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 Swenja_Zaremba
Ansprechpartnerin
Swenja Zaremba M.A.
Interkulturelle Projekte, Koordination des deutschen Netzwerks der Anna Lindh Stiftung

swenja zarembaDkh0∂kit edu
Tel.: 0721 608-44812


Ansprechpartnerin
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Interkulturalität und Globalisierung

Tel.: 0721 608-44812
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World Science Café

Seit dem Wintersemester 2016/17 richtet das ZAK in Kooperation mit dem International Scholars and Welcome Office (IScO) des KIT die Veranstaltungsreihe World Science Café aus, in der Geflüchtete über ihre wissenschaftliche Arbeit berichten. Die Vortragenden sind Forschende, die in Deutschland Schutz suchen, weil Krieg oder Verfolgung sie in ihren Herkunftsländern bedrohen oder ihre Forschungsfreiheit eingeschränkt ist. Das Wissen, die Expertise und die neuen Sichtweisen, die sie in die akademische Welt und in die deutsche Gesellschaft einbringen, sollen in diesem neuen Format sichtbar und einem interessierten Publikum bekannt gemacht werden. Im Anschluss an eine Kurzdarstellung findet, ganz im Sinne des titelgebenden Cafés, ein Gespräch statt, in dem gemeinsam mit einem landeskundigen Gesprächspartner die akademische Lage im Herkunftsland des Referierenden erörtert wird. Wie sieht bzw. sah der Forschungsalltag in Syrien, Usbekistan oder in der Türkei aus? Was bedeutet ein freies akademisches Klima für Forschung? Und welche Implikationen hat es für eine Gesellschaft, wenn ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nicht mehr im eigenen Land forschen können?

Die Philipp Schwartz-Initiative wurde von der Alexander von Humboldt-Stiftung gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt ins Leben gerufen und ermöglicht Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland die Verleihung von Stipendien für Forschungsaufenthalte an gefährdete Forscherinnen und Forscher. Finanziert wird diese Initiative durch das Auswärtige Amt, die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die Andrew W. Mellon Foundation, die Fritz Thyssen Stiftung, die Gerda Henkel Stiftung, die Klaus Tschira Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, den Stifterverband sowie die Stiftung Mercator.

Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten.

 

Programm im Sommersemester 2018

Mittwoch, 20.06.2018, 18:00 Uhr, Ort: Foyer des Präsidiumsgebäudes (Adolf-Würth-Gebäude, Geb. 11.30), im Ehrenhof, Engelbert-Arnold-Str. 2, KIT-Campus Süd 
Lageplan (PDF ca.1 MB)

Neoliberal Regimes and Their Gendered Body-Bio-Politics: The Case of AKP in Turkey
Prof. Dr. Betül Yarar
Universtität Bremen, Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Interkulturelle Bildung

Die türkische Soziologin Prof. Dr. Betül Yarar geht in ihrem Vortrag der Frage nach, wie in der gegenwärtigen Politik der Türkei weibliche Körper und weibliche Sexualität zur Stärkung neoliberaler und neokonservativer Strömungen instrumentalisiert werden. Sie analysiert das Phänomen entlang der Beobachtung, dass das Regime einerseits Tendenzen der Homogenisierung verstärkt und Kontrolle über den weiblichen Körper sicherzustellen versucht, gleichzeitig aber große Anteile des Erfolgs dieser Politik gerade auf die außerordentliche Anziehungskraft auf weibliche Wähler zurückzuführen sind.

Zu den Bildern der Veranstaltung - Veranstaltung auf YouTube

Afaf Rahim

Prof. Dr. Betül Yarar arbeitete bis Anfang September 2016 als Professorin an der Fakultät für Kommunikation der Gazi Universität Ankara, Türkei. Während sie als Gastwissenschaftlerin an einer Summer School im Studiengang Science Politique Lille (Frankreich) lehrte, wurde sie auf der Grundlage eines besonderen Dekrets der AKP-Regierung entlassen. Aus diesem Grund kam sie nach ihrem Studium in Frankreich als Philipp Schwartz Stipendiatin der Alexander von Humboldt Stiftung an die Universität Bremen, wo sie seit Februar 2017 ihr akademisches Leben fortführt.

Ihren MA in Soziologie erhielt Betül Yarar an der Essex University, UK, 1994 und ihren Ph.D. in Soziologie an der Lancaster University, UK im Jahr 2000. Nach ihrer Promotion arbeitet sie weiterhin zu Populärkultur und deren Beziehung zur Politik (insbesondere zur neoliberalen Politik in der Türkei). Später erweiterte sie ihre Interessengebiete und begann auch zu neuen sozialen Bewegungen, feministischen Bewegungen, feministischer Theorie und Körperpolitik zu forschen, speziell im geschichtlichen Kontext der Modernisierung und des Neoliberalismus in der Türkei. Seit kurzem arbeitet sie zum Thema der "neoliberal-neokonservativen Biopolitik der AKP und Gegenstrategien feministischer Gruppen in der Frauenbewegung in der Türkei". In diesem Zusammenhang hat sie am 5. – 6. April 2018 in Bremen ein internationales Symposium mit dem Titel "Gesundheit, Reproduktion und Sexualität: Neoliberal-autoritäre Regierungsformen über den weiblichen Körper in der Türkei" ausgerichtet.

 

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Der Eintritt ist frei!

 

Vergangene Veranstaltungen finden Sie im Archiv des World Science Cafés