Politische Ideengeschichte Europas I: Das 19. Jahrhundert

Inhalt

Als Ausdruck des Zeitalters der „politisch-industriellen Doppelrevolution“ (Eric J. Hobsbawm) entstehen in Europa nach der Französischen Revolution die drei großen politischen Richtungen der Moderne: Liberalismus, Konservatismus und Sozialismus. Die Vorlesung stellt die ideen-, politik- und mentalitätsgeschichtlichen Kontexte der Leitbegriffe liberalen, konservativen und sozialistischen politischen Denkens, Freiheit und Verfassung, Legitimität und Macht, Gleichheit und Gerechtigkeit, an ausgewählten Krisen der politischen Geschichte Europas und ihrer Lösungsansätze nach dem Muster von challenge and response vor. Als ein Hauptvertreter des Liberalismus wird Alexis de Tocqueville, des Konservatismus Otto von Bismarck, des Sozialismus Karl Marx vorgestellt. Die Vorlesung wird im WS mit der politischen Ideengeschichte Europas im 20. Jahrhundert fortgesetzt.

Studienleistung: EUKLID 2 nachgearbeitete ausformulierte Sitzungsprotokolle von jeweils 1 ½ S. Umfang als Datei bis 31.08.2022. Ing.-Päd. und Nebenfach: Ein nachgearbeitetes Sitzungsprotokoll von jeweils 1 ½ S. Umfang als Datei bis 31.08.2022.

Literaturhinweise
  • Otto Brunner, Werner Conze, Reinhart Koselleck (Hg.), Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland, 8 Bde., Stuttgart 1972–97);
  • Joachim Eibach, Günther Lottes (Hg.), Kompass der Geschichtswissenschaft, Göttingen 2002, S. 261-328;
  • Imanuel Geiss, Geschichte griffbereit, Bd. 4: Begriffe. Die sachsystematische Dimension der Weltgeschichte, Gütersloh/München 2002;
  • Iring Fetscher, Karl Marx. Eine Einführung, Berlin 2018;
  • Rainer Liedtke, Geschichte Europas. Von 1815 bis zur Gegenwart, Paderborn u. a. 2010;
  • Herfried Münkler, Grit Straßberger, Politische Theorie und Ideengeschichte. Eine Einführung, München 2016;
  • Dieter Nohlen, Florian Grotz (Hg.), Kleines Lexikon der Politik, Bonn 62015 (Bundeszentrale für politische Bildung);
  • Karl Pisa, Alexis de Tocqueville. Prophet des Massenzeitalters, Stuttgart 1984;
  • Wolfgang Reinhard, Geschichte der Staatsgewalt. Eine vergleichende Verfassungsgeschichte Europas von den Anfängen bis zur Gegenwart, München 1999 u. ö.;
  • Rainer F. Schmidt, Otto von Bismarck (1815–1898). Realpolitik und Revolution. Eine Biographie, Stuttgart 2004