Home | English | Impressum | Datenschutz | Sitemap | KIT
ZAK Logo

2. Frühlingstage der Nachhaltigkeit am KIT

Projekttage zur Nachhaltigkeit in Wissenschaft, Studium und Alltag

Zu den Bildern der Veranstaltung

In den Frühlingstagen der Nachhaltigkeit wird „Nachhaltige Entwicklung” anhand von alltäglichen Beispielen erklärt, ohne dabei die wissenschaftlichen Bezüge zu verlieren. Verschiedene Workshops richten einen Blick durch die „Brille” der Wissenschaft auf alltägliche Themen, z. B. die Nachhaltige Wassernutzung, Life Cycle Assessment von Alltagsgegenständen, personale Nachhaltigkeit oder Politikberatung. Daneben gibt es Vorträge, Raum zum Austausch und einen Markt der Möglichkeiten, der Information bietet, wie wir selbst aktiv werden können. So soll Nachhaltige Entwicklung nicht nur in ihrer theoretischen Breite verständlich werden, sondern es sollen vielfältige Ansatzpunkte zur eigenen Aktivität – als Kunde, Bürger oder professioneller Akteur - eröffnet werden. Der Workshop richtet sich an alle mit Interesse an einer nachhaltigen Entwicklung. Durch Teilnahme können 2 LP erworben werden, zusammen mit einem Nachhaltigkeits-Selbstexperiment 3 LP. Hier bietet sich die Gelegenheit, Nachhaltigkeit in ihren vielfältigen Bezügen zu Wissenschaft, Technik und dem alltäglichen Handeln kennenzulernen – und so auch eine neue Perspektive auf das eigene Fach zu gewinnen. Die Teilnahme an den Frühlingstagen der Nachhaltigkeit lässt sich beispielsweise für das Begleitstudium Nachhaltige Entwicklung oder als Schlüsselqualifikation anrechnen.

 

Die 2. Frühlingstage der Nachhaltigkeit am KIT sind eine Lehrveranstaltung des ZAK in Kooperation mit der Karlsruher Schule der Nachhaltigkeit (KSN) und dem Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS).

Programm
 

 

Öffentliche Keynote von Prof. Dr. André Reichel:
Nachhaltige Digitalisierung, digitale Nachhaltigkeit?

Veranstaltung auf YouTube

Mittwoch, 21. März 2018, 18:30-20:00
NTI-Hörsaal, KIT Campus Süd, Geb. 30.10, Engesserstrasse 5
(Keine Anmeldung erforderlich)

 

Öffentlicher Abendvortrag im Rahmen der 2. Frühlingstage der Nachhaltigkeit am KIT

Der Digitalisierungsdiskurs wird aktuell äußerst affirmativ, technikoptimistisch und chancenorientiert geführt. Digitalisierung gilt als per se „gut”‘ und Enabler für mehr Nachhaltigkeit in Produkten, Prozessen und Geschäftsmodellen. Selbst die UN-Nachhaltigkeitsziele, die Sustainable Development Goals, werden in aktuellen Studien als nur erreichbar durch Digitalisierung beschrieben.

Dieser Vortrag soll den Blick auf das Spannungsfeld Digitalisierung und Nachhaltigkeit aufweiten und gleichermaßen Chancen wie Herausforderungen in den Blick nehmen, vor allem was den materiell-energetischen Unterbau der Digitalisierung angeht und welche Rolle hier Nachhaltigkeitsstrategien von Suffizienz, Konsistenz und Subsistenz spielen können. Nachhaltigkeit wird dann auch in einer Umkehrung der Argumentation als Enabler für eine tragfähige digitale Ökonomie gesehen, die notwendigerweise eine nachhaltige Ökonomie beinhalten muss. 

 

Zur Person:

André Reichel ist Professor für International Management & Sustainability an der International School of Management (ISM). Er ist Diplom-Kaufmann und hat an der Universität Stuttgart in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften promoviert. Vor seiner Tätigkeit an der ISM war er Professor an der Karlshochschule International University, Research Fellow an der Zeppelin Universität und Gastdozent am Environmental Change Institute der University of Oxford. Er ist zudem ehrenamtlicher Vorstand der elobau-Stiftung in Leutkirch im Allgäu. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich einer nachhaltigen Entwicklung in Wirtschaft und Gesellschaft, den betriebswirtschaftlichen Implikationen einer Postwachstumsökonomie, der Verschmelzung von Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie einer systemtheoretischen Betrachtung gesellschaftlicher Transformationsprozesse.

 

Rückblick Frühlingstage der Nachhaltigkeit März 2017

 

 in Kooperation mit

 

 

Frühlingstage der Nachhaltigkeit am KIT

Projekttage zur Nachhaltigkeit in Wissenschaft, Studium und Alltag

Mittwoch 8. März 2017 bis Freitag 10. März 2017
Lernzentrum am Fasanenschlösschen, KIT Campus Süd (Geb. 30.28)

Zu den Bildern der Veranstaltung

 

Mi. 8.3. Do. 9.3. Fr. 10.3.
10:00-12:30
Begrüßung:
Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha, Direktorin des ZAK

Vortrag:
Nachhaltige Entwicklung
Dr. Oliver Parodi, ITAS, KIT
9:00-12:30
Workshops
9:00-12:30
Workshops
Mittagspause Mittagspause Mittagspause
13:30-17:00
Workshops
13:30-17:00
Workshops
13:30-15:30
Vortrag:
Kritik am NH-Begriff
Dr. Roderich v. Detten, Universität Freiburg

Abschlussrunde 16:30-17:30
Markt der Möglichkeiten

 

Die Frühlingstage der Nachhaltigkeit finden vom 8. bis 10. März 2017 am Karlsruher Institut
für Technologie (KIT) statt. „Nachhaltige Entwicklung” wird an alltäglichen Beispielen und
Themen erklärt, ohne dabei die wissenschaftlichen Bezüge zu verlieren. Hierzu werden vier
Workshops angeboten:

Daneben gibt es Vorträge, Raum zum Austausch und einen Markt der Möglichkeiten, um selbst aktiv zu werden. Details findet Ihr ​im Veranstaltungsflyer.

Die ​Frühlingstage der Nachhaltigkeit ​richten sich an ​alle Studierenden im ersten bis dritten Fachsemester. Sie bieten Euch Gelegenheit, Nachhaltigkeit kennenzulernen und die vielfältigen Bezüge zu Wissenschaft und Technik kennenzulernen – und so vielleicht auch einen neuen Blick auf das eigene Fach zu werfen. Interessierte der anderen Karlsruher Hochschulen sind natürlich auch willkommen!

Für die Teilnahme an den Frühlingstagen der Nachhaltigkeit ​können 2 Leistungspunkte erworben werden, die ​z.B. im Begleitstudium Nachhaltige Entwicklung angerechnet werden.

Diese Veranstaltung wird vom ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale in Kooperation mit der Karlsruher Schule der Nachhaltigkeit durchgeführt, die Konzeption geht auf die Arbeit einer Projektseminar-Gruppe im Begleitstudium Nachhaltige Entwicklung zurück.

 

Wasser – nicht mein Bier? Welche Erkenntnisse liefern uns Wasserfußabdruck, „virtuelles Wasser“ & Co?

In diesem Workshop soll Basiswissen zum Themenfeld „Nachhaltigkeit und Wasser“ erarbeitet werden. Dabei geht es insbesondere um die Bereiche „virtuelles Wasser“ und den „Wasserfußabdruck“. Ziel des Workshops ist es, dass die Teilnehmenden im Anschluss ihre neuen Erkenntnisse und das neue Wissen auf ihre eigene Lebenswelt anwenden können.

Am Anfang des Workshops steht ein kurzer Vortrag als Einführung in das Thema. Danach wird in Gruppenarbeit der sichtbare und unsichtbare Wasserverbrauch an einem Beispiel errechnet. Abschließend werden die komplexen Zusammenhänge von Produktions- und Wasserkreisläufen gemeinsam untersucht.

Zentrale Inhalte des Workshops

  • Nachhaltige Wassernutzung und nachhaltige Wasserwirtschaft (Zielsetzung und Konflikte)
  • Wasser sparen
  • Virtueller Wasserverbrauch und Wasserfußabdruck
  • Landwirtschaftlicher Wasserverbrauch, Industrie und Energieerzeugnisse

Workshopleitung: Dr.-Ing. Annika Weiss, Dipl.-Geoökol. Franka Steiner, Jasmin Friedrich

 

Personale Nachhaltigkeit: Die globale Entwicklung und ich

Die große Vision Nachhaltiger Entwicklung besteht im Kern darin, eine gelebte Kultur der Nachhaltigkeit zu etablieren, welche die Verantwortung für Umwelt, Mitwelt und Nachwelt ganz selbstverständlich lebt. Dieser Workshop soll dazu einen Beitrag leisten. Bisher wird Nachhaltigkeit als Idee und Konzeption meist als kollektive Angelegenheit (der Politik, der Gesellschaft, etc.) betrachtet, der individuellen und persönlichen Seite der Nachhaltigkeit wird jedoch kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Da das Forschungsfeld der Personalen Nachhaltigkeit noch in den Kinderschuhen steckt, hat dieser Workshop explorativen Charakter und zielt darauf ab, das Forschungsfeld wie auch die Vorstellung über Personale Nachhaltigkeit gemeinsam mit den Teilnehmenden zu erschließen.

Zentrale Inhalte des Workshops

  • Was sind „innere Ressourcen“ verglichen mit äußeren Ressourcen?
  • Bedeutet „Ressourcenausbeutung“ dabei dasselbe? Wie kommt es dazu?
  • Bei wem liegt die Verantwortung für „personale Nachhaltigkeit“ – nur beim Einzelnen?

Workshopleitung: Dr. Oliver Parodi, ITAS, KIT / Sabin Wendhack

 

Life Cycle Assessment: Coffee To Go

In diesem Workshop geht es um das​ Life Cycle Assessment​ von Kaffeebechern, einem Gegenstand, mit dem wohl alle Studierenden in ihrem Uni-Leben täglich in Berührung kommen. Mit dem Instrument des​ Life Cycle Assessment​ lassen sich die Umweltaspekte eines Produkt- oder Dienstleistungssystems über alle Phasen seines Lebenszyklus systematisch bewerten.

In Gruppenarbeit werden die Workshop-Teilnehmenden die Nachhaltigkeit von Coffee-to-go-Bechern ​ analysieren und diese der Nachhaltigkeit von Kaffeebechern aus Edelstahl, Titan und anderen Materialien gegenüberstellen. Am Ende soll die Frage diskutiert werden, welche Kaffeebecher denn nun nachhaltiger sind.

Zentrale Inhalte des Workshops

  • Einführung in das ​ Life Cycle Assessment (LCA)
  • Was lässt sich im LCA vergleichen?
  • Welchen Einfluss haben Rahmenbedingungen?
  • Vergleich von Kaffeebechern aus unterschiedlichen Materialien

Workshopleitung: Dr. Kerstin Hermuth-Kleinschmidt

 

Politik der Nachhaltigkeit: Wie gelingt wissenschaftliche Politikberatung?

Nachhaltige Entwicklung braucht auch politische Rahmensetzungen um gelingen zu können. Dabei sind die Fragen, die es zu entscheiden gilt, alles andere als einfach – wissenschaftliche Politikberatung soll hier Abhilfe schaffen. In diesem Planspiel lernen die Teilnehmenden beispielhaft die Arbeitsweise des „Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag“ kennen, um die Möglichkeiten und Grenzen solcher Beratung auszuloten.

Am Beispiel der Pflegerobotik werden Fragen der Generationengerechtigkeit, der Politischen Handlungsnotwendigkeiten und der Grenzen wissenschaftlicher Zukunftsaussagen bearbeitet.

Zentrale Inhalte des Workshops

  • Technikfolgenabschätzung als besondere Form wissenschaftlicher Politikberatung
  • Was ist der Bedarf an wissenschaftlicher Politikberatung?
  • Wie geht man mit unterschiedlichen Expertisen um?
  • Was ist eine geeignete Fragestellung für die Beratung?

Workshopleitung: Dipl.-Ing. Richard Beecroft

 

Markt der Möglichkeiten

Foyer des CFN, KIT Campus Süd (Geb. 30.25)

Abschluss der Projekttage, Freitag, 10.03. 16 Uhr

Der Markt der Möglichkeiten ist für Studierende und Besucher/innen geöffnet und bietet neben einer Kleidertauschparty die Gelegenheit, mit Hochschulgruppen und lokalen Initiativen zum Thema Nachhaltigkeit ins Gespräch zu kommen.