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Europäische Kulturtage Karlsruhe 2018

Mascha Roth

Referentin

 

Curriculum Vitae

Mascha Roth studierte Ethnologie und Sinologie in Leipzig und Peking. Ihren Master in Global- und Wirtschaftsgeschichte schloss sie in Wien und London ab. Seit März 2017 ist sie Kampagnen-Koordinatorin bei der Initiative „Offene Gesellschaft“ und Projektleiterin für den „Tag der offenen Gesellschaft“ in Berlin.

 

Abstract

Dafür ist das neue Dagegen – Die Initiative Offene Gesellschaft

Die offene Gesellschaft bietet den Menschen die größtmögliche individuelle Freiheit bei größtmöglicher Lebenssicherheit. Keine andere Gesellschaftsform leistet das. Keine andere Gesellschaftsform kann sich so aus sich selbst heraus weiterentwickeln und gemeinsam Antworten auf die Zukunftsfragen in einer sich schnell verändernden Welt geben. Wir verzeichnen global betrachtet einen Rückgang der Demokratien, erleben den Aufstieg von Autokraten und Diktatoren, sehen überall separatistische Bewegungen und neurechte Parteien und Gruppierungen an Einfluss gewinnen. Was sind die Gegenkräfte, wenn Demokratien angegriffen werden? In historischer Perspektive ist diese Frage zentral, weil Demokratien nicht an zu vielen Feinden, sondern an zu wenigen Freunden zugrunde gehen. Denn die Demokratie ist eine Gesellschaftsform, die einer aktiven Zivilgesellschaft bedarf, die besonders in unruhigen Zeiten für das Einhalten der politischen, sozialen und kulturellen Standards eintritt und sie verteidigt. Dies alles ist, vor dem Hintergrund von Karl Poppers klassischem Werk "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde", letztlich also die entschiedene Aufforderung, dass dann eben alle anderen für die offene Gesellschaft eintreten müssen. Betonung auf „für“. Denn zunächst muss wieder klar werden, welche Verdienste dieser Typ von Gesellschaft erworben hat – zum Beispiel 70 Jahre Frieden, höchster Lebensstandard, höchste Lebenssicherheit, Freiheit, hohes Bildungsniveau usw. Es liegt an uns, die vielen Weckrufe zu hören und denen entgegenzutreten, die zurück zur geschlossenen Gesellschaft wollen. Wir sind ja keine Statisten. Diese Zeiten sind zu wichtig, um sie nur den Politikern zu überlassen. Ob es rückblickend Zeiten gewesen sein werden, aus denen diese Gesellschaft positiv gestärkt hervorging, entscheidet sich jetzt. Das ist die Ausgangslage und –frage, die uns dazu bewogen hat, die Initiative Offene Gesellschaft zu starten. Wir haben 10 Thesen angeschlagen und 365 Tage offene Gesellschaft ausgerufen. Wir haben die Junge Offene Gesellschaft gegründet. Wir wollten den Freunden der offenen Gesellschaft ein Gesicht und eine klar hörbare Stimme geben. Wir wollten aber auch mit so vielen Menschen wie möglich darüber reden, welches Land wir denn eigentlich sein wollen und wie wir da hinkommen. Denn perfekt ist unsere Gesellschaft ja lange nicht, aber eben offen für Verbesserung. Die offene Gesellschaft ist Entwicklungsland. Dafür müssen wir uns begegnen – überall, von Mensch zu Mensch, im Großen wie im Kleinen. Aber wie? Was wir auf diesem Weg gelernt haben und welche unserer Erfahrungen auch Freundinnen und Freunden der Demokratie helfen können, selbst aktiv etwas für unsere Offene Gesellschaft zu tun, haben wir in Form von 10 Punkten – unserer Gebrauchsanweisung der offenen Gesellschaft – zusammengefasst, die im Vortrag vorgestellt werden.