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Filmseminar des ZAK

Ergänzend zum Filmprogramm bietet das ZAK ab dem 24.10.2017 folgendes Seminar an:

BIG BROTHER. Überwachung, Überwachungsstaat und Datenabschöpfung in Kinofilmen

Filmseminar der AWWK

Ergänzend zum Filmprogramm bietet die Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung Karlsruhe (AWWK) ab 26.01.2018 folgendes Weiterbildungs-Filmseminar an:

BIG BROTHER – Überwachungsstaat und Freiheit in der Filmgeschichte

Filmexploratorium am ZKM

Ergänzend zum Filmprogramm führt das ZAK am 13.12.2017 im Medientheater des ZKM ein Filmexploratorium durch:
Big Brother in Kinofilmen – Zur Mediengeschichte der Überwachung

Traumfabrik #14

Das Programm der Traumfabrik #14 (PDF, ca. 5MB)

Uni im Kino

Seit Juni 2014 stellt das Karlsruher Filmtheater Schauburg einen Raum für KIT-Seminare des ZAK und der AWWK bereit.
Weitere Informationen

Traumfabrik Schauburg

Filmreihe: Traumfabrik

Traumfabrik #14: BIG BROTHER: Surveillance Cinema
Pluralistische Freiheit oder totale Kontrolle?

Der Überwachungsstaat ist Wirklichkeit geworden, nicht nur in totalitären Diktaturen: Massenüberwachung und „Vorratsdatenspeicherung“ durch Geheimdienste, Ausforschung von Online-Kundendaten durch Internetdienstleister - neue Informationstechnik hat „Otto Normalverbraucher“ zum „gläsernen Bürger“ werden lassen. Doch was, wenn die Kontrolleure unkontrollierbar werden? Was geschieht, wenn der „Big Brother Staat“ schrankenlose Eingriffe in die Privatsphäre und Abkehr von Werten wie Menschenrechten zugunsten vorgeblich „übergeordneter“ Ziele legitimiert? Was wird aus der Vision einer offenen, freien, pluralistischen Gesellschaft? Wie kann sich der Bürger vor Missbrauch durch Staat, Wirtschaftsgiganten, Bürokratie schützen?

„Surveillance Cinema“ – so der Titel der 14. Traumfabrikreihe, die den „Big-Brother Staat“ thematisiert und seine verschiedenen Ausprägungen, Zusammenhänge und Konsequenzen vor Augen führt. Filme aus den 1930er Jahren bis in die Gegenwart, zeigen unterschiedliche Aspekte von Überwachung und Kontrolle. Eröffnet wird die Reihe mit dem Film „Citizenfour“ und einer Podiumsdiskussion am Donnerstag, 19. Oktober 2017. Zu jedem Film gibt es eine film- und zeitgeschichtliche Mikroeinführung, im Anschluss lassen wir im Kinogespräch den Film Revue passieren. Ergänzend zur Reihe bieten das ZAK und die AWWK Filmseminare an, sowie ein Filmexploratorium am ZKM | Karlsruhe (siehe Infoboxen rechts).

Den Abschluss der Reihe bildet der Film „The Circle“ mit einer anschließenden Podiumsdiskussion am Dienstag, 27. Februar 2018.

Veranstaltungsort: Filmtheater Schauburg, Marienstraße 16, Karlsruhe (wenn nicht anders angegeben)
Karten erhältlich bei der Schauburg: 9€ / ermäßigt 7,50€ / Seminarteilnehmer 6€

 

Film- und Diskussionsabend: Watching. You.

Zum Auftakt der Filmreihe Traumfabrik laden am 19. Oktober 2017 um 18 Uhr die IT-Sicherheitsregion Karlsruhe gemeinsam mit dem ZAK zu einem Film- und Diskussionsabend in die Schauburg Karlsruhe ein.

Überwachung, Versteckspiel, Vertrauen: Der Oscar prämierte Film „Citizenfour“ von Laura Poitras gibt einen persönlichen Blick auf das Leben von Edward Snowden. Der Film dokumentiert die Geschichte des Whistleblowers an Hand der verdeckten Zusammenkünfte mit der Journalistin und Künstlerin Laura Poitras und dem Journalisten Glenn Greenwald in Hong Kong 2013.

Zum Film wird Wolfgang Petroll eine Kurzeinführung geben. Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion statt. Vertreten sind:

  • PD Dr. iur. Oliver Raabe, Direktor am Forschungszentrum Informatik (FZI)
  • Prof. Dr. Caroline Robertson-von Trotha, Direktorin des ZAK
  • Jan Linders, Chefdramaturg und stellvertretender Generalintendant am Badischen Staatstheater Karlsruhe.
  • Dr. Dirk Achenbach, Leiter des Kompetenzzentrums IT-Sicherheit am FZI
  • Moderation: Dirk Fox, Geschäftsführender Vorstand des Cyberforum e.V., Geschäftsführer der Secorvo Security Consulting GmbH und Initiator der Karlsruher IT-Sicherheitsinitiative (KA-IT-Si).

Im Anschluss findet im Foyer ein Stehempfang statt. Karten erhältlich bei der Schauburg: 9€ / ermäßigt 7,50€ / Seminarteilnehmer 6€

Zu den Bildern der Veranstaltung

 

Do 19.10.17 - 18-21h

Auftakt-Event: Film mit Einführung, Podiums-Expertengespräch und Buffet-Networking

Laura Poitras: Citizenfour. 2014, 113 Min. OSCAR 2015 - OmU

Mit Edward Snowden.

Edward Snowden enthüllte im Sommer 2013 die verfassungswidrige globale Überwachung durch NSA und CIA. Manche amerikanische Sicherheitspolitiker möchten ihn deshalb hängen sehen (Mike Rogers) oder auf eine Todesliste setzen (Ex-CIA-Direktor James Woolsey), US-Präsident Obama lehnte eine Begnadigung ab, Bürgerrechtsaktivisten hingegen sehen ihn als besseren Kandidaten für den Friedensnobelpreis. - Dokumentarfilmerin Laura Poitras (OSCAR 2015) war an der Aufdeckung des globalen Überwachungsskandals von Anfang an beteiligt.

 

anschließend: WATCHING YOU.

Die Podiumsdiskussion versucht, Hintergründe der globalen Überwachung zu beleuchten. Es nehmen teil: PD Dr. iur. Oliver Raabe, Zentrum für Angewandte Rechtswissenschaft am KIT, Prof. Dr. Caroline Robertson-von Trotha, Direktorin des ZAK, Dr. Dirk Achenbach, Leiter des Kompetenzzentrums IT-Sicherheit am FZI, sowie Jan Linders, Chefdramaturg und stellv. Generalintendant am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Die Moderation führt Dirk Fox, Geschäftsführender Vorstand des Cyberforum e.V., Geschäftsführer der Secorvo Security Consulting GmbH und Initiator der Karlsruher IT-Sicherheitsinitiative (KA-IT-Si). Das Publikum hat Gelegenheit, Fragen zu stellen und zur Diskussion beizutragen. Zum Abschluss lädt die IT-Sicherheitsregion Karlsruhe im Foyer zum Stehempfang ein.

 

So 22.10.17 - 15:00h

Blockwart oder Rasterfahndung, Justiz oder Selbstjustiz?

Fritz Lang: M – Eine Stadt sucht einen Mörder. 1931, 111 Min. – dt.

Mit Peter Lorre, Gustaf Gründgens, Otto Wernicke, Theo Lingen, Otto John.

Ein Kindermörder versetzt die Bürger einer Großstadt in Schrecken; Massenhysterie bricht  aus. Um den Täter zu fassen, konkurrieren zwei Gruppen: der Justizapparat setzt auf Rasterfahndung, die organisierte Unterwelt auf ein Blockwart-System. Langs Polizei-Kommissar hatte  ein reales Vorbild: Ernst Gennat, Pionier der Kriminologie, Datensammler (seine „Mörderkartei“) und stadtbekanntes Berliner Original. Am Ende steht ein Plädoyer gegen Selbstjustiz - und die Einsicht: absoluten Schutz kann es nicht geben. Fritz Langs erster Tonfilm - ein Meilenstein der Filmgeschichte. 

 

So 29.10.17 - 15:00h

Der aufmerksame Nachbar, Nutzen und Elend des Voyeurismus

Alfred Hitchcock: Rear Window / Fenster zum Hof. 1954, 112 Min. – 35mm/dt.

Mit James Stewart, Grace Kelly, Thelma Ritter, Raymond Burr; Musik: Franz Waxman.

Ein Photograph, wegen Berufsunfalls zu Bewegungslosigkeit verurteilt, wird zum Hinterhof-Voyeur. War er Zeuge eines Mordes oder bildet er sich das nur ein? - Für Hitchcock noch interessanter: inwieweit ist Voyeurismus, Neugierde, Lust  am Beobachten ein allgemeines menschliches Laster. Auf lustvoll ironische Weise führt uns der Regisseur vor: Das Auge der Kamera ist stets voyeuristisch; wir alle sind Voyeure, nicht nur im Kino - und mischen uns manchmal in Dinge ein, die uns nichts angehen.

 

So 5.11.17 - 15:00h

Modernes Leben, TV und Kommunistenjagd

Charlie Chaplin: A King in New York. 1957, 110 Min. – engl. OV

Mit Charlie Chaplin, Dawn Addams, Oliver Johnston, Michael Chaplin.

Heimatvertriebener, mittelloser europäischer Monarch, der vor der Revolution in die USA geflüchtet ist,  lernt den American Way of Life kennen: Rock’n’Roll, Western, Fernsehwerbung, Schönheitsoperationen - und den Untersuchungsausschuss für „unamerikanische Aktivitäten“. Chaplin, von J. Edgar Hoovers FBI ins europäische Exil getrieben, beschwört die Werte der US-Verfassung – doch in den USA wurde der Film erst 15 Jahre später, 1972 gezeigt. 

 

So 12.11.17 - 15:00h

Im Kalten Krieg: Atomspionage mit Gestapo-Überwachungstechnik

Fritz Lang: Die 1000 Augen des Dr. Mabuse. 1960, 104 Min. – dt.

Mit Gert Fröbe, Dawn Addams, Peter van Eyck; Produzent: Artur Brauner

Fritz Langs Mabuse-Filme sind ein Spiegel deutscher Zeitgeschichte: in der Inflationszeit war Mabuse Börsenspekulant und Hypnotiseur, 1933 Vordenker einer Machtergreifung durch Terror. In der Adenauer-Ära sucht er Weltherrschaft durch US-Atomtechnologie und verwendet dazu Nazi-Überwachungstechnik, modernisiert mit Video. 

 

So 19.11.17 - 15:00h

Interaktives Fernsehen oder verbotene Bücher lesen?

François Truffaut: Fahrenheit 451. 1966, 112 Min. – 35mm/dt.

Mit Julie Christie, Oskar Werner, Cyril Cusack; nach Ray Bradbury.

Eine moderne Zukunftswelt, in der die Feuerwehr für sichere Bücherverbrennungen zuständig ist, in der Denunziantentum ermutigt wird, Gefühle verdächtig sind und der Mittelstand sich durch Psychopharmaka oder TV-Shows anästhesieren läßt, um sein sinnentleertes Leben zu vergessen – dort wird Lesen zum Akt des Widerstands. Truffaut suchte für den Film seine Lieblingsbücher aus und zeigt: Kultur kann nur in unseren Köpfen bewahrt werden.  

 

So 26.11.17 - 15:00h

Aufbruch in die Digitalisierung - HAL is watching you…

Stanley Kubrick: 2001 – A Space Odyssey. 1968, 142 Min. – dt.

Mit Keir Dullea, Gary Lockwood; Buch: Arthur C. Clarke.

Supercomputer HAL sieht alles, weiß alles, macht nie Fehler – unter seinem Auge wird das Raumschiff zu einer Smart City im unwirtlichen Weltall. Leider ist er auch zu Geheimhaltung verpflichtet – so wird Überleben für  die Astronauten zu einem tödlichen Schachspiel. - Vom Affenmenschen zum Akademiker: Kubricks unbeschönigte Bilanz der Technologie-Geschichte; menschliche, künstliche und außerirdische Intelligenz im Effizienz-Vergleich. 

 

So 3.12.17 - 15:00h

Watergate: Geheimdienste, Wahlkampfmanipulation und investigativer Journalismus

Alan J. Pakula: All the President’s Men. 1976, 138 Min. – 35mm/dt.

Mit Robert Redford, Dustin Hoffman, Martin Balsam, Jason Robards.

Ausspionieren der politischen Gegner und Manipulation der öffentlichen Meinung durch Schmutzkampagnen brachten US-Präsident Richard Nixon den Wahlgewinn. Während des Wahlkampfs 1972 folgen zwei Journalisten der Washington Post der Spur des Geldes, enthüllen die Watergate-Affäre, die zu einer Verfassungskrise und zu Nixons Rücktritt 1974 führte. Der Tatsachenbericht über investigativen Journalismus wird zum Suspense-Politdrama – und zum Lehrstück über Gefährdung der Demokratie von oben. 

 

So 10.12.17 - 15:00h

Wir gegen die Anderen: Replikanten unerwünscht

Ridley Scott: Blade Runner. 1982, 117 Min. – OmU

Mit Harrison Ford, Rutger Hauer, Sean Young, Darryl Hannah; nach Philip K. Dick.

Gentechnisch erzeugte humanoide Roboter – Replikanten – unterliegen strenger obrigkeitlicher Überwachung. Aus Sicherheitsgründen dürfen sie sich nur in außerirdischen Kolonien aufhalten und haben ein vorprogrammiertes Todesdatum. Erkennen kann man sie daran, daß sie keine Kindheitserinnerungen haben. Aber auch Replikanten sind nur Menschen: sie sehnen sich nach etwas mehr Leben. 

 

Mi 13.12.17 - 18:00h

Filmexploratorium im ZKM Medientheater, Lorenzstr.19 – Eintritt FREI

BIG BROTHER in Kinofilmen – Zur Mediengeschichte der Überwachung

Filmexploratorium mit zahlreichen Filmausschnitten, präsentiert von Wolfgang Petroll

In der Mediengeschichte gibt es viele „Große Brüder“, nicht erst in Orwells Roman „1984“. Schon Filme wie Fritz Langs „Metropolis“ und Charlie Chaplins „Modern Times“ haben sich mit Überwachung auseinandergesetzt; Voyeurismus war das Thema in Alfred Hitchcocks „Rear Window“. Abgehörte Telefone, heimliche Mitschnitte von Gesprächen und Observation gehören zum Standardrepertoire von Agentenfilmen und dokumentarischen Politthrillern wie dem Watergate-Drama „All the President’s Men“. Seitdem Massenmedien wie Radio, Fernsehen und Internet kulturelle Gewohnheiten wandelten, wurden Befürchtungen über ihren Missbrauch geäußert, bis hin zu dystopischen Alpträumen totaler Kontrolle durch digitale Technologie: Demokratie ist nicht immun gegen Totalitarismus. Das Filmexploratorium beleuchtet in prägnanten Filmausschnitten verschiedene Stationen auf dem Weg vom 20. ins 21. Jahrhundert. Im Mittelpunkt steht dabei nicht zuletzt die Frage: welches Verhältnis entwickelt Medienkultur zur Wirklichkeit?

So 17.12.17 - 15:00h

Orwell im Geist von Monty Python: Absurde Bürokratie

Terry Gilliam: Brazil. 1985, 142 Min. – 35mm/dt.

Mit Jonathan Pryce, Robert De Niro, Kim Greist, Michael Palin; nach George Orwell.

Zum Orwell-Jahr 1984 schuf Monty-Python-Mitgründer Terry Gilliam (12 Monkeys) eine surreale Variante von Orwells Roman, mit viel absurder, kafkaesker Bürokratie: Thatcherismus weitergedacht: der Staat als verbürokratisiertes Unternehmen, Eigeninitiative wird als Terrorismus verfolgt, ein von plakativen Parolen erfüllter Spitzel- und Polizeistaat. Erst nach öffentlichen Protesten des Regisseurs wurde der Film zum offiziellen Verleih freigegeben. 

So 21.1.18 - 15:00h

Big Brother TV - Heimat Reality Show

Peter Weir: The Truman Show. 1998, 103 Min. – 35mm/OmU.

Mit Jim Carrey, Laura Linney, Noah Emmerich, Ed Harris; Musik: Philip Glass.

Truman lebt, ohne es zu wissen, in einer künstlichen Fernsehwelt unter Beobachtung eines Millionenpublikums. Doch die perfekte Spießerwelt gerät in Unordnung, weil er sich in seinen Träumen nach Fiji sehnt. Freilich: Um sich aus den Reality TV Shows zu befreien braucht es mehr als nur den Kanal zu wechseln. 

 

So 28.1.18 - 15:00h

Die Wüste der Wirklichkeit

The Wachowskis: The Matrix. 1999, 136 Min. – 35mm/dt.

Mit Keanu Reeves, Laurence Fishburne, Carrie-Anne Moss, Hugo Weaving.

Die Wirklichkeit wird als maschinell generierte Illusion entlarvt – die totale Kontrolle über die vampirhaft ausgesaugte Menschheit garantiert. Baudrillard hatte sich das zwar subtiler vorgestellt (als sozialen kommunikativen Prozess), doch in den Metaphern der Science Fiction funktioniert es recht ähnlich. Ist es doch nicht so schlimm, in der Illusion zu leben, solange das digital generierte Steak schön saftig schmeckt? 

 

So 4.2.18 - 15:00h

Stasi 1.0

Florian Henckel v.Donnersmarck: Das Leben der Anderen. 2006, 137 Min. OSCAR 2007 – dt.

Mit Ulrich Mühe, Martina Gedeck, Sebastian Koch, Ulrich Tukur. 

Ein Rückblick in die Zeit der analogen Überwachung, ohne IT. Der Überwachungsstaat, als Instrument des Ehebruchs der Funktionäre, wird zum privaten Drama. Wie sagte Stasi-Chef Erich Mielke 1989: „Ich liebe doch alle“. Der Debütfilm erzählt von der Desillusionierung mit dem Großen-Bruder-Staat, wurde ein internationaler Erfolg und lud 2013 einige (u.a. den ehem. französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy) zum Vergleich von Stasi und NSA ein. 

 

So 11.2.18 - 15:00h

Totalitarismus und Widerstand

James McTeigue: V for Vendetta. 2005, 132 Min. – 35mm/dt.

Mit Natalie Portman, Hugo Weaving, Stephen Rea, John Hurt; nach Alan Moore.

England über alles – ein populistischer Innenminister hat einen Terror-Akt inszeniert, um die Macht zu ergreifen und die Insel in einen faschistischen Big-Brother-Staat zu verwandeln. Doch Widerstand regt sich. - Die Graphic Novels des anarchistischen Kultautors Alan Moore („Watchmen“) mit Bildern von David Lloyd machte 1988/89 Guy-Fawkes-Masken so populär, daß sie zum Symbol der Anonymous-Aktivisten und der Occupy-Bewegung wurden. 

 

So 18.2.18 - 15:00h

Ins Netz gegangen – wie soziopathisch sind soziale Netzwerke?

David Fincher: The Social Network. 2010, 120 Min. 3 OSCARs, 8 Nominierungen – OmU

Mit Jesse Eisenberg, Andrew Garfield, Justin Timberlake; Musik: Trent Reznor.

„We long to belong“ (David Byrne) – wir sehnen uns danach, dazu zu gehören; mit Hilfe sozialer Netzwerke scheint dieses diffuse Sehnen in Erfüllung zu gehen. Doch in manchen steckt ein soziopathischer Internet-Troll… Regisseur David Fincher (Seven, Fight Club) erzählt die Geschichte von Facebook-Erfinder Mark Zuckerberg. Kritiker waren begeistert: „David Fincher machte das Starren auf einen Laptop erregend“ (AV Film).

 

So 25.2.18 - 15:00h

Big Brother USA-CIA-NSA: Globale Überwachung, aufgedeckt

Oliver Stone: Snowden. 2016, 135 Min. – OmU

Mit Joseph Gordon-Levitt, Shailene Woodley, Rhys Ifans.

Regisseur Oliver Stone ist schon oft als Chronist amerikanischer Zeitgeschichte und ihrer Alpträume hervorgetreten: mit der Vietnamkriegs-Trilogie (angefangen mit „Platoon“), mit der TV-Dokumentation „The Untold History of the United States“, mit seinen Porträts von US-Präsidenten (von „JFK“ über „Nixon“ zu „W.“ Bush) oder von Medienstars und ihrer Generation („The Doors“). Seine Filmbiographie des Whistleblowers Edward Snowden steht in dieser Reihe gesellschaftskritischer Bestandsaufnahmen. „Edward … wird als desillusionierter Idealist vorgestellt, als ernsthafter junger Mann, dessen Erfahrungen ihn dazu führen, akzeptierte Wahrheiten zu bezweifeln und die Weisheit der Herrschaft zu hinterfragen“ (New York Times). 

 

Di 27.2.18 – 18-21h

Abschluss-Event: Film mit Einführung, Podiums-Expertengespräch und Buffet-Networking

James Ponsoldt: The Circle. 2017, 110 Min. – OmU

Mit Emma Watson, Tom Hanks, John Boyega; Musik: Danny Elfman.

The Circle, das ist Facebook, Google, Apple zu einem großen Monopolkonzern vereint. Umfassende Überwachung und Datenerfassung beginnt bald, totalitäre Züge anzunehmen. Basierend auf dem dystopischen Roman von Dave Eggers schuf Regisseur und Drehbuchautor James Ponsoldt „ein Orwellsches Drama über die Überwachungsgesellschaft“ (Eric Kohn, Indie Wire). Ein aktueller Beitrag des Hollywood-Mainstream-Kinos aus der wachsenden Reihe von Filmen des Surveillance Cinema. 

 

anschließend: WHO WATCHES THE WATCHMEN?

Die Podiumsdiskussion beleuchtet die Frage, wie und von wem Überwacher überwacht werden (können). Es nehmen teil: Dr. Stefan Brink, Landesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg, Beate Bube, Präsidentin des Landesamtes für Verfassungsschutz Baden-Württemberg, sowie Thomas Rüttler, Leiter der Kriminalpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Karlsruhe. Die Moderation führt Dirk Fox, Geschäftsführender Vorstand des Cyberforum e.V., Geschäftsführer der Secorvo Security Consulting GmbH und Initiator der Karlsruher IT-Sicherheitsinitiative (KA-IT-Si). Das Publikum hat Gelegenheit, Fragen zu stellen und zur Diskussion beizutragen. Zum Abschluss lädt die IT-Sicherheitsregion Karlsruhe im Foyer zum Stehempfang ein.

 

 

 

Vergangene Traumfabrik-Reihen

Traumfabrik #13, WESTERN: Der Wilde Westen und wir – Goodbye, American Dream (Sommersemester 2017)

Jeder kennt die Namen wie Buffallo Bill oder Jesse James, denn bis heute hat der Mythos um die Revolverhelden nichts von seinem Zauber verloren. Bereits im 19. Jahrhundert inszenierten Novellen den westlichen Cowboy als einfachen, aber freiheitsliebenden Mann, der durch seinen Mut und seine Rechtschaffenheit genügend Tugenden verkörperte, um zum Mythos der Vereinigten Staaten aufzusteigen. So lieferten die konstruierten Legenden berühmter Cowboys den perfekten Stoff für die US-amerikanische Filmindustrie. Dabei wird deutlich, dass die Hochphase des Western-Films mit dem Aufkommen des American Dreams zusammenfällt. Auch in den moderneren Filmen ist das Thema des Cowboys noch nicht ausgeschöpft. Allerdings lässt sich hierbei zunehmend eine Verlagerung des Schwerpunkts feststellen, indem eine Dekonstruktion der Stereotype stattfindet. Inwiefern dies geschieht, welche Typen uns im Western begegnen und wie der American Dream mit der Geschichte des Films zusammenfällt, bilden Anhaltspunkte, die in der 13. Auflage der Traumfabrik zur Debatte standen.

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (PDF, ca. 2MB)

 

Young Mr. Hitchcock – Kino pur // Understatement, britischer Humor, Love & Thrills (Wintersemester 2016/17)

Alfred Hitchcock (1899-1980) machte schon in seinen ersten Filmen deutlich, dass er in der Filmkunst keine Kompromisse eingehen wollte. Er wurde der erste Regisseur, dessen Silhouette zum Markenzeichen wurde und dessen Name bekannter war als der mancher Filmstars. Hitchcock brachte das klassische Hollywoodkino zur Vollendung, war Vorbild für Autorenfilmer folgender Generationen und Vorläufer des postmodernen Kinos: seine Filme markieren einen Höhepunkt der Kinofilmgeschichte. Understatement erhob er zum Erzählprinzip; jeder Film wurde ein Genre-Mix, suspensiv und vorzugsweise mit schwarzem Humor. Hitchcocks frühe Filme können jetzt im Kino ganz neu gesehen werden: Die aufwendige Neurestaurierung durch das British Film Institute bietet endlich Gelegenheit dazu.

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (PDF, ca. 2MB).

 

Auftragskiller - ein Dienstleistungsberuf im Kinofilm, zwischen Krimi und makabrer Komödie. (Sommersemester 2016)

Filme über Contract Killer, Auftragsmörder, gibt es in verschiedenen Filmgenres: natürlich Krimis, speziell Gangsterfilme (z.B. Wim Wenders „Der amerikanische Freund“), Samuraifilme (Kurosawas „Yojimbo“), Western (Sergio Leones Dollar-Trilogie mit Clint Eastwood) und Komödien („I Hired a Contract Killer“ von Aki Kaurismäki). Seit den 1980er-Jahren, seit soziales Verhalten global von wirtschaftlichem Denken dominiert wird, scheinen sich diese Filme wachsender Beliebtheit zu erfreuen: Man denke etwa an „Léon der Profi“ von Luc Besson oder an „Ghost Dog“ von Jim Jarmusch. Während soziologische Untersuchungen über den Auftragsmord eher die Banalität des „Bösen“ zeigen (viele reale Auftragskiller sind schlecht bezahlt oder handeln aus Gefälligkeit), werden Contract Killers im Film dagegen zu mythischen Figuren oder gar zu Sympathieträgern von tragischer Dimension, die versuchen, sich in einem sozialen Milieu durchzusetzen. Sind Auftragskiller die neuen „Helden der Arbeit“ im Zeitalter der Globalisierung? Sind sie ein Mittel, das Unbehagen am gesellschaftlichen Wandel im Phantasiespiel der Traumfabrik des Kinofilms auszugleichen?

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (PDF, ca. 2MB).

 

TARANTINO UNCHAINED
Retrospektive Quentin Tarantino 1992-2016
(Wintersemester 2015/2016)

Man konstruiere einen nicht allzu einfachen Handlungsverlauf, lasse die Personen darin sich frei entfalten und mische das Ganze mit dem Bestand einer gut sortierten Videothek – so könnte das Rezept zu einem typischen Tarantino-Film lauten. Jeder seiner Filme trägt Erinnerungen an Dutzende anderer in sich und hat dennoch seine eigene ganz typische Handschrift – ein Stil, der Fans begeistert, und manchen Kritikern zu blutig erscheint. Seit seinem ersten Film „Reservoir Dogs“, spätestens aber seit der Goldenen Palme 1994 für „Pulp Fiction“, hat Quentin Tarantino Kultstatus als Regisseur, Drehbuchautor (2 Oscars, 3 Nominierungen) und Schauspieler. Die bevorstehende Premiere seines neuen Films „The Hateful 8“ (am So 31. Januar 2016 in der Schauburg) bietet eine willkommene Gelegenheit, dem Ausnahmetalent unsere 10. Traumfabrik zu widmen. In einer umfassenden Retrospektive wird sein filmisches Gesamtwerk vorgestellt. Dazu gehören auch Filme, an denen er als Drehbuchautor mitwirkte – für Oliver Stone („Natural Born Killers“) oder Robert Rodriguez („From Dusk Till Dawn“).

Tarantinos Filme zeichnen sich aus durch intime Kenntnis filmgeschichtlicher Traditionen, nicht nur des Mainstream oder der Filmkunst, sondern auch des Exploitation-Kinos („Jackie Brown“, „Death Proof“). Seine Perspektive ist transkulturell; sie umfasst nicht nur Hollywood, sondern auch europäische und fernöstliche Kulturen („Kill Bill“), sie stellt Subkulturen neben Hochkultur und Pop. Sprachwitz steht gleichberechtigt neben Action, Szenen unbeschönigter Gewalt verbinden sich mit Sarkasmus und schwarzem Humor. Dabei hat er neue Erzählformen entwickelt, aber auch die Auseinandersetzung mit politischen Tabuthemen wie Holocaust oder Sklaverei nicht gescheut („Inglourious Basterds“, „Django Unchained“). In seinen Filmen, die verdrängte Gewalt explizit machen, dringt immer wieder das Alltägliche und Absurde ein.

Alle Filme mit Mikroeinführung von Wolfgang Petroll (Dozent für Film und Medienästhetik, Lehrbeauftragter am ZAK) sowie anschließendem Kinogespräch. 

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (PDF, ca. 1 MB).

Filmexploratorium: 'Tarantinos surreales Theater der Grausamkeit als postmoderne Popkultur' auf YouTube

 

100 Jahre BLOCKBUSTER – Kinomythen aus der Traumfabrik Hollywood, 1915 bis 2015
(Sommersemester 2015)

Vor genau 100 Jahren veränderte ein überaus erfolgreicher Film die Kinolandschaft: „The Birth of a Nation“ von D.W. Griffith. „Vom Winde verweht“ ist bis heute der Film mit den höchsten Zuschauerzahlen. Und seit Spielbergs „Der weiße Hai“ und „Star Wars“ von George Lucas sind Blockbuster zum Erfolgsmotor der Traumfabrik Hollywood geworden. Doch was genau fasziniert uns und andere an Filmen wie „Die zehn Gebote“, „Doktor Schiwago“ oder „Terminator“? Was macht Filme eigentlich zum massenhaften Erfolg beim Publikum – die Orientierung an uralten Mythologien oder Aktualität, besondere Erzählstrategien oder wirksame „Tiefenthemen“, Genreklischees des „Konfektionsfilms“, zeitgeschichtliche Befindlichkeiten oder einfach raffinierte Marketingstrategie? Jeder Film gibt darauf eine eigene Antwort. Fest steht: In jedem Kitsch, und in jedem Kommerz steckt immer ein Fünkchen Wahrheit. Aber worin liegt es? Die Filmreihe ließ 100 Jahre Filmgeschichte, von 1915 bis heute, Revue passieren und warf dabei einen Blick auf die unterschiedlichsten Genres und Themen, die sehr viele Menschen einst und jetzt fasziniert haben: Filmepos, Historienfilm, Melodram, Thriller, Bibelfilm, Musical, Comicverfilmung, Science Fiction ...

Zu jedem Film gab es eine Mikroeinführung und ein anschließendes Kinogespräch. Begleitend zur Filmreihe wurden ein KIT-Seminar am ZAK, sowie ein öffentliches Seminar der AWWK in der Schauburg angeboten.

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (pdf, ca. 1,4MB).

 

Kubrick Space. Retrospektive Stanley Kubrick
(Wintersemester 2014/2015)

Die Traumfabrik zeigte im Wintersemester 2014/2015 in einer umfassenden Retrospektive Werke des Ausnahmeregisseurs Stanley Kubrick.

Stanley Kubrick ist längst zum Klassiker für nachfolgende Generationen geworden. Seine Filme wie Dr. Strangelove (politische Satire), 2001: A Space Odyssey und Clockwork Orange (Science-Fiction), Shining (Horror), Full Metal Jacket (Anti-Kriegsfilm) oder Eyes Wide Shut (Literaturverfilmung) sind Referenzwerke ihrer jeweiligen Genres. Kubrick war bekannt für seine Vielschichtigkeit und die ästhetische Perfektion. In allen seinen Filmen zeigt sich sein Interesse an der Beobachtung menschlichen Verhaltens in genau abgegrenzten, extremen Situationen.

Am Sonntag, 9. November 2014 begann im Filmtheater Schauburg die Filmreihe Traumfabrik mit einem umfassenden Rückblick auf die Werke des Kult-Regisseurs. Dazu gehören auch seine weniger bekannten, nicht weniger sehenswerten frühen Filme. Zwischen klassischem Hollywood und Postmoderne, längst selbst zu Klassikern für nachfolgende Generationen geworden, bestehen die Filme von Stanley Kubrick auch heute noch jeden Frischetest. Als besonderen Gast erwartete die Traumfabrik Kubricks Schwager Jan Harlan, der am Sonntag, 14. Dezember 2014 in der Schauburg seinen Dokumentarfilm über den Regisseur vorstellte. Hören Sie hier die Berichterstattung des SWR.

"Jan Harlan im Gespräch" auf YouTube ansehen

"Flusser in Kubrick Space. Ein Filmexploratorium" auf YouTube ansehen

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (pdf, ca. 1MB).

 

Helden und Anti-Helden
(Sommersemester 2014)

Clint EastwoodWelche Rolle spielen moralische Wertvorstellungen und politische Ideologien im Film? Und was macht einen Anti-Helden aus? Der erste Teil der TRAUMFABRIK zeigt, 100 Jahre nach Ausbruch des 1. Weltkriegs, wie die Erfahrungen des Krieges in verschiedenen Ländern, zu verschiedenen Epochen der Filmgeschichte und aus verschiedenen Perspektiven dargestellt und verarbeitet wurden. Illusion, Trauma, Desillusionierung und Reflexion des Krieges werden am Beispiel von klassischen Kinofilmen über den 1. Weltkrieg deutlich.

Im zweiten Teil widmete sich die Traumfabrik dem Schauspieler und Regisseur Clint Eastwood, der den Typus des Anti-Helden seit Sergio Leones „Für eine Handvoll Dollar“ neu definiert hat. Seine viel beachteten Filmwerke wie „Erbarmungslos“ oder „Gran Torino“ zeigen, dass sein unverwechselbarer Schauspielstil auch seinen Regiestil geprägt hat. Auch mit 83 Jahren ist Eastwood noch aktiv: seinen neuesten Film "Jersey Boys" stellten wir in einer Vorpremiere am 27. Juli 2014 vor.

Einen ausführlicheren Überblick zu allen Filmen finden Sie unter folgendem Link (pdf, ca. 1MB).

 

Themenabend: Wissenschaftliche Forschung und chemische Kriegsführung

Am 9. Juli 2014 veranstaltete der Akademische Filmkreis Karlsruhe e.V. (AFK – Das Kino an der Uni) gemeinsam mit dem ZAK einen THEMENABEND: Wissenschaftliche Forschung und chemische Kriegsführung: Der Nobelpreisträger Fritz Haber im 1. Weltkrieg. Mit Kurzfilm „Haber. The Father of Chemical Warfare“ von Daniel Ragussis, USA 2008.

Einführung von Wolfgang Petroll, Kinogespräch mit Dr. Klaus Nippert, Leiter KIT Archiv und Prof. em. Dr. Ulrich Schindewolf, Institut für Physikalische Chemie, KIT. Moderiert wurde der Abend von Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha.

Weitere Informationen

 

Wir sind Lebowski.
Retrospektive Joel & Ethan Coen 1984 – 2014
(Wintersemester 2013/2014)

Bild der Coen BrüderMit 16 Spielfilmen seit 1984 gehören die Brüder Joel und Ethan Coen zu den herausragenden Filmemachern unserer Zeit. Die mehrfachen Oscar-Gewinner und Schöpfer des Kultfilms „The Big Lebowski“ gelten als außergewöhnliche Drehbuchautoren, Regisseure und Produzenten. Ihr Filmwerk umfasst Komödien („O Brother,Where Art Thou?“), Kriminalgrotesken („Fargo“), Neo-Noir-Filme („Blood Simple“), Spionagesatiren („Burn After Reading“), Western („True Grit“) oder existentialistische Alltagsdramen („The Man Who Wasn’t There“) – oft auch als Mischung der Genres. Die Traumfabrik lädt im Wintersemester 2013/2014 alle Filmfans ein, den Kosmos der Brüder zu erkunden und deren Bestandsaufnahme amerikanischer Subkulturen unter die Lupe zu nehmen. Höhepunkte der Reihe sind die Karlsruher Premiere des neuen Films der Coen-Brüder „Inside Llewyn Davis“, der 2013 beim Filmfestival in Cannes mit dem Grand Prix ausgezeichnet wurde, sowie das Filmexploratorium „Wittgenstein in Coen Country“ im ZKM.

 

 

117 Jahre deutsch-französische Filmbeziehungen
(Sommersemester 2013)

Dass die deutsch-französischen Kulturbeziehungen auf dem Gebiet des Films so alt sind wie das Medium selbst, thematisiert die „Traumfabrik“ im Sommersemester 2013. In der Filmreihe zeigt die Schauburg in Kooperation mit dem ZAK, dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, dem Akademischen Filmkreis Karlsruhe e.V. und der Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung e.V. vor allem solche Filme, deren Geschichten oder Entstehungszusammenhänge Aspekte deutsch-französischer Filmbeziehungen verdeutlichen. Zwischen Mai und Juli 2013 stehen dabei neben Filmklassikern aus verschiedenen Epochen wie Jean Renoirs „La Grande Illusion“ (F 1937) und Max Ophüls ́ „Lola Montez“ (D 1955) unter anderem auch das Filmexploratorium „DADA Paris – Berlin“ mit Peter Weibel, Vorstand des ZKM, und Wolfgang Petroll, Lehrbeauftragtem des ZAK, auf dem Programm.

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Zur Videoaufzeichnung Dada: Paris - Berlin

 

Klassische Kinofilme
(Wintersemester 2011/2012)

Die Traumfabrik gibt dieses Mal Einblicke in drei große Bereiche des klassischen Kinofilms. Die ersten sechs Filme, darunter Kubricks „Dr. Seltsam“ und „Matrix“ aus der Feder der Wachowski-Brüder, werfen die Frage nach Zukunftsbildern und Befürchtungen auf. Der nächste Block der Reihe beschäftigt sich mit Filmautoren, die ihre Theorien in Form von Filmen formulierten. Von Sergej Eisensteins einflussreicher Montagetheorie über Jean-Luc Godards Ansatz der Nouvelle Vague bis hin zur Dogma-95-Bewegung kann hier Filmtheorie erlebt werden. Abschließend wendet sich die Traumfabrik dem Phänomen der Kultfilme zu und gibt Beispiele aus verschiedenen Genres. Als würdiger Abschluss erweist sich hier Michael Curtiz` „Casablanca“.

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Kreative Filmästhetik und Nachhaltigkeit im Film
(Wintersemester 2010/2011)

Kinofilme sind keine Wegwerfprodukte, gerade durch sie wird kulturelle Nachhaltigkeit gefördert. Einen Beitrag dazu leistet auch die Schauburg in Zusammenarbeit mit dem ZAK. Der erste Teil der Reihe „In Bildern denken – kreative Filmästhetik“ geht der Frage nach, wie seit mehr als hundert Jahren unsere Kreativität durch Filme angeregt wird. Transkulturelle Einflüsse, etwa bei Quentin Tarantino („Four Rooms“), Jean-Luc Godard („Le mépris“) oder Akira Kurosawa („Träume“), spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Entwicklung eines technoimaginären Medienbewusstseins in Filmen von Fritz Lang („M“), Stanley Kubrick („Shining“) oder David Lynch („Inland Empire“). Im Mittelpunkt des zweiten Teils „Weitere nachhaltige Bewegungen“ stehen Filme, die sich in Debatten und Filmzitaten, bei Experten und Publikum als kulturell nachhaltig erwiesen haben.

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Bild "Watching you": Semmick Photo / bigstock.com