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Christine Mielke
Ansprechpartnerin
Dr. Christine Mielke
Öffentliche Wissenschaft, Koordination Begleitstudium Angewandte Kulturwissenschaft

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Tel.: 0721-608-46920

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Interreligiöser Campusdialog

Projektgruppe Haus der Begegnung: Religionen und Kulturen am KIT

Die Projektgruppe „Haus der Begegnung: Religionen und Kulturen am KIT“ gründete sich 2011 und ist eine Initiative der Evangelischen Studierendengemeinde, des Dachverbands muslimischer Vereine in Karlsruhe, der Katholischen Hochschulgemeinde, des Muslimischen Studentenvereins sowie des ZAK. Sie will den religiösen und (welt-)ethischen Diskurs am KIT etablieren.

Gegenwärtig findet einmal pro Semester eine interreligiöse Dialogveranstaltung statt. Im Sommersemester stehen die „Schätze“ und Gemeinsamkeiten der Religionen und Kulturen im Vordergrund während im Wintersemester konfliktreiche Themen im religiösen Kontext diskutiert werden.

Vergebung – konstruktive Kraft der Konfliktlösung?

Interreligiöser Dialog am Campus im Sommersemester 2016

Montag, 27. Juni 2016, um 19.00 Uhr, Foyer des Center for Functional Nanostructures (CFN), Geb. 30.25, Wolfgang-Gaede-Straße 1a, KIT Campus Süd

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Welche Rolle spielt Vergebung bei der Bewältigung von Konflikten? Kann Vergebung eine bewusste Strategie sein, um geschehenes Unrecht aufzuarbeiten und aus einer Verletzung resultierende Nachfolgekonflikte für die Zukunft zu verhindern?

Konfliktsituationen ereignen sich mitten im Alltag und führen häufig zu persönlichen Kränkungen der Beteiligten. Die leidvolle Erfahrung von zugefügter Ungerechtigkeit und das Gefühl, dem Täter dabei schutzlos ausgeliefert zu sein, kann beim Opfer Züge eines Traumas annehmen. Bleiben schwerwiegende seelische Erschütterung unaufgearbeitet, können sie die Persönlichkeit des Betroffenen, seinen Umgang mit Anderen sowie seinen weiteren Lebensweg nachhaltig belasten und unter Umständen noch transgenerativ nachwirken. Die Spirale der Gewalt schraubt sich indessen weiter, wenn der innere Schmerz des Opfers sich in Form von aggressiver Reaktion gegen seine Mitmenschen wendet und ihn wiederum zum Täter werden lässt.

Dem individuellen und kollektiven Akt der ‚Vergebung‘ als einem wichtigen Schritt auf dem Weg zur Entspannung von Konflikten wird nicht nur von Seiten der Religionen traditionell eine zentrale Bedeutung beigemessen. Zunehmend erfährt das Konzept der Vergebung im medizinisch-therapeutischen Kontext sowie in der Friedens- und Konfliktforschung eine wachsende Beachtung. Darüber möchten ExpertInnen aus Religion und Wissenschaft mit dem Publikum am Montag, 27. Juni 2016, 19.00 Uhr im Foyer des CFN, Geb. 30.25, Wolfgang-Gaede-Straße 1a, KIT Campus Süd diskutieren.

Wegbeschreibung als PDF (ca. 400KB)

 

 Podiumsgäste:

Prof. Dr. Annette Kämmerer

war als Akademische Direktorin am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg bis 2014 tätig. Sie studierte Psychologie, Philosophie und Soziologie in Gießen und Heidelberg. Zwischen 2007 und 2013 leitete Professorin Kämmerer das internationale Doktorandenkolleg “Interkulturelle Ätiologie- und Psychotherapieforschung am Beispiel der Depression“. Zu ihren wissenschaftlichen Forschungsschwerpunkten, zu denen sie zahlreiche Publikationen veröffentlich hatte, zählt die Analyse moralischer Gefühle wie Scham, Schuld, Dankbarkeit, Vergebung sowie die emotionsfokussierte Psychotherapie. Darüber hinaus konzentrierte sie sich in ihrer Forschung auf Themen wie die Psychotherapie und Würde, Geschlechterrollen und ihr spezifisches Verhältnis zu Psychopathologien. Im Rahmen ihrer Mitgliedschaft im Marsilius-Kolleg der Universität Heidelberg bearbeitete Professorin Annette Kämmerer das Forschungsprojekt „Gewalt und Altruismus“. Als approbierte Psychotherapeutin im Bereich der Einzel- und Gruppentherapie ist sie nach wie vor in der Ausbildung angehender PsychotherapeutInnen engagiert. Seit 2014 ist sie mit eigener Praxis als Verhaltenstherapeutin in Heidelberg tätig.

Aaroun Abdurrahim Schabel, M.Sc.

ist erster Vorsitzender der Islamischen Arbeitsgemeinschaft für Sozial- und Erziehungsberufe (IASE e.V.) und angehender psychologischer Psychotherapeut. Er studierte an der Technischen Universität Darmstadt Psychologie mit dem Schwerpunkt Klinische Psychologie sowie Wirtschafts- und Personalpsychologie. Seine Ausbildung zum Psychotherapeuten absolviert Herr Schabel an der Wiesbadener Akademie für Psychotherapie (WIAP). Parallel dazu praktiziert er bereits unter Supervision in Rüsselsheim. Sein Interesse gilt den psychodynamischen Therapieverfahren, im Besonderen der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie (TfP). Als Sohn eines deutsch-afghanischen Ehepaares, das sich bereits seit 30 Jahren in der Öffentlichkeit für die Belange der interreligiösen und interkulturellen Verständigung engagiert, ist Aaroun Abdurrahim Schabel bereits sehr früh mit den betreffenden Fragestellungen in Berührung gekommen. Aus seiner Erfahrung mit muslimisch geprägten Patienten weiß Herr Schabel um die besondere Bedeutung, die Religion für die personale Identität eines Individuums haben kann. Er wirbt daher für eine angemessene Berücksichtigung dieses Aspektes in der Psychotherapie, in der Religion häufig eine eher vernachlässigte Rolle spielt.

Dr. Wolfgang Heinrich

war beruflich über 30 Jahre in der Entwicklungszusammenarbeit vor allem für deutsche und skandinavische kirchliche Entwicklungsorganisationen tätig. Gleich zu Beginn geriet er in den Kontext gewaltsam ausgetragener innergesellschaftlicher Konflikte und befasst sich seitdem mit Fragen der Gewaltprävention und der Konflikttransformation in der Entwicklungszusammenarbeit. Seine regionalen Schwerpunkte sind das Horn von Afrika und Länder in Südasien. Dort berät und begleitet er lokale zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich darum bemühen, Gewalt zu de-eskalieren und gerechte und friedensfähige Gesellschaft aufzubauen. Dr. Heinrich war bis Ende 2015 Referent für Konfliktbearbeitung und Friedensförderung in der Abteilung Politik von Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst. Er ist Ethnologe (Studium an der Georg-August Universität Göttingen und der University of California at Berkley) und hat zum Thema ethnische Identität und Staatsbildung in Afrika promoviert.


 Moderation:

Andrea Legge

ist Pastoralreferentin und Supervisorin der Erzdiözese Freiburg und stellvertretende Leiterin der Katholischen Hochschulgemeinde Karlsruhe. Sie studierte Katholische Theologie und Mathematik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Spiritualität, Theologische Bildung, Beratung/Begleitung und interreligiöser Dialog. Frau Legge ist Mitglied der Projektgruppe "Haus der Begegnung - Kulturen und Religionen am KIT". Für Studierende und Mitarbeitende der Hochschulen bietet sie u.a. geistliche Begleitung, Berufungscoaching und Supervision an. Nebenberuflich moderiert sie Zukunftsprozesse von Kirchengemeinden und gibt Seminare zur Visionsentwicklung von Teams und Einzelpersonen.

 

Gender, Religion und Gesellschaft – ein dynamisches Verhältnis

Interreligiöser Dialog am Campus im Wintersemester 2015/16

Mittwoch, 27. Januar 2016, 18.30 Uhr, NTI-Hörsaal, KIT Campus Süd, Geb. 30.10, Engesserstr. 5

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Wie tragen religiöse Traditionen zur Konstruktion von Geschlechtern und Geschlechterbeziehungen bei? Wie wird Geschlechterdifferenz in der Gesellschaft konstruiert und wie wird sie wirksam? Welche Auffassungen von Weiblichkeit und Männlichkeit, von Körper und Sexualität werden in Religionen transportiert und inwiefern spiegeln sich darin gesamtgesellschaftliche Entwicklungen wider? Inwiefern werden unterschiedliche Auffassungen von Geschlecht auch im interreligiösen Dialog relevant und wie kann damit angemessen umgegangen werden?

Die soziale Bedeutung der Geschlechterrollen, deren Entstehung und welchen Bedeutungswandel sie heute erfahren, möchte die Projektgruppe „Haus der Begegnung: Religionen und Kulturen am KIT“ zum Thema machen und dabei besonders den Aspekt der Religion berücksichtigen. Unter dem Titel „Gender, Religion und Gesellschaft – ein dynamisches Verhältnis“ wird dies am 27. Januar 2016 in einem Podiumsgespräch gemeinsam mit Theolog_innen und weiteren Expert_innen diskutiert.

Podiumsgäste:
 
Hatice Durmaz M.A.
Die Kölnerin studierte Geschichtswissenschaften mit dem Nebenfach Psychologie in Bonn (Bachelor) und Sozialmanagement in Berlin (Master). Sie gründete 2007 den Rat muslimischer Studierender & Akademiker (RAMSA) mit. Dort bekleidete sie bis 2014 das Amt der Generalsekretärin und leitete verschiedene Projekte im Bereich Bildung und interreligiöser Dialog. Seit 2014 ist sie Präsidentin des RAMSA. Der RAMSA ist eine Dachorganisation muslimischer Studierender, Hochschulgruppen und Akademiker in Deutschland.
 
 
Prof. Dr. Hildegund Keul
apl. Professorin für Fundamentaltheologie und Vergleichende Religionswissenschaft, Universität Würzburg
Leiterin der Arbeitsstelle für Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz

Hildegund Keul ist Leiterin der Arbeitsstelle für Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz und außerplanmäßige Professorin am Lehrstuhl für Fundamentaltheologie und vergleichende Religionswissenschaft an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Sie studierte Theologie und Germanistik in Trier, Jerusalem und Würzburg. Ihre Dissertation verfasste sie über Bettina Brentano-Arnim als Wegbereiterin für eine Feministische Theologie und ihre Habilitation über die Poetin und Begine Mechthild von Magdeburg. Schwerpunktthemen ihrer Arbeit sind: Pastorale Konzepte in postsäkularer Kultur, Gravuren der Mystik in heutigen Gottesfragen, Frauengeschichte, Spiritualität und Theologie sowie die Macht der Verwundbarkeit in Religion und Genderfragen. Als Autorin und Herausgeberin veröffentlichte sie zahlreiche Publikationen.
 
 


Foto: Urban Zintel

Stefanie Lohaus
Mit-Herausgeberin und Mit-Redakteurin Missy Magazine, Autorin und Journalistin

Stefanie Lohaus lebt als freie Autorin und Journalistin in Berlin. Sie studierte Angewandte Kulturwissenschaften in Lüneburg und gründete 2008 die feministische Zeitschrift Missy Magazine, für die sie seitdem als Mitherausgeberin und -redakteurin tätig ist. Sie schreibt zusätzlich als freie Autorin, u.a. auf dem Zeit-Blog „10nach8“, und hält Vorträge zu gleichberechtigter Partnerschaft, Feminismus, Popkultur. 2015 erschien das Buch „Papa kann auch stillen“, das sie gemeinsam mit ihrem Partner verfasste. Es basiert auf Texten der Kolumne „Das Prinzip 50/50“, die 2013 auf ZeitOnline erschien. Lohaus gehört zu den Verfasser_innen des Aufrufs gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus, der Anfang 2016 unter dem Hashtag #ausnahmslos veröffentlicht wurde.
 
 
Moderation:
Annegret Brauch
Kirchenrätin, Persönliche Referentin und Theologische Mitarbeiterin des Landesbischofs

Geboren und aufgewachsen in Karlsruhe, studierte Annegret Brauch Evangelische Theologie in Göttingen und Basel. Darauf folgte ein Vikariat in Bad Bellingen, Offenburg und Furtwangen. Von 1988 bis 1992 war sie als Pfarrerin und Religionslehrerin am Kepler-Gymnasium in Freiburg tätig. Von 1992 bis 2001 hatte sie die Leitung der Regionalstelle der Evangelischen Erwachsenenbildung in der Ortenau inne und von 2001 bis Sommer 2013 die Leitung der Frauenarbeit der Evangelischen Landeskirche in Baden. Seit August 2013 ist sie persönliche Referentin und theologische Mitarbeiterin von Landesbischof Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh und verantwortlich für die Leitung des Bischofsbüros.
 
 
 
 

FAIRantwortung

Interreligiöser Dialog am Campus im Sommersemester 2015

Mittwoch, 27. Mai 2015, 19.00 Uhr, Foyer des CFN, Geb. 30.25, Wolfgang-Gaede-Straße 1a, KIT Campus Süd

Im Zuge der fortschreitenden Globalisierung und den damit verbundenen positiven und negativen Folgen steht die Frage nach einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen immer stärker im Vordergrund. Nachhaltige Entwicklung in ökologischen, sozialen und ökonomischen Bereichen zielt darauf ab, Ressourcen zum Wohl zukünftiger Generationen zu bewahren. Die Projektgruppe „Haus der Begegnung am KIT“ möchte gemeinsam mit den Studierenden herausfinden, welche Perspektiven zum Thema der Nachhaltigkeit sich in Religionen und anderen Weltanschauungen finden lassen. Welche Überzeugungen sind handlungsleitend für unseren Umgang mit Ressourcen? Welches sind relevante Aspekte der Schöpfungstheologie in Islam und Christentum und was bedeutet z.B. der biblische Auftrag zur Bebauung und Bewahrung der Erde für ein ökologisches Bewusstsein und für fairen Konsum? Was sind die drängendsten Themen der Nachhaltigkeit, insbesondere in den Bereichen der sozialen Gerechtigkeit und der Erhaltung des natürlichen und kulturellen Erbes – gerade auch vor Ort in Karlsruhe?

Ergänzend zu den Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen der Projektgruppe soll die Veranstaltung die Möglichkeit bieten, mit anderen Studierenden ins Gespräch zu kommen und in einen persönlicheren (interreligiösen) Dialog zu treten. Neben kurzen Impulsreferaten steht daher der moderierte Austausch an Tischen mit der World-Café-Methode im Vordergrund. Der Abend ist offen für Studierende aller Glaubensrichtungen und Weltanschauungen, für alle politisch oder sozial Engagierten, für Interessierte und Neugierige.

Datum und Ort: Mittwoch, 27. Mai 2015, 19 Uhr, Foyer des CFN, Geb. 30.25, Wolfgang-Gaede-Straße 1a, KIT Campus Süd.

 

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Wegbeschreibung als PDF (ca. 400KB)

Religion radikal – und dann?

Interreligiöser Dialog am Campus im Wintersemester 2014/2015

21.01.2015, 19.30 Uhr, NTI-Hörsaal, KIT Campus Süd, Geb. 30.10, Engesserstr. 5

Radikale Bewegungen auf politischer, gesellschaftlicher oder religiöser Ebene sind keine neuen Erscheinungen. In den letzten Jahren prägen jedoch vor allem Gruppen die Berichterstattung, die radikal-religiöse Ideologien vertreten oder sich auf Religion berufen, um extreme Einstellungen bis hin zu Gewaltbereitschaft und Gewaltanwendung zu praktizieren. Dabei stellt sich die Frage, wie solche radikalen Strömungen entstehen und welche außerreligiösen Faktoren eine Rolle spielen können. Neben einem Überblick und einer Einordnung gegenwärtiger extremistischer Strömungen in Islam und Christentum ist von Bedeutung, welche Antwort darauf aus den Religionen selbst kommt. Gemeinsam mit dem Islamwissenschaftler Moussa Al-Hassan Diaw, Institut für Islamische Theologie an der Universität Osnabrück, und dem evangelischen Theologen Prof. Dr. Reinhold Bernhardt von der Universität Basel soll der Frage nachgegangen werden, ob und welche Gegenentwürfe zu radikalen religiösen Bewegungen existieren. Welche Botschaft kann die Botschaft von Extremisten ersetzen? Was kann Radikalisierungsverläufe stoppen? Wie können Religionen „für morgen“ aussehen? Und wie kann man rechtzeitig verhindern, dass religiöse Interpretation nicht in eine Auslegung ausartet, die Gewalt rechtfertigt? Diesen Aspekten will die Projektgruppe „Haus der Begegnung: Kulturen und Religionen am KIT“ bei dem Podiumsgespräch am Mittwoch, 21. Januar 2015 um 19.30 Uhr im NTI-Hörsaal nachgehen.

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Referenten / Podiumsgäste:

Moussa Al-Hassan Diaw studierte Politik, Religionspädagogik, Geschichte und Englisch für das Lehramt und verfasste seine Masterarbeit an der Universität Wien über das Selbstverständnis von Muslimen in Europa heute. Er ist Mitgründer des „Netzwerkes Sozialer Zusammenhalt, Prävention, Deradikalisierung und Demokratie“. Als Doktorand an der Universität Osnabrück promoviert er zum Thema „Muslimischer Zelotismus und politischer Salafismus“ und war dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Er ist Teil des Netzwerkes EUISA und Mitglied beim „Radicalisation Awarness Network“ der Europäischen Kommission „RAN Europe“. Er engagiert sich im muslimisch-jüdischen Dialog, u.a. in der „Foundation for Ethnic Understanding – Gathering of European Muslim und Jewish Leaders“. In seinen Publikationen und Forschungsarbeiten hat er sich unter anderem mit den Themen politische Ideologisierung von Religion, Migration und Identität, Rassismus, antimuslimischen Rassismus und Antisemitismus auseinandergesetzt. Er ist Berater bei RAMSA - Rat Muslimischer Studierender und Akademiker in Deutschland.

Prof. Dr. Reinhold BernhardtProf. Dr. Reinhold Bernhardt ist Professor für Systematische Theologie beziehungsweise Dogmatik an der Universität Basel. Er studierte evangelische Theologie an der Universität Heidelberg, wo er anschließend zum Thema „Der Absolutheitsanspruch des Christentums. Von der Aufklärung bis zur Pluralistischen Religionstheologie" promovierte. Von 1991 – 1996 war er Studienleiter am Ökumenischen Institut der Universität Heidelberg. Als Habilitationsstipendiat der DFG habilitierte er sich 1998 an der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg und wurde 2001 auf die Professur für Systematische Theologie an der Universität Osnabrück berufen. Er hatte Gastdozenturen bzw. Lehraufträge an Universitäten in Tennessee, Brasilien und Schottland inne. Bernhardt ist Herausgeber der Reihe „Beiträge zu einer Theologie der Religionen" und Redaktor der „Theologischen Zeitschrift“, seine Forschungsschwerpunkte liegen u.a. auf Dialog, Theologie und Hermeneutik der Religionen.

Moderation: Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha

Zur Veranstaltung laden wir Sie herzlich ein. Der Eintritt ist frei.

Die Welt zu Gast bei Freunden?

Interreligiöser Dialog am Campus im Sommersemester 2014

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01.07.2014 – 19.00 Uhr, NTI-Hörsaal, KIT Campus Süd, Geb. 30.10, Engesserstr. 5

 

Interreligiöser Dialog

Die meisten von uns sind schon bei anderen zu Gast gewesen oder haben selbst Gäste beherbergt. Gastfreundlich aufgenommen zu werden ist ein bereicherndes Erlebnis. Das Recht, Gastfreundschaft zu erfahren, und die Pflicht, Gastfreundschaft zu üben, lässt sich auch in den Religionen entdecken – so etwa im Christentum, wo es im Neuen Testament heißt: „Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt“ (Hebr. 13,2).

Die Projektgruppe „Haus der Begegnung: Kulturen und Religionen am KIT“ begibt sich auf die Spurensuche, wie das Prinzip der Gastfreundschaft im Islam und Christentum verwurzelt ist. Gemeinsam mit theologischen Experten aus Wissenschaft und Praxis soll diskutiert werden, welche Relevanz die Gastfreundschaft heute hat. Wen empfinden wir als „Gast“? Wo liegen Grenzen der Gastfreundschaft? Und was bedeutet der Auftrag zur Gastfreundschaft für unser Handeln im Hinblick auf unsere gesellschaftliche Realität?

Die Veranstaltung findet im islamischen Fastenmonat Ramadan statt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, gemeinsam mit dem muslimischen Studentenverein Karlsruhe am abendlichen Fastenbrechen teilzunehmen. Auch nicht-muslimische Besucher sind herzlich dazu eingeladen.

Podiumsteilnehmer/innen:

Ilka Sobottke, Pfarrerin der Ev. City-Gemeinde Hafen-Konkordien Mannheim, Leitung der „Vesperkirche“ und Mitinitiatorin der „Meile der Religionen“

Ilka Sobottke wurde 1966 in Bad Segeberg geboren. Sie studierte evangelische Theologie in Heidelberg und Rom. Sie ist seit 1999 in Mannheim als Studierendenpfarrerin tätig sowie in der CityGemeinde Hafen-Konkordien aktiv. Sie war maßgeblich am Aufbau der CityKirchenarbeit beteiligt. Ihre Arbeit umfasst die Schwerpunkte „Sozialdiakonie“ (u.a. Arbeit mit Obdachlosen, Flüchtlingen, Ausbau der Vesperkirche Mannheim) und „Kunst“ (Ausstellungen und Installationen, um Kirche in Berührung mit gegenwärtigen gesellschaftlichen Fragen zu bringen). Die Pfarrerin engagiert sich im interreligiösen Gespräch und ist Vorsitzende der Christlich-Islamischen Gesellschaft Mannheim, Mitinitiatorin der „Meile der Religionen“ und Mitbegründerin des „Forums der Religionen“ Mannheim.

Nadir Moubarrid, Leiter des Haus des Islam, Lützelbach (Odenwald)


Nadir Moubarrid wurde 1977 in Hanau geboren. Im Alter zwischen 5 und 11 Jahren lebte er in Marokko, wo er die Schule besuchte. Dort lernte er die Sprache und Kultur des Landes bevor er 1988 nach Deutschland zurückkehrte. Ab 1998 studierte er an der Universität Bonn Übersetzen in den Sprachen Arabisch und Chinesisch und engagierte sich für die Belange der muslimischen Studierenden im Rahmen der Islamischen Hochschulvereinigung Bonn. Von 1995 bis 2009 war er bei der Muslimischen Jugend Deutschland aktiv und war dort in verschiedenen Funktionen in der Jugendarbeit tätig. Er wirkt bei der Internetplattform „sogesehen.tv“ mit, einem Onlineprojekt von „Islam.de“. Nadir Moubarrid ist der Leiter der Initiative „Haus des Islam“ in Lützelbach, Odenwald.

Moderation:

Dankwart von Loeper, Herausgeber und Autor verschiedener Werke zur Asyl- und Menschenrechtsarbeit, Leiter der Ariadne Medienagentur und Mitbegründer und Vorstand des Menschenrechtszentrums Karlsruhe e.V.

Dankwart von Loeper wurde 1958 geboren. Mit 19 Jahren gründete er seinen eigenen Verlag, um Exilautoren und junge Literaten zu veröffentlichen. Er ist Herausgeber und Autor verschiedener Standardwerke der Flüchtlings- und Menschenrechtsarbeit. Zusätzlich zur verlegerischen Arbeit ist er seit über fünfzehn Jahren Leiter der Ariadne Medienagentur. Seit über 25 Jahren ist er ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit in verschiedenen lokalen und überregionalen Organisationen aktiv. Er ist Mitbegründer und Vorstand des Menschenrechtszentrums Karlsruhe e.V. und der Mir Mohammedi Menschenrechtsstiftung. Des Weiteren ist er Gründungsmitglied von „Miteinander leben“ Karlsruhe und Verantwortlicher für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der „Wochen gegen Rassismus“ Karlsruhe.

 

Privatsache Religion?

Interreligiöser Dialog am Campus im Wintersemester 2013/2014

Veranstaltung auf YouTube | zu den Bildern der Veranstaltung  |  Bericht im Radio-KIT

15.01.2014, 18 Uhr, NTI-Hörsaal, KIT Campus Süd, Geb. 30.10, Engesserstr. 5

Die moderne Gesellschaft ist gekennzeichnet durch Vielfalt der kulturellen, religiösen und weltanschaulichen Einstellungen. Die Religionsfreiheit ist ein verfassungsrechtlich geschütztes Grundrecht. Aber wie steht es aktuell um die Religion? Ist es im 21. Jahrhundert an der Zeit, die Religion aus dem öffentlichen Raum zu verbannen? Wie ist die Forderung nach einer laizistischen Religionspolitik einzuordnen? Verstößt dies gegen das Gebot der Religionsfreiheit? Wie viel Privatisierung vertragen Religionsgemeinschaften, die oft auch als soziale Netzwerke fungieren? Und stellt sich nicht auch die Frage, wie viel Religion ein Staat brauchen könnte? Die Projektgruppe „Haus der Begegnung: Kulturen und Religionen am KIT“ geht diesen Fragen am Mittwoch, 15. Januar 2014 um 18 Uhr im NTI-Hörsaal (KIT-Campus Süd) nach. Moderiert wird die Veranstaltung von Klaus Nientiedt, Theologe und Chefredakteur des Konradsblatts, der Wochenzeitung für das Erzbistum Freiburg mit Sitz in Karlsruhe. Moderiert wird die Veranstaltung von Klaus Nientiedt, Theologe und Chefredakteur des Konradsblatts, der Wochenzeitung für das Erzbistum Freiburg mit Sitz in Karlsruhe.

Gefördert vom Kulturbüro der Stadt Karlsruhe.


Sebastian Nerz

wurde 1983 in Baden-Württemberg geboren. Er studierte Bioinformatik an der Universität Tübingen und war zunächst Mitglied der CDU im Ortsverband Tübingen. Nach seinem Austritt trat er 2009 der Piratenpartei bei und war Vorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg, bis er im Mai 2011 in den Bundesvorstand der Partei gewählt wurde. Bis November 2013 war er mit den politischen Schwerpunkten Innenpolitik (Grundrechte und Demokratie, Implikationen neuer Techniken und gesellschaftliche Veränderungen) sowie Umwelt- und Bildungspolitik in der Piratenpartei aktiv. Nerz ist außerdem bei der Tübinger Firma SySS tätig.



Kaan Mustafa Orhon

wurde 1984 in Göttingen als Sohn türkisch-deutscher Eltern geboren. Nach dem Abitur absolvierte er den neunmonatigen Wehrdienst als Sanitätssoldat. Während des Studiums der Islamwissenschaften in Bonn war er Vorstand der Islamischen Hochschulvereinigung. Er war außerdemVorstandsmitglied des Rates muslimischer Studierender und Akademiker (Ramsa) und ist seit 2012 Vizepräsident des Rates. Er ist seit zwei Jahren bei der internationalen Menschenrechtsorganisation „Gesellschaft für bedrohte Völker“ (GfbV) tätig und engagiert sich im muslimisch-christlichen sowie im muslimisch-jüdischen Dialog.



PD Dr. Oliver Hidalgo

studierte Volkswirtschaftslehre, Politikwissenschaft, Recht und Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im Jahr 2006 promovierte er zu dem Thema „Unbehagliche Moderne. Tocqueville und die Frage der Religion in der Politik“ und war anschließend u.a. in der Lehre an der Universität Regenburg sowie an der Hochschule für Philosophie München (HfPh) tätig. Er ist seit 2009 Sprecher des AK »Politik und Religion« der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW). Im Sommer 2012 habilitierte sich Oliver Hidalogo und arbeitet seither u.a. als Privatdozent am Institut für Politikwissenschaft der Universität Regensburg. Er ist Herausgeber und Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen, einer seiner Forschungsschwerpunkt liegt dabei auf Politik und Religion (insbesondere Säkularisierung sowie Demokratie und Islam).

Ethik in den Religionen. Christliche und islamische Grundlagen

Interreligiöser Dialog am Campus im Sommersemester 2013

04.07.2013, 18.30 Uhr, NTI-Hörsaal, KIT Campus Süd, Geb. 30.10, Engesserstr. 5

Im Kontext einer globalisierten Welt wächst der Bedarf nach Orientierung, nach sinnvollen Handlungsanweisungen und Werten. Neben der Philosophie haben sich deshalb auch die Weltreligionen immer wieder um ethische Konzepte bemüht. Was charakterisiert die christliche und die islamische Ethik? Wo gibt es Gemeinsamkeiten und Unterschiede? Können religiös motivierte Ethiken Orientierung für das Handeln in einer immer komplexer werdenden Welt bieten?


Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff

 

 

 

Institut für Systematische Theologie, Universität Freiburg
Zur Kurzbiographie als PDF


Prof. Dr. Harry Harun Behr
Interdisziplinäres Zentrum für Islamische Religionslehre, Universität Erlangen-Nürnberg
Zur Kurzbiographie als PDF

 

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Beschnittene Religionsfreiheit?

Das schwierige Verhältnis von religiösen Geboten und weltlicher Rechtsordnung

Interreligiöser Dialog am Campus im Wintersemester 2012/13

Beitrag von Radio KIT (17.01.2013) | Zu den Bildern der Veranstaltung

 

Mi, 16. Januar 2013, 19:00 bis 20:30 Uhr
Festsaal des Studentenhauses, Adenauerring 7, KIT Campus Süd

Interreligiöser DialogÜber das schwierige Verhältnis von religiösen Geboten und weltlicher Rechtsordnung diskutierten am 16. Januar 2013 Fachleute verschiedener Disziplinen bei einer Veranstaltung der „Projektgruppe Haus der Begegnung am KIT“.

Was wiegt schwerer – das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit und seine religiöse Selbstbestimmung oder die elterliche Religionsfreiheit? Die aktuelle Beschneidungsdebatte führt deutlich vor Augen, wie komplex das Verhältnis von Religionsfreiheit und Strafrecht ist. Die Rolle des Religiösen im säkularen Staat ist regelmäßiger Gegenstand häufig emotional geführter Debatten – sei es um religiöse Symbole im öffentlichen Dienst, der Streit über das Kopftuch oder über die Praxis des Schächtens.
Die Projektpartner freuten sich, dass für die Abendveranstaltung Expertinnen und Experten mit religionshistorischem, medizinischem und juristischem Hintergrund gewonnen werden konnten, die sich in einem Podiumsgespräch kritisch mit der Thematik auseinandersetzten.

 

Moshe Flomenmann besuchte die Jüdische Akademie Kopenhagen und studierte anschließend an der Yeshiwa University in Manchester (UK), wo er im Alter von 21 Jahren das Rabbinerdiplom erhielt. 2004 wurde er Gemeinderabbiner u.a. in Lörrach sowie Landesrabbiner von Sachsen-Anhalt. 2011 kehrte er als Gemeinderabbiner nach Lörrach zurück und trat im Juli 2012 die Nachfolge Benjamin Soussans als Landesrabbiner von Baden an.

Engin Karahan ist seit 18 Jahren in der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs aktiv. Er ist derzeit im Generalsekretariat im Bereich Religionsverfassungsrecht und als stellvertretender Generalsekretär der IGMG tätig. Seit 2006 ist er Referent im Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland für religionsverfassungsrechtliche Fragen. Seit Mitte 2009 ist er einer der zwei Vertreter des Islamrats im Koordinationsrat der Muslime (KRM). Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt im Bereich Institutionalisierung des Islams in Deutschland und Fragen der Integration des Islams in rechtlicher und gesellschaftlicher Hinsicht.

Prof. Dr. Birgit Klein studierte Judaistik, Theologie und Klassischen Philologie, u. a. in Jerusalem und Heidelberg. 1998 promovierte sie in Jüdischen Studien an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg. 2006 wurde sie im Fach Judaistik am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin habilitiert. Von 1993 bis 2005 als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Berlin, Duisburg und Düsseldorf tätig sowie von 2001 bis 2004 Inhaberin eines Lise-Meitner-Habilitationsstipendiums des Landes Nordrhein-Westfalen, hat sie seit 2006 den Lehrstuhl "Geschichte des jüdischen Volkes" an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg inne.

Prof. Dr. Holm Putzke studierte Rechtswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Er war u.a. als Mitarbeiter an der Ruhr-Universität Bochum tätig und legte 2002 das Zweite Juristische Staatsexamen beim Landesjustizprüfungsamt Nordrhein-Westfalen ab. 2003 wurde ihm durch die Juristische Fakultät der Ruhr-Universität der Doktorgrad verliehen. Anschließend absolvierte er ein Auslandsstudium sowie den Postgraduiertenstudiengang "Polnisches Wirtschaftsrecht" an der Jagiellonen-Universität in Krakau (Polen). Bis 2010 war er Mitarbeiter an der Ruhr-Universität Bochum und ist seither als Professor für Strafrecht an der Universität Passau tätig.

Prof. Dr. Philipp Szavay studierte Medizin an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen, wo er 1995 promovierte. Er war u.a. als Assistenzarzt an der Medizinische Hochschule Hannover tätig und ist seit 2006 Leitender Oberarzt und stellv. Ärztlicher Direktor der Abteilung Kinderchirurgie und Kinderurologie am Universitätsklinikum Tübingen. 2011 wurde er habilitiert und erhielt einen Ruf auf die Professur und den Lehrstuhl für Kinderchirurgie an der Universität zu Lübeck. Seit 2008 ist er im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie und seit 2011 als deren Beauftragter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig.

Prof. Dr. Jörg Winter studierte Rechtswissenschaft an den Universitäten Bochum und Freiburg im Breisgau. Er war u.a. als Direktor der Rechtsabteilung des Diakonischen Werkes der EKD tätig. Bis 2007 hatte er das Amt des Juristischen Oberkirchenrats der Evangelischen Landeskirche Baden inne. Winter ist Honorarprofessor für Kirchenrecht- und Staatskirchenrecht der Universität Heidelberg und Lehrbeauftragter der Universität Freiburg im Breisgau. Er veröffentlichte zahlreiche Beiträge zum Kirchen- und Staatskirchenrecht.

Moderation:
Dr. Daniel Meier
studierte Ev. Theologie in Kiel, Jerusalem und Heidelberg und absolvierte anschließend ein Aufbaustudium in Journalistik /Evangelischer Publizistik. Er war u.a. beim SWR und bei der Leipziger Volkszeitung tätig. 2001 begann er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Christliche Publizistik in Erlangen zu arbeiten, wo er 2006 promovierte. Seit 2012 ist er Pressesprecher der Badischen Landeskirche und Leiter des Zentrums für Kommunikation im Evangelischen Oberkirchenrat Karlsruhe.

 

 

 

 

Fotos im Uhrzeigersinn von: © Thorben Wengert, Salih Ucar, Dieter Schütz, Bettina F. / PIXELIO

Schätze der Kulturen und Religionen: Mystik im Islam und im Christentum

Interreligiöser Dialog am Campus im Sommersemester 2012

Video der Veranstaltung auf DIVA

20. Juni 2012, 18:00 bis 19:30
Festsaal des Studentenhauses, Adenauerring 7, KIT Campus-Süd

Auf die Suche nach GInterreligioesemeinsamkeiten und Unterschieden der Mystik im Christentum und im Islam begeben sich die Dominikanerin Mechthild Fricke (Speyer) und der Dozent für "Islamische Theologie/Religionspädagogik" Jörg Imran Schröter (PH Karlsruhe) am kommenden Mittwoch.

In der Reihe Interreligiöser Dialog am Campus geht das ZAK zusammen mit religiösen Hochschulgruppen und christlichen Hochschulgemeinden am KIT „Schätzen der Kulturen und Religionen“ auf den Grund. Die Mystik ist ein Phänomen, das uns in unterschiedlichen Ausprägungen in den Religionen begegnet.  Die Suche nach der Erfahrung einer absoluten Wirklichkeit, des Einswerdens mit dem göttlichen Ursprung und die Reflektion darüber sind Phänomene, mit denen sich Vertreter unterschiedlicher Religionen schon seit Jahrhunderten beschäftigten.

Die Projektpartner freuen sich, für die Abendveranstaltung zwei Experten gewonnen zu haben, die selbst gegenwärtige mystische Strömungen im Islam bzw. im Christentum leben und zugleich über ein fundiertes theoretisches Wissen verfügen.

Mechthild Fricke ist  Dominikanerin und gehört der Gemeinschaft “Institut St. Dominikus Speyer” an. Sie bietet regelmäßig Kontemplationskurse an, um Menschen eine Mystik für den Alltag zu vermitteln und sie auf ihrem kontemplativen Weg zu begleiten. Sie selbst gehört seit 25 Jahren der Würzburger Schule der Kontemplation an. Ihr Vortrag steht unter dem Titel „Was suchst du draußen, was du drinnen hast? Du trägst doch alle Wahrheit wesenhaft in dir“ (Meister Eckhart).


Jörg Imran Schröter ist Lehrer für islamischen Religionsunterricht im Modellversuch des Landes Baden-Württemberg und außerdem Dozent und Verantwortlicher für das Erweiterungsfach "Islamische Theologie/Religionspädagogik" an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Als Jugendlicher reiste er in der islamischen Welt und lernte eine Gruppe von Sufis kennen, eine mystisch ausgerichtete islamische Glaubensgemeinschaft, und trat dem Islam bei. Sein Vortrag steht unter dem Thema: „Selige Sehnsucht – Die Liebe zum Einen“.

Fotos: Wikipedia, Hayor/ Dirk Beyer/sbsk:Redaktor:Ham

Dialog am Campus: Die Wirtschaft - ein moralfreier Raum?

 

Plakat zur Veranstaltung

"Moral an die Börse!" ruft Georges Soros empört, während der Ökonom Friedrich von Hayek vor Moral in der Wirtschaft warnt. Kann man den Markt sich selbst überlassen oder braucht er eine Steuerung durch verbindliche Normen? Ein Plädoyer aus christlicher und muslimischer Sicht.

Vortrag und Diskussion mit
Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach und Zaid el-Mogaddedi.


Mittwoch, 12. Januar 2011, 18 Uhr
KIT, NTI-Hörsaal, Engesserstraße 5, Gebäude 30.10

 

 

Berichterstattung des Radio KIT zur Veranstaltung:

Am KIT wurde gestern heftig diskutiert. Es ging um Religion, Moral und: um Wirtschaft. Diese Themen scheinen sich zu widersprechen und so war die Diskussion auch mit einer provokanten Frage überschrieben. Die Wirtschaft – ein moralfreier Raum?
Was Wirtschaft mit Ethik und Religion zu tun hat, darüber haben am KIT ein Christ und ein Moslem debattiert: es waren der Jesuit Friedhelm Hengsbach und der islamische Banker Zais el-Mogaddedi.
KIT-Reporterin Anne-Christin Döhle ist dabei gewesen und hat sich im Anschluss an die Veranstaltung mit einem der Redner getroffen.

Zum Radiobeitrag (mp3 Datei)
Zum Radiobeitrag (im digitalen Archiv der KIT-Bibliothek)
Zum Veranstaltungsvideo

 

 

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Die Projektgruppe Haus der Begegnungen ist eine Initiative der Evangelischen Studierendengemeinde, des Dachverbands muslimischer Vereine in Karlsruhe, der Katholischen Hochschulgemeinde, des Muslimischen Studentenvereins sowie des ZAK. Sie will den religiösen und (welt-)ethischen Diskurs am KIT etablieren.

 

 

(Bild Stacheldraht mit Blumen [Teaser_IRCD_Vergebung] SS 2016)  Midgard Designer / photocase.de

(Bild von Prof. Dr. Reinhold Bernhardt) Quelle: Universität Basel Theologische Fakultät

(Bild mit Tisch, SS 2014) Foto: Olaf Rendler/ pixelio.de

(Bild "Umarmt Baum) Foto: JoeEsco / photocase.de

(Bild „Mein Mädchen und ich“, WS 2015/16) Foto: AllzweckJack / photocase.de