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Karlsruher Gespräche 2019

Können globale Herausforderungen globale Aufmerksamkeit erzeugen?

 

Cristina Manzano

Referentin

 
Cristina Manzano ist Chefredakteurin von esglobal (www.esglobal.org), der führenden digitalen Publikation zu globalen Angelegenheiten in spanischer Sprache. Außerdem schreibt sie Kolumnen für El País und El Periódico de Cataluña. Manzano nimmt als Referentin und Dozentin an Veranstaltungen und Seminaren zu verschiedenen Themen teil, die mit internationalen Angelegenheiten in Zusammenhang stehen. Ihr besonderer Schwerpunkt sind die Außenpolitik Spaniens und der EU, Globalisierungsprozesse und Kommunikation. Sie war stellvertretende Leiterin von FRIDE, einem unabhängigen Think-Tank mit Sitz in Madrid, der sich mit der Außenpolitik der EU befasst. Zuvor war sie mehr als zehn Jahre lang Generaldirektorin von Reporter, einem führenden Unternehmen für Unternehmenskommunikation und Markeninhalte. Nach ihrem Bachelorstudium in Kommunikationswissenschaft (Journalismus) an der Universidad Complutense de Madrid hat Manzano dank eines Fulbright-Stipendiums ein Aufbaustudium an der University of Maryland (USA) absolviert. Sie spricht Spanisch, Englisch und Italienisch und verfügt über gute Französischkenntnisse. Sie ist Mitglied des European Council on Foreign Relations (ECFR) und des wissenschaftlichen Beirats des Real Instituto Elcano. Daneben ist sie Vorstandsmitglied der Education for Employment Foundation (Europe), der NGO Alianza por la Solidaridad und des spanischen Club of Rome.

 

Statements

1. Welche Bereiche des Zusammenlebens (Wirtschaft, Politik, Gesellschaft) sind Ihrer Meinung nach am stärksten von einem Mangel an Verantwortungsübernahme betroffen?

Ich möchte nicht auf einen bestimmten Aspekt hinweisen, sondern auf die Verbindungen zwischen mehreren Aspekten. In dieser Ära der Ultra-Kommunikation herrscht ein schrecklicher Mangel an Kommunikationsbereitschaft. Echte Inhalte wurden von Slogans abgelöst. Und genau da liegt der Mangel an Verantwortung.

 

2. Sehen Sie einen anhaltenden Trend dahingehend, dass demokratische Mehrheiten immer öfter unsere Werte einer toleranten Gesellschaft abwählen? Wenn ja, wie ist damit umzugehen?

Ich glaube nach wie vor, dass ein solcher Trend die ‚Mehrheiten‘ noch nicht beeinflusst. Die Populisten machen jedoch so viel Lärm, dass der Rest der Gesellschaft den Eindruck erhält, es sei ein unaufhaltsamer Trend. Eine Möglichkeit der Reaktion ist, auf jede intolerante Botschaft mit einer passenden Antwort zu kontern. Bürgerinnen und Bürger in toleranten Gesellschaften dürfen nicht länger passiv sein und müssen zu echten Aktivistinnen und Aktivisten werden, um ihre Werte und Rechte zu verteidigen.