Landschaft, Sehnsucht, Leitbild - warum Natur?

Inhalt

Wenn die Rede von Natur ist, denkt man wohl zuallererst an Landschaften, Wildnis, Wälder, Berge, Seen, an Flora und Fauna. Natur ist Sehnsuchtsort oder schlicht Erholungsraum. Sie gilt als gefährdet und schutzbedürftig – ob als „unverfälschte Wildnis“ oder Natur in der Kulturlandschaft.

Verlässt man die Bedeutungsfelder rund um die landschaftliche Natur, stößt man auf Weiteres. Natur erscheint als ein vielgestaltiges Konzept, mit dem sich vielerlei verbinden kann: Natur ist das Gegenüber der Kultur, das Anfängliche, Ursprüngliche und Unverfälschte, sie ist zu unterwerfen oder schonungsbedürftig, sie erscheint grausam oder als gute „Mutter Natur“. Sie muss herhalten als Begründungsinstanz für bestehende oder gewünschte gesellschaftliche Verhältnisse und als Leitbild für Lebensentwürfe („naturgemäßes Leben“). Mitunter werden gar Menschengruppen als „naturnäher“ betrachtet – man denke an den Begriff des „Naturvolks“.

Naturvorstellungen unterliegen den Launen von Kultur und Geschichte, widersprechen einander, sind Gegenstand der Auseinandersetzung um Deutungshoheit (etwa im Naturschutz im Streit um die „richtige Natur“ oder wenn die Dichotomie Natur-Kultur in Frage gestellt wird).

2-6 LP

VortragsspracheDeutsch
Literaturhinweise

Bereitschaft zur Lektüre, Scheinbedingung: Übernahme eines Referates