Die perfekte Pose? - Geschichte, Funktionen und Typen der Porträtmalerei

Inhalt

Gerade in den letzten Jahren haben sich immer mehr zeitgenössische Künstler*innen dem Medium des Papierschnitts zugewendet, der seit seiner Entstehung immer wieder neue Formate angenommen hat. Das Seminar möchte daher die Entwicklung des künstlerischen Ausschneidens von Papier, ausgehend von den frühen Schnitten im 17. Jahrhundert, den Porträt-Silhouetten, erzählerischen, dekorativen oder floralen Scherenschnitten über Collagen der frühen Moderne bis zu zeitgenössischen großformatigen Rauminstallationen und Paste-Ups im öffentlichen Raum, in den Blick nehmen und beleuchten.

Dabei spielt auch die Geschichte und Entwicklung der Papierindustrie und des Papiers als künstlerisches Medium eine wesentliche Rolle: Welche Möglichkeiten bieten das Papier und die Schneidewerkzeuge durch die Jahrhunderte hinweg? Sind die Themen und Bearbeitung von den technischen Voraussetzungen abhängig? Wie verhält sich jeweils die zeitgenössische Rezeption?

Anhand ausgewählter Beispiele des Papierschnitts werden neben den bildlichen Themen und technischen Herangehensweisen an das Material (Cut-out oder Cut-in) auch materialästhetische, kontextorientierte und rezeptionsästhetische Fragen diskutiert werden.

Lernziele:

- Erkennen und Nachvollziehen von komplexen historischen medialen Kommunikationskulturen und kulturellen Lebenswelten

- Kontextualisierung von Epochen- und Medienproblemen sowie inter- oder transdisziplinäre Übertragung

- Kompetenzerwerb hinsichtlich der kunst- und medienhistorischen Thematik sowie geisteswissenschaftlichen Arbeitsweise

- Expertenwissen durch die Erarbeitung eines speziellen Themenkomplexes in einem Referat o.ä.

2-3 LP

VortragsspracheDeutsch
Organisatorisches

Anmeldung erforderlich über folgenden Link: https://www.zak.kit.edu/anmeldung.php/event/47590#calendar_top