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Themenabend Integration

BildDie Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist das Thema der Zukunft in unserer Gesellschaft. Dies ist zwar nicht erst seit dem Integrationsgipfel, der am 14. Juli 2006 in Berlin anberaumt wurde, bekannt, erreicht aber seitdem einen immer größer werdenden Fokus in der öffentlichen Diskussion. Bei den Bemühungen um Integration spielen insbesondere Städte und Gemeinden eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund widmet das ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale im Rahmen des Internationalen Forums in diesem Semester einen ganzen Abend dem Thema Integration und als Plattform von und mit Migrantinnen und Migranten sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Praxis zur  Diskussion aktueller Thesen Städtischer Integration dienen soll.

Der im Rahmen des Internationalen Forums stattfindende „Themenabend Integration“ knüpft dabei an die

Diskussion „Integration braucht ein Konzept“ vom Herbst 2005 im Internationalen Begegnungszentrum (ibz) an.
Nach Grußworten des zuständigen Bürgermeisters Harald Denecken, sollen ausgewählte Thesen, die im Rahmen dieses Abends erörtert wurden, bei einer Podiumsdiskussion weiterdiskutiert werden. Die Auswahl der Thesen trafen Marion Schuchard (ibz) und Hans-Joachim Mack (Freunde für Fremde e.V.). Mit einigen Filmausschnitten von Wolfgang Petroll, Lehrbeauftragter am ZAK, sollen Fragestellungen der Integration illustriert und zusätzlich Impulse für die Diskussion gegeben werden. Eine studentische Projektgruppe wird zudem ihre Ergebnisse aus dem Projektseminar „Städtische Integration von Zuwanderungsgruppen“ präsentieren.

Lesen Sie hier das Programm des "Themenabends Integration"


Bilder der Veranstaltung

 

Podiumsteilnehmer:

Moderation:
PD Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha,
Direktorin des ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale

 

 

Kerim Arpad,
Mitglied im Internationalen Ausschuss der Stadt Stuttgart und in der Europäischen Vereinigung türkischer Akademiker Baden-Württemberg (EATA),
Juniorprof. Dr. Havva Engin,
Institut für deutsche Sprache und Literatur an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe,
Mohammed Ibrahim,
Vorsitzender der Christlich-islamischen Gesellschaft Karlsruhe e.V.,
Teruko Matsushima-Fritz,
Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Karlsruhe e.V. ,

Guillaume de Dampierre,
Studierende des International Departments der Universität Karlsruhe (TH) aus Frankreich,
Aram Cho,
Studierender des International Departments der Universität Karlsruhe (TH) aus Südkorea.

Der Eintritt ist  frei

Ort: NTI-Hörsaal
Gebäude: Geb. 30.10, Engesserstr. 5
Termin: Donnerstag, 07. Dezember 2006
Uhrzeit: 19h00

Ausgewählte Thesen zur Städtischen Integration:

1. Integration kann durch entsprechende Konzepte des „Förderns und Forderns“ wesentlich unterstützt werden. Sie alleine garantieren eine erfolgreiche Integration aber nicht.
Eine wichtige Voraussetzung ist das jeweils vorherrschende Klima zwischen der Mehrheitsgesellschaft und Personen mit Migrationshintergrund.

2. Die über lange Zeit erklärte Politik „Wir sind kein Einwanderungsland“ hat das Verhältnis der Mehrheit zu ihren Minderheiten negativ beeinflusst.

3. Städte und Stadtteile bilden alltäglich virulente Kristallisationspunkte, wo unterschiedliche Kulturen und Lebensstile aufeinander treffen. Es finden sowohl Prozesse der gesellschaftlichen Integration als auch der Desintegration statt.

4. Für den Prozess der Integration ist die Vermittlung ganzheitlicher Sichtweisen wichtig. Dies gilt sowohl für die Analyse des Prozesses als auch für die Entwicklung integrationspolitischer Maßnahmen.

5. Ohne ein Integrationskonzept wird Integrationspolitik den steigenden Anforderungen in zunehmend globalisierten Städten nicht gerecht.
In einem Gesamtkonzept müssen klare Ziele, Umsetzungsstrukturen und Steuerungs-konzepte sowie „Schlüsselämter“, Akteure und „Kümmerer“ auf der Stadtteilebene benannt werden.

6. Integrationspolitik ist eine wichtige Querschnittsaufgabe. Sie erfordert besondere strukturelle Lösungen der Durchführung, die geeignet sind, Kommunikations- und Informationsflüsse ausreichend zu berücksichtigen.

7. Stadtteilarbeit, Nachbarschaft und Familienarbeit bilden den zentralen Kern einer Integrationsarbeit.
Hinzu kommen die vielen ehrenamtlichen interkulturellen Initiativen, die den Austausch zwischen den Kulturen fördern.