Governance in Deutschland"

Dr. Peter Hocke-Bergler, Forschungsbereich Wissensgesellschaft und Wissenspolitik am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS), Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

 

"Wie man Atomforschung(szentren) historisch untersucht. Internationale Perspektiven"

Dr. Jan-Henrik Meyer, Max-Planck-Institut für Europäische Rechtsgeschichte, Frankfurt am Main und Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam

 

"Von der Reaktorstation zum Campus Nord - Stationen eines permanenten Wandels"

Prof. Dr. Manfred Popp, Staatssekretär a.D. und ehemaliger Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Karlsruhe

 

Anschließende Podiumsdiskussion mit den Referentinnen und Referenten

Moderation: Prof. Dr. Marcus Popplow

 

 

Veranstalter
ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale
Rüppurrer Str. 1a, Haus B
76137 Karl Karlsruhe
Tel: 0721/608-44797
E-Mail:alf-koordinationHlx9∂zak kit edu
https://www.zak.kit.edu