Information, Wissenschaft und Verantwortung - aktuelle ethische Herausforderungen der IT

  • Typ: Vorlesung (V)
  • Semester: SS 2022
  • Zeit: Mi 20.04.2022
    17:30 - 19:00, wöchentlich


    Mi 27.04.2022
    17:30 - 19:00, wöchentlich

    Mi 04.05.2022
    17:30 - 19:00, wöchentlich

    Mi 11.05.2022
    17:30 - 19:00, wöchentlich

    Mi 18.05.2022
    17:30 - 19:00, wöchentlich

    Mi 25.05.2022
    17:30 - 19:00, wöchentlich

    Mi 01.06.2022
    17:30 - 19:00, wöchentlich

    Mi 15.06.2022
    17:30 - 19:00, wöchentlich

    Mi 22.06.2022
    17:30 - 19:00, wöchentlich

    Mi 29.06.2022
    17:30 - 19:00, wöchentlich

    Mi 06.07.2022
    17:30 - 19:00, wöchentlich

    Mi 13.07.2022
    17:30 - 19:00, wöchentlich

    Mi 20.07.2022
    17:30 - 19:00, wöchentlich

    Mi 27.07.2022
    17:30 - 19:00, wöchentlich


  • Dozent: Prof. Dr. Ralf Reussner
    PD Dr. Alexander Bagattini
  • LVNr.: 2400033
  • Hinweis: Online
Inhalt

Selbstfahrende Autos, Pflegeroboter, Apps, Software für Einstellungsverfahren oder für die Anwendung in komplexen medizinischen Diagnoseverfahren wie dem MRT. Längst ist klar, dass viele neue Technologien im Bereich der IT gleichermaßen Vorteile aber auch Gefahren mit sich bringen. Heute sind wir fast alle persönlich von phishing emails und spam betroffen, und die adversen Effekte von social media – wie Vereinsamung und damit korrelierende psychische Erkrankungen – sind allgemein bekannt. Eine wesentlich größere Tragweite wird deutlich, wenn man an die Möglichkeiten moderner Überwachungssysteme, Gesichtserkennungstechnologien und Big Data Algorithmen in sozio-globalen Kontexten betrachtet, wo sie, wie beim Cambridge Analytica Skandal, politische Wahlen und sogar ganze politische Systeme unterminieren können. Diese Ambivalenz neuer Technologien führt auch zur Frage nach der Verantwortung für die mit ihnen verbundenen Folgen. Es greift hier sicherlich zu kurz, den einzelnen Informatiker allein in der Pflicht zu sehen, schließlich handelt es sich um ein gesamtgesellschaftliches Problemfeld, an dem beispielsweise politische Akteure und Firmen beteiligt sind, was sich angesichts der oftmals globalen Dimension kooperativer Projekte im Bereich der IT noch komplizierter darstellt. Allerdings sind Informatiker oftmals diejenigen, die als erste mit ethischen Problemen konfrontiert sind. Um hier eine eigene Position beziehen zu können, ist wichtig zu lernen, wie man sich souverän in den für ethische Fragestellungen typischen Grauzonen (in denen es oft kein klares Wahr oder Falsch gibt) argumentativ bewegen kann.

Das Ziel dieser Ringvorlesung ist es, hierzu einen Beitrag zu leisten, indem wir gemeinsam mit einschlägigen Expert*innen über grundsätzliche und anwendungsbezogene ethische Fragen im Bereich der IT diskutieren. Hierbei ist uns ein offener Diskurs wichtig, bei dem zu den oftmals kontroversen Themen alle Argumente gehört und bewertet werden können.