Projektabschluss und Zukunftperspektiven

Im März 2007 endete das vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst geförderte Projekt „Schlüsselqualifikationen an Technischen Universitäten“. Im Laufe des Projektes sind im ZAK verschiedene Fäden in die Hand genommen, weitergesponnen und zusammengefasst worden.

Einer dieser Fäden ist die intensivierte Zusammenarbeit mit anderen Universitäten im Rahmen des landesweiten Forum SQ. So konnte das ZAK am 5. und 6. März 2007 die für Schlüsselqualifikationen Verantwortlichen aus acht von neun baden-württembergischen Universitäten nach Karlsruhe einladen, um sich im Rahmen des Forums über Entwicklungen an ihren Universitäten, über neue und schon gut etablierte SQ-Veranstaltungen und Konzepte auszutauschen. „Interkulturelle Kommunikation“ stand als Thema auf der Agenda und das ZAK nutzte seine Expertise in dem Bereich, um einen informationsreichen und anregenden Vormittag zu diesem Kompetenzfeld zu gestalten.

Viel Rückenwind hat die im Rahmen des Projektes entwickelte Position durch die Konferenz „Schlüsselqualifikationen an Technischen Universitäten“ am 28. November 2006 erhalten. Hierzu kamen über 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland in die Industrie- und Handelskammer Karlsruhe. Unter ihnen waren Vertreter von sieben TU9 Universitäten. Die Referenten, Praktiker aus der Wirtschaft und Wissenschaftler, waren sich einig: Das exzellente Fachwissen bleibt die Voraussetzung für eine erfolgreiche Berufstätigkeit, aber: „Der Fachspezialist ist out, gebraucht wird der analytisch geschulte, breit informierte Querdenker“, wie es Waldemar Timm, Vizepräsident der Personalberatung Kienbaum, zusammenfasste.

Die Konferenzbeiträge ergaben, dass sich die SQ-Förderung an einer Technischen Universität in einem Feld bewegen muss, dessen Eckpfeiler durch die Begriffe Lebenslanges Lernen, Transdisziplinarität, Interkulturelle Kompetenz und Persönlichkeitsbildung markiert werden.

Die Projektergebnisse werden auf zwei Ebenen weitergeführt und umgesetzt: Um den konzeptionellen Ertrag aus dem Projekt zu verbreiten, ist eine Publikation zu „Schlüsselqualifikationen an Technischen Universitäten“ in Arbeit. Auf dem Gebiet der Lehre versucht das ZAK, das eigene Angebot zu überarbeiten und im Hinblick auf die Projektergebnisse noch attraktiver zu gestalten. Offen bleibt dabei, wie stark die SQ-Förderung in den Studiengängen verpflichtend verankert wird. Die im Rahmen der Exzellenzinitiative ausgezeichnete Karlsruhe School of Optics and Photonics wird in ihrem Masterstudiengang ZAK Veranstaltungen zum Pflichtprogramm machen.