Home | English | Impressum | Sitemap | KIT
ZAK Logo

Die Forschungsstelle Angewandte Kulturwissenschaft 1983 bis 1989

Der Gründung des Interfakultativen Instituts für Angewandte Kulturwissenschaft (IAK) ging 1983, auf Initiative von Prof. Dr. Bernd Thum (Mediavistik) und Prof. Dr. Götz Großklaus (Literatur- und Medienwissenschaft), die Einrichtung der Forschungsstelle Angewandte Kulturwissenschaft voraus.

Davon ausgehend erweiterte sich der Kreis um die beiden Initiatoren rasch. 1984 stießen Prof. Dr. Ottokar Uhl und Dr. Wolfgang Hartmann (Fakultät für Architektur), Prof. Dr. Hans-Joachim Klein und Prof. Dr. Fuad Kandil (Institut für Soziologie), Prof. Dr. Ernst Oldemeyer (Institut für Philosophie) und Caroline Y. Robertson, damalige Doktorandin an der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften hinzu. Kurz darauf schlossen sich der dynamischen und interdisziplinären Gruppe weitere Professoren an: Prof. Dr. Hans Lenk (Philosophie), Prof. Dr. Bernhard Schäfers (Soziologie) und Prof. Dr. Detlef Schmid (Informatik); desweiteren Prof. Dr. Helmut Spinner (damaliger Leiter des Studium Generale) und Prof. Dr. Dr. h.c. Rolf Funck, der die Querbezüge zwischen Kultur und Wirtschaft erforschte.

Man vertrat die Ansicht, dass gerade an einer technischen Hochschule das Spannungsfeld zwischen Kultur und Technik, die Problematik der Kulturbedingtheit der Technik ebenso wie der Technikbedingtheit der Kultur und deren Verhältnis zum kulturellen Erbe als ihrer Grundlage eine besondere Rolle spielen müsse. Gegenstand der Diskurse und der interdisziplinären Forschung sollten daher primär die Auswirkungen neuer Technologien und Medien auf die kulturelle Entwicklung und Wahrnehmungsprozesse ebenso wie der Dialog über die eigenen Wertorientierungen sein.

Bald kristallisierte sich die Zielsetzung heraus, auf Basis der Forschungsstelle Angewandte Kulturwissenschaft ein fächerübergreifendes Institut aufzubauen, das sich mit Kultur in einer möglichst großen Breite des Spektrums befassen sollte. Einen zentralen Punkt auf dem Weg zu diesem fächerübergreifenden Institut markierte dabei die von den Mitgliedern eines „Instituts in Gründung“ 1988 organisierte internationale Konferenz „Technisch – industrielle Welt in der Vielfalt der Kulturen. Grundlagen und Entwicklungsprozesse“ im Rahmen der von der UNESCO ausgerufenen Weltdekade für kulturelle Entwicklung (1988-1997).

 

1989 schließlich wurde offiziell das Interfakultative Institut für Angewandte Kulturwissenschaften (IAK) gegründet.