Karlsruher Tusculum: Ciceros Plädoyer für den Nutzen von Bildung - Bürgerrecht für Poeten!

Inhalt

Wozu noch humanistische Bildung? Ciceros Rede für das Bürgerrecht des Dichters Archias gehört, seit ihrer Neuentdeckung durch Petrarca 1333, zu den viel zitierten Grundsatzschriften
der humanistischen Renaissance. Was ist von diesen Grundsätzen nach zahllosen
bildungsreformerischen Versuchen für das 21. Jahrhundert übriggeblieben?

Haben sich Werte und Begriffe gewandelt? Ist humanistische Bildung unpraktisch? Gehen wir einer posthumanistischen Zeit bildungs- und kulturferner Eliten entgegen? Müssen Bildung
und Humanität unter den Kollateralschäden unausweichlicher Rationalisierung, Spezialisierung, Bürokratisierung verbucht werden? Verlieren Poeten und Philosophen im Zeitalter von Technologie und Globalisierung ihr akademisches Bürgerrecht? Was verstand Cicero unter Bildung und Humanitas, das auch für uns sinnvoll sein könnte?

In einer genauen sprach- und kulturkritischen Textanalyse versuchen wir Antworten auf diese Fragen zu finden. Textausschnitte, Vokabular und Rohübersetzungen werden zur Verfügung gestellt.

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VortragsspracheDeutsch